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Das Kaindlwerk hat dazu beigetragen, dass [[Annaberg-Lungötz|Lungötz]] im [[Tennengau]] ein eigener Ort wurde.

==Geschichte==
Matthias und Maria Kaindl erwarben [[1926]] die Lungötzsäge in der Gemeinde Annaberg. Diese wurde schon [[1602]] in einem [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke|Urbar]] des [[Erzstift St. Peter|Klosters St. Peter]] als Säge, Schmiede und Getreidemühle genannt.
Kaindl erwarb auch noch das Tischlerhäusl, eine Tischlerwerkstätte mit angeschlossenem Elektrizitätswerk. Dieses kleine Werk wurde von Kaindl um ein Lichtstromwerk am Karbach und ein Kraftstromwerk an der [[Lammer]] erweitert. Somit wurden über 300 Glühbirnen in Lungötz von Kaindl mit Strom versorgt. Ein Jahr später konnte die Stromversorgung durch den Erwerb einer Dampfmaschine noch verstärkt werden.

Zunächst wurde mit einem Pferdezug gearbeitet. [[1929]] stellte man den Fuhrwerksbetrieb auf einen Lastwagen um.
Die allgemeine Wirtschaftskrise traf mit dem Sturz der Holzpreise nach [[1930]] auch die Sägeindustrie schwer. Kaindl konnte aber seinen Betrieb auch in dieser schweren Zeit über Wasser halten und beschäftigte trotz Notzeit 25 Arbeiter.

[[1932]] fiel das Sägewerk einem Brand zum Opfer. Der Betrieb konnte aber nach einem Jahr wieder aufgenommen werden. Das Sägewerk erhielt eine neue Vollgattersäge.

Der Anschluss an Deutschland im Jahre [[1938]] setzte der Holzkrise ein Ende. Für den zivilen und militärischen Aufbau wurde viel Holz benötigt.

[[1941]] wurde das Sägewerk durch einen Fertigungsbetrieb für Türen erweitert. Diese Türen fanden vor allem Verwendung im Barackenbau und später bei der Behebung von Bombenschäden. 40 jugoslawische Kriegsgefangene wurden Kaindel als Arbeiter zugeteilt.
Nach Kriegsende stieg man auf Paneelplattenfertigung um. Im Jahre [[1953]] baute Kaindl in [[Hüttau]] ein weiteres Sägewerk. Sechs Jahre später wurde mit dem Bau des Spanplattenwerkes in [[Salzburg]]-[[Kleßheim]] begonnen.

[[1965]] wurde das alte Sägewerk in Lungötz abgerissen und neu errichtet. Die moderne Anlage ermöglichte die Paneelplattenerzeugung per Fließband und die Erzeugung von Edelfurnieren in klimatisierten Räumen.

[[1967]] kam es zur Errichtung eines Spanplattenwerkes im Raum Luzern in der Schweiz. Ein weiteres Werk entstand in den Siebzigerjahren in Chirk, Nordwales, in Großbritannien.
Aufgrund des Umweltschutzes geriet das Salzburger Werk zunehmend in Schwierigkeiten. Man sah aber von einem Neubau ab und erwarb stattdessen ein Werk in Sandebeck in Nordrhein-Westfalen in Deutschland, einem Ballungsraum des größten, europäischen Industriegebietes.

Durch diese große Expansion fiel das Stammwerk in Lungötz immer mehr in eine Nebenrolle. Die veraltete Anlage und die ungünstige Verkehrslage brachte die Gefahr der Schließung des Betriebes. So mussten 150 Arbeitskräfte aus der Region um ihren Arbeitsplatz bangen. Letztendlich entschloss sich die Firmenleitung aber dann doch mit einer größeren Investition den Betrieb im Lammertal zu erhalten und in Zusammenarbeit mit dem Salzburger-Werk Kronospanprodukte in Lungötz zu erzeugen.

Heute zählt Kaindl zu den weltweit führenden Herstellern von Holz- und Laminatfußböden.


==Quelle==
* Chronik der Gemeinde Annaberg-Lungötz

==Weblinks==
* [http://www.kaindl.com/?&lang=de Homepage der Fima Kaindl Salzburg]

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