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'''Friedrich V. Graf von Schaunberg''' († [[4. Oktober]] [[1494]] in [[Salzburg]]) war ein seines Amtes unwürdiger Salzburger [[Fürsterzbischof]] im späten [[15. Jahrhundert]].
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'''Friedrich V. Graf von Schaunberg''' († [[4. Oktober]] [[1494]] in [[Salzburg]]) war ein seines Amtes unwürdiger Salzburger [[Fürsterzbischof]] im späten [[15. Jahrhundert]].
    
== Herkunft und Jugend ==
 
== Herkunft und Jugend ==
 
Friedrich entstammte dem letzten damals noch bestehenden edelfreien altösterreichischen Adelsgeschlecht. Es benannte sich nach der damaligen Burg und heutigen Burgruine Schaunberg bei Eferding in [[Oberösterreich]]. Trotz des abgeschlossenen Studiums war Friedrich ein ausgesprochen roher und sehr ungebildeter Mann, der weder diplomatisches Geschick zeigte, noch imstande war, die Messe zu lesen, Weihehandlungen vorzunehmen oder Priester zu weihen. Auch beherrschte er nicht einmal die Grundsätze der lateinischen Elementargrammatik.
 
Friedrich entstammte dem letzten damals noch bestehenden edelfreien altösterreichischen Adelsgeschlecht. Es benannte sich nach der damaligen Burg und heutigen Burgruine Schaunberg bei Eferding in [[Oberösterreich]]. Trotz des abgeschlossenen Studiums war Friedrich ein ausgesprochen roher und sehr ungebildeter Mann, der weder diplomatisches Geschick zeigte, noch imstande war, die Messe zu lesen, Weihehandlungen vorzunehmen oder Priester zu weihen. Auch beherrschte er nicht einmal die Grundsätze der lateinischen Elementargrammatik.
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Von [[1460]] bis [[1489]] war er [[Domherr]] und Stadtpfleger in Salzburg. [[1480]] wurde er Rat des Herzog Georgs des Reichen von Bayern-Landshut. [[1489]] bis 1494 Fürsterzbischof von Salzburg. Er wurde am [[2. Mai]] 1490 durch [[Georg Altdorfer]], [[Bischof von Chiemsee]] geweiht.
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Von [[1460]] bis [[1489]] war er [[Domherr]] und Stadtpfleger in Salzburg. [[1480]] wurde er Rat des Herzog Georgs des Reichen von Bayern-Landshut. [[1489]] bis 1494 Fürsterzbischof von Salzburg. Er wurde am [[2. Mai]] 1490 durch [[Georg Altdorfer]], [[Bischof von Chiemsee]], geweiht.
    
== Friedrich V. als Fürsterzbischof ==
 
== Friedrich V. als Fürsterzbischof ==
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Die Wahl des Grafen von Schaunberg zum Erzbischof durch das [[Domkapitel]] war vielleicht durch einen angeblichen Geheimvertrag mit Kaiser [[Friedrich III.]] (* 1415; † 1493), der auch Taufpate von Friedrich war, vorbelastet. Der Kaiser hatte Graf Schaunberg zwar die fürstlichen Rechte nach der Wahl bestätigt, aber die Regalien bewusst verweigert und war von Anbeginn sehr kritisch und distanziert. Es wurden von Friedrich von Schaunberg allgemein besondere Fähigkeiten erwartet, das von Kriegen und Krisen gezeichnete Land in Bedächtigkeit sicher zu lenken.
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Die Wahl des Grafen von Schaunberg zum Erzbischof durch das [[Domkapitel]] war vielleicht durch einen angeblichen Geheimvertrag mit Kaiser Friedrich III. (* 1415; † 1493), der auch Taufpate von Friedrich war, vorbelastet. Der Kaiser hatte Graf Schaunberg zwar die fürstlichen Rechte nach der Wahl bestätigt, aber die Regalien bewusst verweigert und war von Anbeginn sehr kritisch und distanziert. Es wurden von Friedrich von Schaunberg allgemein besondere Fähigkeiten erwartet, das von Kriegen und Krisen gezeichnete Land in Bedächtigkeit sicher zu lenken.  
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Die Wahl von Friedrich zum Fürsterzbischof erwies sich als Tiefpunkt der Geschichte des [[Fürsterzbistum]]s. Der Kaiser demütigte Friedrich, indem er, dies erkennend, tief enttäuscht vor versammeltem [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] über Friedrich sagte: "''Dieser ist so ein Bischof wie ein Schwein ein Briefträger.''"
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Die Wahl von Friedrich zum Fürsterzbischof erwies sich als Tiefpunkt der Geschichte des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]]. Der Kaiser demütigte Friedrich, indem er, dies erkennend, tief enttäuscht vor versammeltem [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] über Friedrich sagte: "''Dieser ist so ein Bischof wie ein Schwein ein Briefträger.''"
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Er war dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan und benutzte häufig den von [[Bernhard von Rohr]] gebauten geheimen Gang ins [[Domkloster]] zu seinen Konkubinen. Eine dieser ehebrecherischen Mätressen führte dabei – sich selbst bereichernd – wesentlich die Staatsgeschäfte mit, indem sie regelmäßig Ämter und Lehen verlieh.  
 
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Er war dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan und benutzte häufig den von [[Bernhard von Rohr]] gebauten geheimen Gang zu seinen Konkubinen. Eine dieser ehebrecherischen Mätressen führte dabei – sich selbst bereichernd – wesentlich die Staatsgeschäfte mit, indem sie regelmäßig Ämter und Lehen verlieh.  
      
Der fürsterzbischöfliche Hof wurde "''unter diesem Weibe zu einem Zufluchtsort für Räuber, Diebe und anders Gesindel, die – ihr Geschenke reichend – frei und ungestraft ihr Unwesen treiben konnten''" (Dopsch, Band I/1, S. 564). Ein Jahr nach Kaiser Friedrich III. verschied am 4. Oktober 1494 dieser sicher unfähigste Erzbischof des [[Fürsterzbistum]]s Salzburg.
 
Der fürsterzbischöfliche Hof wurde "''unter diesem Weibe zu einem Zufluchtsort für Räuber, Diebe und anders Gesindel, die – ihr Geschenke reichend – frei und ungestraft ihr Unwesen treiben konnten''" (Dopsch, Band I/1, S. 564). Ein Jahr nach Kaiser Friedrich III. verschied am 4. Oktober 1494 dieser sicher unfähigste Erzbischof des [[Fürsterzbistum]]s Salzburg.
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{{SORTIERUNG: Schaunberg, Friedrich V. Graf von }}  
 
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