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| − | [[Bild:Hohlwegwirt 02.jpg|thumb|250px|[[Ernst Kronreif II.]] vom [[Gasthof Hohlwegwirt]]: rechts das Schwarzweißbild: linke Person: [[Hans Trunkenpolz]], rechte Person: Ernst Kronreif, Vater, beide haben [[KTM]] gegründet]]'''Ernst Kronreif I.''' (* [[13. Dezember]] [[1920]] in [[Salzburg]], † [[24. Mai]] [[1960]] in [[Grödig]]) war der Gründer und Mitbesitzer von [[KTM]] (Kronreif-Trunkenpolz-Mattighofen Motorenbau). | + | [[Bild:Hohlwegwirt 02.jpg|thumb|250px|[[Ernst Kronreif II.]] vom [[Gasthof Hohlwegwirt]]: rechts das Schwarzweißbild: linke Person: [[Hans Trunkenpolz]], rechte Person: Ernst Kronreif, Vater, beide haben [[KTM]] gegründet]]'''Ernst Kronreif I.''' (* [[13. Dezember]] [[1920]] in [[Salzburg]], † [[24. Mai]] [[1960]] in [[Grödig]]) war der Gründer und Mitbesitzer von [[KTM]] ('''K'''ronreif '''T'''runkenpolz '''M'''attighofen Motorenbau). |
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| | Er wohnte im [[Gasthof Hohlwegwirt]] in [[Hallein]]-[[Taxach]] und ist am Friedhof in [[Niederalm]], Gemeinde [[Anif]], begraben. | | Er wohnte im [[Gasthof Hohlwegwirt]] in [[Hallein]]-[[Taxach]] und ist am Friedhof in [[Niederalm]], Gemeinde [[Anif]], begraben. |
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| | Aus seiner Leidenschaft für Motorsport ergab sich auch seine eigentliche Berufung und Bestimmung. Die Mitbegründung der [[KTM]] Werke. | | Aus seiner Leidenschaft für Motorsport ergab sich auch seine eigentliche Berufung und Bestimmung. Die Mitbegründung der [[KTM]] Werke. |
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| − | "Rutsch rüber" sagte [[Ernst Kussin]] zu dem auf einem Tisch in der Wartehalle des [[Salzburger Hauptbahnhof]] liegenden Ernst Kronreif I. seinerzeit nach dem Krieg. Dieser wartete auf das einzige Verkehrsmittel, das in die Nähe von Hallein-Taxach fuhr, die [[Rote Elektrische]]. Ernst Kussin, der ebenfalls in Hallein wohnte, kannte einen gewissen "Moser" von der Mattighofen, der mit [[Hans Trunkenpolz]] in Mattighofen die Firma "Moser Co" hatte. Aufgrund der kriegsbedingten, politischen Nachwehen konnte Trunkenpolz nicht seinen früheren Firmennamen "KTM" führen, sondern war der Kompagnon (Co) von Moser. | + | "Rutsch rüber" sagte [[Ernst Kussin]] zu dem auf einem Tisch in der Wartehalle des [[Salzburger Hauptbahnhof]] liegenden Ernst Kronreif I. seinerzeit nach dem Krieg. Dieser wartete auf das einzige Verkehrsmittel, das in die Nähe von Hallein-Taxach fuhr, die [[Rote Elektrische]]. Ernst Kussin, der ebenfalls in Hallein wohnte, kannte einen gewissen "Moser" von der [[Mattighofen]], der mit [[Hans Trunkenpolz]] in Mattighofen die Firma "Moser Co" hatte. Aufgrund der kriegsbedingten, politischen Nachwehen konnte Trunkenpolz nicht seinen früheren Firmennamen "KTM" führen, sondern war der Kompagnon von Moser. |
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| − | Ernst Kronreif wohnte bei seiner Tante beim Hohlwegwirt in Taxach und bastelte gerade an seinem Monoposto-Rennwagen "Salmson". Trunkenpolz wollte Motorräder bauen, hatte aber kein Geld. Kronreif hatte Ideen und - seine Tante - das nötige Geld. So kam es dann [[1954]] zur Gründung der Firma „KTM“ - "KTM-Motorfahrzeugbau KG, Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen ". Vorher bedeutete KTM "Kraftfahrzeuge, Trunkenpolz, Mattighofen". | + | Ernst Kronreif wohnte bei seiner Tante beim Hohlwegwirt in Taxach und bastelte gerade an seinem Monoposto-Rennwagen "Salmson". Trunkenpolz wollte Motorräder bauen, hatte aber kein Geld. Kronreif hatte Ideen und - seine Tante - das nötige Geld. So kam es dann [[1953]] zur Gründung der Firma „KTM“ - "KTM-Motorfahrzeugbau KG, Kronreif & Trunkenpolz Mattighofen ". Vorher bedeutete KTM "Kraftfahrzeuge, Trunkenpolz, Mattighofen". |
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| − | Der Gesellschaftsvertrag mit seinem Partner Hans Trunkenpolz wurde im April [[1954]] geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt stand neben der Familie die Entwicklungsarbeit, der Vertrieb und das Renngeschäft für KTM im Zentrum seines Interesses. | + | Der Gesellschaftsvertrag mit seinem Partner Hans Trunkenpolz wurde im April [[1954]] geschlossen. Allerdings gab es bereits 1953 einen Gesellschaftsvertrag und der im April 1954 beinhaltete nur Änderungen. Ab diesem Zeitpunkt stand neben der Familie die Entwicklungsarbeit, der Vertrieb und das Renngeschäft für KTM im Zentrum seines Interesses. |
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| | Zu den herausragenden Leistungen des KTM Teams der ersten Stunde gehörte unter anderem die Nonstop-Fahrt Paris - Wien der 125 cm² KTM Maschinen am [[30. September]] 1954. Für die Strecke von 1278 km benötigten die drei Fahrer Hans Trunkenpolz, [[Albert Brenter]] und [[Paul Schwarz]] 18,16 Stunden reine Fahrzeit, was immerhin einen Schnitt von beinahe 70 km/h bedeutete. Die gesamte Fahrzeit inkl. Pausen betrug 21:41 Stunden und somit war das Team von KTM mit dem "Motorrad" schneller als damals der "Arlberg-Express-Zug" auf selber Strecke! Eine der Begleitfahrzeugfahrer war weiblich, nämlich die Tante Lola vom Hohlwegwirt. | | Zu den herausragenden Leistungen des KTM Teams der ersten Stunde gehörte unter anderem die Nonstop-Fahrt Paris - Wien der 125 cm² KTM Maschinen am [[30. September]] 1954. Für die Strecke von 1278 km benötigten die drei Fahrer Hans Trunkenpolz, [[Albert Brenter]] und [[Paul Schwarz]] 18,16 Stunden reine Fahrzeit, was immerhin einen Schnitt von beinahe 70 km/h bedeutete. Die gesamte Fahrzeit inkl. Pausen betrug 21:41 Stunden und somit war das Team von KTM mit dem "Motorrad" schneller als damals der "Arlberg-Express-Zug" auf selber Strecke! Eine der Begleitfahrzeugfahrer war weiblich, nämlich die Tante Lola vom Hohlwegwirt. |