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Ein '''Erdbeben''' am [[16. November]] [[1911]] war in Süddeutschland, großen Teilen [[Österreich]]s, [[Frankreich]]s und der [[Schweiz]] spürbar.
== Das Beben ==
Prof. [[Eberhard Fugger]] berichtete in der Ausgabe des [[Salzburger Volksblatt]]es am 10. Dezember 1911 ausführlich über Beobachtungen des [[Erdbeben]]s in [[Stadt Salzburg|Stadt]] und [[Land Salzburg]].
Die Zeit des Erdbebens wurde ziemlich übereinstimmend mit etwa 22:30 Uhr angegeben. Hingegen schwankten die Angaben der Dauer zwischen vier und 30 Sekunden.
== Auswirkungen ==
Fast allgemein wurde eine wellenförmige oder schaukelnde Bewegung des Bodens, der Betten oder anderer Gegenstände beobachtet sowie das Schwingen von Hängelampen, Bildern und dergleichen. Zahlreiche Uhren blieben stehen und hinterließen dadurch die Zeitangabe des Bebens.
Hochinteressant empfand Prof. Fugger die subjektiven Empfindungen der Personen, die das Erdbeben beobachteten. Im Parterre wurde es nur von wenigen Menschen verspürt.
=== Stadt Salzburg ===
Überall, wo sich Schotterboden befand, konnte man das Erdbeben in der Stadt Salzburg wahrnehmen. Hingegen in auf felsigem Untergrund errichteten Gebäuden wurde es nicht wahrgenommen. Zumindest teilten ihm Bewohner der [[Steingasse]] und [[Arenbergstraße]] sowie vom [[Mönchsberg]] dies mit.
Aus der [[Elisabeth-Vorstadt]] wurde vom Bahnhof der [[Salzkammergut-Lokalbahn]] gemeldet, dass das Pendel der dortigen größeren Uhr die Schwingungsrichtung veränderte.
In einem Haus an der [[Auerspergstraße]] saß ein Fräulein an einem Tisch und las in einem Buch. Da schien es ihr als rüttle ein heftiger Sturmwind am Fenster. Während dieser Beobachtung las das Fräulein noch weitere zweieinhalb Seiten im Buch (''im Oktavformat'' merkte Fugger an), als plötzlich das ganze Zimmer und das Fräulein selbst mit ihm zu schwanken begann.
Im [[Hotel Habsburg]] an der [[Hubert-Sattler-Gasse]] schwankte ein schwerer Eichentisch ''auf und ab'' (Fugger).
In der [[Griesgasse]] wurde das Beben sogar sehr stark wahrgenommen. Hingegen vom Mönchsberg, sowohl auf der Höhe des [[Johannes-Schlössl]]s als auch am Südabhang bei der [[Villa Warsberg]] erhielt Fugger nur negative Auskünfte, also keine Wahrnehmungen.
=== Land Salzburg ===
Sowohl in [[Oberndorf]] als auch in [[Lamprechtshausen]] und [[Straßwalchen]] verspürten nur wenige Menschen das Beben. In [[Neumarkt]] am [[Wallersee]] glaubte man, das Beben nur eine Sekunde wahrgenommen zu haben. In [[Hallwang]] wurde es überhaupt nicht bemerkt, ebenso wenig in [[St. Gilgen]].
Aus [[St. Wolfgang]], [[Bad Ischl]] und [[Hallstatt]] kamen jedoch Wahrnehmungsmeldungen. Fugger fährt in seinem Bericht fort mit der Aufzählung vieler Landgemeinden, die abwechselnd berichtet.
== Quelle ==
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19111210&seite=17&zoom=33&query=%22Villa%2BWarsberg%22&ref=anno-search ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 10. Dezember 1911, Seite 18f
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[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Sonstiges]]
[[Kategorie:Ereignis]]
[[Kategorie:Katastrophe]]