5.614 Bytes hinzugefügt
, 11:24, 31. Jul. 2021
[[Datei:Steinbachtal_Unwetterschäden_Neumarkt_22_06_2021.jpg|thumb|Unwetterschäden im [[Steinbachtal]] in [[Neumarkt am Wallersee]] nach einem [[Hagel]]sturm am 22. Juni 2021.]]
[[Datei:Steinbachtal_Sturmschäden_Neumarkt_am_Wallersee.jpg|thumb|Immense Waldschäden im [[Steinbachtal]] in [[Neumarkt am Wallersee]] nach einem Hagelunwetter im Juni 2021.]]
[[Datei:Hochwasser 2021 Oberpinzgau.jpg|thumb|[[Hochwasser 2021]]: Flugaufnahme im [[Oberpinzgau]] zwischen [[Mittersill]] und [[Bramberg am Wildkogel]]. In der Bildmitte die [[Salzach]].]]
Das '''Wetter im Sommer 2021''' brachte [[Hagel]]körner bis elf Zentimeter Größe.
== Was sagt die Statistik und wie sind die Hagelunwetter und Überschwemmungen einzuordnen? ==
Nicht nur, dass der Sommer [[2021]] bis Ende Juli zu einem der fünf wärmsten der Messgeschichte (seit [[1767]]) gehört und er im Mittel um 1,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre [[1991]] bis [[2020]] liegt. Auch die [[Unwetter]], die er nach [[Österreich]] brachte, sind rekordverdächtig.
Die Zahlen der [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]] (ZAMG) zeigen etwa, dass es diesen Sommer bisher überdurchschnittlich viele Unwetter mit sehr starkem Hagel gab. So etwa am [[24. Juni]] in den [[niederösterreich]]ischen Gemeinden Schrattenberg und Walterskirchen. Die Hagelschloßen, die dort niedergingen, hatten einen Durchmesser von bis zu elf Zentimetern.
Zum Vergleich: Größere Hagelschloßen wurden in Österreich bisher erst zwei Mal dokumentiert. Diese Hagelschloßen hatten einen Durchmesser von zwölf Zentimetern. Vom Himmel fielen sie im Jahr [[1929]] in [[Pöndorf]] in [[Oberösterreich]] und im Jahr [[1984]] in St. Oswald in Niederösterreich.
Auch beim Starkregen gab es Rekorde. An einigen Wetterstationen der ZAMG regnete es am Wochenende des [[17. Juli|17.]] und [[18. Juli]] gleich viel oder mehr als in einem gesamten durchschnittlichen Juli. In der Tiroler Stadt [[Kufstein]] wurde ein neuer 48-Stunden-Niederschlagsrekord verzeichnet. Dort fielen 165 Liter Regen pro Quadratmeter. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr [[1954]] und betrug 162 Liter pro Quadratmeter in 48 Stunden.
In der Salzburger Marktgemeinde [[Golling an der Salzach]] waren es 138 Liter pro Quadratmeter in 48 Stunden. Das ist Platz 4 in der Rangliste der heftigsten Regenfälle in Österreich sei Beginn der Aufzeichnungen im Jahr [[1907]]. Insgesamt regnete es im Juli weniger als in einem durchschnittlichen Juli. Die Regenmenge war insgesamt um 15 bis 20 Prozent geringer. Wobei es große regionale Unterschiede gab.
Im Süden und Osten war es sehr trocken, im Westen und Norden gab es teils normale bis überdurchschnittliche Regenmengen. Einen Rekord gab es auch bei den Hitzetagen im bisherigen Sommer. Im Osten und Süden Österreichs ist die Zahl der Hitzetage für ein durchschnittliches Jahr des Zeitraums 1991 bis 2020 bereits erreicht, teilte die ZAMG mit. Im Westen und Norden liegt die Zahl der Hitzetage teils noch unter dem Mittel der vergangenen 30 Jahre.
Anders sieht es hingegen bei den Blitzen aus, die im österreichischen Blitzortungssystem ALDIS registriert sind. Dieses Jahr waren es bisher 56 000. Damit ist das einer der niedrigsten Werte seit Messbeginn im Jahr [[1992]]. Nach Angaben des Leiters von ALDIS, Gerhard Diendorfer, ist der Grund dafür, dass eine große Gewitterfront, die über Österreich zieht, an einem Tag für mehrere Zehntausend Blitze verantwortlich ist. Die kleinräumigen Unwetter der vergangenen Wochen bringen hingegen nur ein paar Tausend Blitze pro Tag, damit fallen sie in der Statistik weniger ins Gewicht.
Auch zwei Tornadomeldungen gab es. Eine am [[9. Juni]] in Ardagger in Niederösterreich und eine am [[14. Juli]] in Halbenrain in der [[Steiermark]], wobei die zweite noch untersucht wird. Normalerweise gibt es pro Jahr vier Tornados in Österreich.
== Wettermeldungen Salzburg ==
:'' Hauptartikel [[Hochwasser 2021]]
* [[22. Juni]]: ein schwerer [[Hagel#Hagelunwetter in Salzburg|Hagelsturm]] verwüstet am Abend Teile des des [[Flachgau]]s und des [[Mondseeland]]es
* [[23. Juni]]: nach den gestrigen schweren [[Hagel]]unwettern werden erneut die [[Stadt Salzburg]] und der Flachgau von [[Unwetter]]n heimgesucht; insgesamt rückten im Bundesland Salzburg 18 Feuerwehren mit 479 Männern und Frauen zu 125 Einsätzen - darunter auch in der Stadt Salzburg und im [[Pinzgau]] - aus; die Unwetter dauern etwa von 21:00 bis 23:00 Uhr, danach beruhigt sich die Lage zusehends;
* [[14. Juli]]: am Mittwochnachmittag schlägt während eines [[Gewitter]]s ein [[Blitz]] im [[Salzburger Dom]]s ein und beschädigt die Elektronik der Domglocken stark; der Blitzschlag hat auch Auswirkungen auf die Aufführung des "[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]" auf dem [[Domplatz]], der bei den Proben und der Premiere am Samstag, den [[17. Juli]] ohne die Domglocken auskommen muss, die in dem Stück eine Rolle spielen;
* [[17. Juli]]: ein extremes [[Hochwasser 2021]] ereignet sich an diesem Wochenende, das im gesamten [[Bundesland Salzburg]] zu Überschwemmungen und Vermurungen führt; besonders betroffen ist die [[Halleiner Altstadt]], die vom [[Kothbach]] überschwemmt wird;
== Quellen ==
* Salzburgwiki-Einträge
* [https://www.sn.at/panorama/oesterreich/hagelkoerner-bis-elf-zentimeter-groesse-sommer-des-extremen-wetters-in-oesterreich-107334202 www.sn.at/panorama], "Hagelkörner bis elf Zentimeter Größe - Sommer des extremen Wetters in Österreich", 31. Juli 2021, ein Beitrag von [[Alfred Pfeiffenberger]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Wetter]]