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[[Datei:Schloss Fischhorn vor Zeller See.jpg|thumb|Rechts im Bild Schloss Fischhorn vor [[Naturschutzgebiet Zeller See]] und dem noch zugefrorenen [[Zeller See]]. Im Bildhintergrund das [[Steinernes Meer|Steinerne Meer]]]]]]
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[[Datei:Schloss Fischhorn vor Zeller See.jpg|thumb|Rechts im Bild Schloss Fischhorn vor [[Naturschutzgebiet Zeller See]] und dem noch zugefrorenen [[Zeller See]]. Im Bildhintergrund das [[Steinerne Meer]]]]
 
Es gab mehrere '''KZ-Nebenlager im Pinzgau'''.
 
Es gab mehrere '''KZ-Nebenlager im Pinzgau'''.
    
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Konzentrationsstammlager wie Dachau und Mauthausen führten im NS-Reichsgebiet zahlreiche Nebenlager. Im [[Pinzgau]], dem damaligen Landkreis [[Zell am See]], existierten ein Nebenlager von Mauthausen und zwei von Dachau. Gründung und Auflösung dieser drei Nebenlager sind nicht genau eruierbar. Die Existenz dieser Nebenlager wird weitgehend verdrängt.
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Konzentrationsstammlager wie Dachau und Mauthausen führten im NS-Reichsgebiet zahlreiche Nebenlager. Im [[Pinzgau]], dem damaligen Landkreis [[Zell am See]], existierten ein Nebenlager von Mauthausen und zwei von Dachau. Gründung und Auflösung dieser drei Nebenlager sind nicht genau eruierbar. Die Existenz dieser Nebenlager wurde lange Zeit weitgehend verdrängt.
    
==KZ-Nebenlager Schloss Mittersill==
 
==KZ-Nebenlager Schloss Mittersill==
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Im [[1938]] arisierten [[Schloss Mittersill]] wurde im Jahr [[1943]] unter der Patronanz der SS das Sven-Hedin-Forschungszentrum für Innerasienforschung, mit Schwerpunkt Tibet,  errichtet und betrieben. Unter der Leitung von SS-Hauptsturmführer Dr. Ernst Schäfer, ein Schüler Sven Hedins, waren etwa 20 Wissenschaftler tätig, unter ihnen der Botaniker Dr. Volkmar Vareschi aus Innsbruck und der Anthropologe Dr. Trojan. Nach Augenzeugenberichten sollen im Rahmen dieses Projektes zahlreiche wertvolle Gegenstände aus Tibet vor Ort gewsesen sein - wohl NS-Beutegut -, die nach Kriegsende spurlos verschwanden. Für Reinigungs- und für allgemeine Arbeiten wurden 15 weibliche Häftlinge aus dem KZ-Mauthausen eingesetzt. Die Unterbringung der Häftlinge soll vergleichsweise human gewesen sein. Die Auflösung des Lagers erfolgte am [[8. Mai]] [[1945]].
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Im [[1938]] arisierten [[Schloss Mittersill]] wurde im Jahr [[1943]] unter der Patronanz der SS das Sven-Hedin-Forschungszentrum für Innerasienforschung, mit Schwerpunkt Tibet,  errichtet und betrieben. Unter der Leitung von SS-Hauptsturmführer Dr. Ernst Schäfer, ein Schüler Sven Hedins, waren etwa 20 Wissenschaftler tätig, unter ihnen der Botaniker Dr. Volkmar Vareschi aus Innsbruck und der Anthropologe Dr. Rudolf Trojan. Nach Augenzeugenberichten sollen im Rahmen dieses Projektes zahlreiche wertvolle Gegenstände aus Tibet vor Ort gewesen sein - wohl NS-Beutegut -, die nach Kriegsende spurlos verschwanden. Für Reinigungs- und für allgemeine Arbeiten wurden 15 weibliche Häftlinge aus dem KZ-Mauthausen eingesetzt. Die Unterbringung der Häftlinge soll vergleichsweise human gewesen sein. Die Auflösung des Lagers erfolgte am [[8. Mai]] [[1945]].
    
==KZ-Nebenlager Schloss Fischhorn in Bruck an der Großglocknerstraße==
 
==KZ-Nebenlager Schloss Fischhorn in Bruck an der Großglocknerstraße==
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:''Hauptartikel: [[KZ-Nebenlager Uttendorf-Weißsee]]''
 
