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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Der heutige Stadtteil bzw. die Gegend um den heutigen Hauptbahnhof hieß noch im Mittelalter "Fieberbrunn". Erst ab dem [[18. Jahrhundert]] setzte sich allmählich der Name "Froschheim" durch. Anlässlich der Kaiserfesttage wurde ''Froschheim'' zu Ehren von [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Kaiserin Elisabeth]] am [[12. Juli]] [[1901]] in ''Elisabeth-Vorstadt'' umbenannt. | + | Der heutige Stadtteil bzw. die Gegend um den heutigen Hauptbahnhof hieß noch im Mittelalter "Fieberbrunn". |
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| − | Das [[Bayrisches Platzl|Bayrische Platzl]] war eine Stelle in der heutigen Elisabeth-Vorstadt, die zur Zeit der [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischöfe]] eine Freistätte der [[Bayern]]herzöge (und deren Gesandter) war. | + | Erst ab dem [[18. Jahrhundert]] setzte sich allmählich der Name "Froschheim" für das zwischen der jeweiligen Salzburger Stadtmauer, [[Schallmoos]], [[Itzling]] und der [[Salzach]] gelegene Gebiet durch. Der Name dürfte sich auf die Frösche beziehen, die vor der [[Salzachregulierung]] die Auen bevölkerten. Das „älteste" Froschheim begann beim Sauterbogen, wurde aber mit der herausrückenden Stadtmauer immer kleiner. |
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| | + | Das [[Bayrisches Platzl|Bayrische Platzl]] war eine Stelle in der heutigen Elisabeth-Vorstadt, die zur Zeit der [[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischöfe]] eine Freistätte der [[Bayern]]herzöge (und deren Gesandter) war. |
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| | + | Froschheim war kein eigentliches Bauerndorf, sondern ein Vorort. Um 1830 umfasste es 20 Höfe. Die landwirtschaftlichen Gründe grenzten bis auf wenige Ausnahmen an die an der Froschheimer Hauptstraße – heute [[Elisabethstraße]] – gelegenen Anwesen. Die Siedlung bildete somit einen geschlossenen Komplex entlang der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen der Stadt und und den nördlich gelegenen Orten Bergheim und Oberndorf. |
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| | + | Anlässlich der Kaiserfesttage wurde ''Froschheim'' zu Ehren von [[Kaiserin Elisabeth von Österreich|Kaiserin Elisabeth]] am [[12. Juli]] [[1901]] in ''Elisabeth-Vorstadt'' umbenannt. |
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| | + | In der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s verwandelte sich das bislang ländliche Gebiet in ein städtisches Siedlungs- und Industriegebiet. Von entscheidender Bedeutung waren hiefür der Bau der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] (1860) samt dem in Froschheim gelegenen [[Salzburg Hauptbahnhof|Salzburger Hauptbahnhof]], die Schleifung der Stadtmauern (ab 1866), die [[Salzachregulierung]] sowie die Errichtung (1902) der [[Lehener Brücke|Lehener Brücke]]. Diese bedeutenden Veränderungen stießen die planmäßige Aufschließung und Bebauung der landwirtschaftlichen Gründe Froschheims an. Die Urbanisierung fand in der Umbenennung des Stadteils in „[[Elisabeth-Vorstadt]] ihren sinnfälligen Ausdruck. |
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| | [[Sylvester Oberberger]], der als "Schöpfer" des Stadtteils gilt, gründete [[1898]] ein Komitee für die Umbenennung des Vorortes. Zunächst wollte er erreichen, dass Froschheim anlässlich des fünfzigjährigen Regierungsjubiläums in ''Kaiser-Franz-Josef-Vorstadt'' umbenannt würde, dann wechselte er auf ''Kaiserin-Elisabeth-Vorstadt''. Nach tatkräftiger Unterstützung durch [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger]] beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]] am [[12. Juli]] [[1901]] die Umbenennung Froschheims in „Elisabeth-Vorstadt“. | | [[Sylvester Oberberger]], der als "Schöpfer" des Stadtteils gilt, gründete [[1898]] ein Komitee für die Umbenennung des Vorortes. Zunächst wollte er erreichen, dass Froschheim anlässlich des fünfzigjährigen Regierungsjubiläums in ''Kaiser-Franz-Josef-Vorstadt'' umbenannt würde, dann wechselte er auf ''Kaiserin-Elisabeth-Vorstadt''. Nach tatkräftiger Unterstützung durch [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Berger]] beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]] am [[12. Juli]] [[1901]] die Umbenennung Froschheims in „Elisabeth-Vorstadt“. |
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| | * [[Salzburger Hauptbahnhof]] | | * [[Salzburger Hauptbahnhof]] |
| | * der mittlerweile abgetragene [[Porschehof]] | | * der mittlerweile abgetragene [[Porschehof]] |
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| | + | ==Quellen== |
| | + | * „Im Namen ihrer Majestät“, in Salzburger StadtAnzeiger 24.2.1999 S. 12. |
| | + | * verwandte Salzburgwiki-Artikel |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |