3.301 Bytes hinzugefügt
, 09:39, 16. Mai 2009
K'''Gmünd''' ist eine kleine Stadt in [[Kärnten]] im Bezirk Spittal an der Drau auf 741 m ü. A. mit etwa 2700 Einwohnern.
==Lage==
Gmünd liegt an der Einmündung der Malta in die Lieser, westlich des Nationalparks Nockberge an der schon von den Römern benutzten Straße über den [[Katschberg]]. Heute führt auch die [[Tauernautobahn]] an der Stadt vorbei.
==Allgemeines==
Die alte Burgstadt ist seit [[1292]] Stadt und ist seit dem [[15. Jahrhundert]] auch wichtige [[Handel (historisch)|Handelsstadt]]. Der [[Sommerfremdenverkehr]] ist hier dominierend. Zu sehen gibt es:
* ein Stadtmuseum,
* das einzige europäische Porsche-Automuseum im Privatbesitz,
* Stadtbefestigung aus dem [[13. Jahrhundert]] mit Pankrazitor, Unteres Tor und Maltator;
* das alte Schloss, das urkundlich [[1252]] erstmals erwähnt wurde, ist seit [[1886]] Ruine und wird seit einigen Jahren von Malern und einer Galerie genutzt;
* das ''Neue Schloss Lodron'' (1651 bis 1654 errichtet) erinnert an die Zeit der Herrschaft der [[Lodron]] hier in diesem Teil Kärntens, heute ist darin eine Schule untergebracht;
* gotische Stadtpfarrkirche (14. - 15. Jahrhundert) mit Hochaltar von 1722;
* gotischer Rundkarner (1370) mit Wandmalereien;
* Stadtmuseum im Torturm; Kalvarienbergkapelle (1629 gestiftet);
* Stadtplatz mit Häusern des 16. - 18. Jahrhunderts;
* Pranger (1576)
==Ausflugsziele==
* [[Maltatal-Panoramastraße]]
* [[Nockalm-Panoramastraße]]
==Salzburgbezüge==
==== Lodron ====
Der ältere Sohn von [[Christoph Graf Lodron]], der seinerseits ein Bruder vom Erzbischof [[Paris Graf Lodron]] war, hatte hier in Gmünd das Zentrum seiner Herrschaft. Paris Graf Lodron erhielt am [[13. Mai]] [[1649]] die Herrschaft über Gmünd.
==== Porsche ====
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] lagerte [[Ferdinand Porsche]] einen Teil seiner Produktion nach Gmünd aus. Als [[1948]] Ferdinand Porsche nach 22 Monaten Internierung in Frankreich (die unter mysteriösen Umständen eingefädelt wurde) mit seinem Sohn [[Ferry Porsche|Ferry]] in Gmünd den ersten ''Porsche'' fertigte, war die Geburtsstunde des Sportwagens.
Am [[15. Juni]] 1948 ließ Porsche den Wagen mit der Konstruktionsnummer 356 beim Amt der Kärntner Landesregierung mit dem Kennzeichen K-45.286 zulassen. Dieser erste Porsche war mit einem 1,1-Liter-Mittelmotor ausgestattet, der es auf 35 PS brachte.
Als Teststrecken wurden die [[Katschberg]]straße, der [[Radstädter Tauern]]pass, die Turrach und die [[Großglockner Hochalpenstraße]] verwendet.
Die Nummer 10 dieses Porsches gewann dann [[1951]] den ersten Klassensieg im ''24 Stunden von Le Mans''-Rennen. 52 Porsche liefen aus dem Werk Gmünd, bevor der Nachschubmangel an Teilen und die Möglichkeit, die Firma flächenmäßig auszuweiten, Porsche veranlassten, seine Firma wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland, zu verlegen, wo sie bis zum Zweiten Weltkrieg ja schon als technisches Konstruktionsbüro zu Hause gewesen war.
==Siehe auch==
* [[Porsche (Geschichte)]]
* [[Porsche]]
{{mehr}}
{{Geografie Höhenangabe}}
==Weblinks==
{{homepage|http://www.stadt-gmuend.at}}
==Quelle==
* [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.g/g503856.htm aeiou Österreich]
[[Kategorie:Ort]]
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Kärnten]]
[[Kategorie:Grenzregion]]