:''Hauptartikel: [[KZ-Nebenlager Uttendorf-Weißsee]]''
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Während des Kraftwerkbaues in der NS-Zeit kamen am [[Weißsee]] zumindest zwischen dem [[26. August]] [[1944]] (erste Erwähnung) und dem [[3. Dezember]] [[1944]] (Schließung des Lagers) zahlreiche KZ-Häftlinge zum Einsatz. Das im Besitz der Deutschen Reichsbahn befindliche Lager [[Uttendorf]]-Weißsee war ein eigenständiges Nebenlager des Stammlagers Dachau. Die durchschnittliche Belagszahl wird mit 450 Mann angegeben. Die Häftlinge verfügten auf dieser Hochgebirgsbaustelle mit Meter hohen [[Schnee]]lagen nur über die „dünne Kluft“ wie in Dachau (Peter Fritz). Die meisten hatten - ebenfalls laut Peter Fritz, ehemaliger Dachauer KZ-Häftling, eingesetzt im Nebenlager Uttendorf-Weißsee -  „sog. Fluchtpunkte aus rotem Stoff an besonders prägnanten Körperstellen – etwa Brust und Rücken – aufgenäht. Zielscheiben auch für die schlechteren Schützen unter den SS-Schergen.Die Lebensbedingungen waren entsprechend und es ist von einer unbekannten Anzahl von Opfern, bedingt durch unzureichende Ernährung, Kleidung, Unterbringung, Unfälle und entsprechender Behandlung durch das Wachpersonal auszugehen.  
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Während des Kraftwerkbaues in der NS-Zeit kamen am [[Weißsee]] zumindest zwischen dem [[26. August]] [[1944]] (erste Erwähnung) und dem [[3. Dezember]] [[1944]] (Schließung des Lagers) zahlreiche KZ-Häftlinge zum Einsatz. Das im Besitz der Deutschen Reichsbahn befindliche Lager [[Uttendorf]]-Weißsee war ein eigenständiges Nebenlager des Stammlagers Dachau. Die durchschnittliche Belagszahl wird mit 450 Mann angegeben. Die Häftlinge verfügten auf dieser Hochgebirgsbaustelle mit Meter hohen [[Schnee]]lagen nur über die "dünne Kluft" wie in Dachau (Peter Fritz). Die meisten hatten - ebenfalls laut Peter Fritz, ehemaliger Dachauer KZ-Häftling, eingesetzt im Nebenlager Uttendorf-Weißsee -  "sog. Fluchtpunkte aus rotem Stoff an besonders prägnanten Körperstellen – etwa Brust und Rücken – aufgenäht. Zielscheiben auch für die schlechteren Schützen unter den SS-Schergen." Die Lebensbedingungen waren entsprechend und es ist von einer unbekannten Anzahl von Opfern, bedingt durch unzureichende Ernährung, Kleidung, Unterbringung, Unfälle und entsprechender Behandlung durch das Wachpersonal auszugehen.  
    
==Quellen==
 
==Quellen==
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* Mittersill in Geschichte und Gegenwart, HG. Marktgemeinde Mittersill, 1985
 
* Mittersill in Geschichte und Gegenwart, HG. Marktgemeinde Mittersill, 1985
 
* Brucker Heimatbuch, Maximilian Effenberger, Hg. Gemeinde Bruck a.d. Glocknerstraße
 
* Brucker Heimatbuch, Maximilian Effenberger, Hg. Gemeinde Bruck a.d. Glocknerstraße
* [[Matgarete Nyvelt|Nyvelt, Grete]]: ''Kaprun einst und jetzt''. Gemeinde Kaprun 1960, S. 97.
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* [[Margarethe Nyvelt|Nyvelt, Grete]]: ''Kaprun einst und jetzt''. Gemeinde Kaprun 1960, S. 97.
 
* Pfarrchronik Kaprun
 
* Pfarrchronik Kaprun
 
* [[Josef Lahnsteiner]] ''Oberpinzgau von Krimml bis Kaprun. Eine Sammlung geschichtlicher, kunsthistorischer und heimatkundlicher Notizen für die Freunde der Heimat.'', Hollersbach, Salzburg, Selbstverlag 1956
 
* [[Josef Lahnsteiner]] ''Oberpinzgau von Krimml bis Kaprun. Eine Sammlung geschichtlicher, kunsthistorischer und heimatkundlicher Notizen für die Freunde der Heimat.'', Hollersbach, Salzburg, Selbstverlag 1956
 
* Stationen meines Lebens, Heinrich Fritz, Globus Verlag, Wien 1990
 
* Stationen meines Lebens, Heinrich Fritz, Globus Verlag, Wien 1990
 
* Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934 - 1945, Eine Dokumentation, Hg. Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes. Österr. Bundesverlag, Wien, [[Verlag Anton Pustet|Universitätsverlag Anton Pustet]], Salzburg 1991
 
* Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934 - 1945, Eine Dokumentation, Hg. Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes. Österr. Bundesverlag, Wien, [[Verlag Anton Pustet|Universitätsverlag Anton Pustet]], Salzburg 1991
* Pöllinger Briefe 45/95, „Mauthausen und Dachau im Salzburger Pinzgau“, [[Christina Nöbauer]]
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* Pöllinger Briefe 45/95, "Mauthausen und Dachau im Salzburger Pinzgau", [[Christina Nöbauer]]
* „Arbeiter für den Endsieg – Zwangsarbeit zwischen 1938-1945“,  Slupetzky Nicole, Artikel im Internet
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* "Arbeiter für den Endsieg – Zwangsarbeit zwischen 1938-1945",  Slupetzky Nicole, Artikel im Internet
 
* Alois Nußbaumer, "Fremdarbeiter" im Pinzgau, Zwangsarbeit - Lebensgeschichten, Edition Tandem, Salzburg 2011
 
* Alois Nußbaumer, "Fremdarbeiter" im Pinzgau, Zwangsarbeit - Lebensgeschichten, Edition Tandem, Salzburg 2011
  

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