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| | [[Datei:Hintersee, Dorflinde 134.jpg|thumb|Dorflinde von Hintersee]] | | [[Datei:Hintersee, Dorflinde 134.jpg|thumb|Dorflinde von Hintersee]] |
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| − | '''Hintersee''' ist eine Gemeinde im Südosten des [[Flachgau]]s und ist eine der kleinsten Gemeinden [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]]. | + | '''Hintersee''' ist eine Gemeinde im Südosten des [[Flachgau]]s und ist eine der kleinsten Gemeinden [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]]. |
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
| | === Geografische Lage === | | === Geografische Lage === |
| | <!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc --> | | <!-- z. B. Landschaften, Berge, Flüsse etc --> |
| − | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]], der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m, die höchste Erhebung ist das [[Gennerhorn]] mit 1.735 m. Hausberg ist der 1.249 [[M ü. A.|m.ü.A.]] hohe [[Feichtenstein]], der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. Das Hinterseer Gebiet wird über die [[Taugl (Hintersee)|Taugl]] entwässert. die mehrere Zuflüsse hat, wie beispielsweise den [[Lämmerbach (Bach)|Lämmerbach]], [[Schafbach]] oder [[Ladenbach]]. | + | Der Ortskern liegt auf einer Seehöhe von 746 [[m ü. A.]], der niedrigste Punkt ist am Ufer des [[Hintersee (See)|Hintersees]] auf 688 m, die höchste Erhebung ist das [[Gennerhorn]] mit 1.735 m. Hausberg ist der 1.249 [[M ü. A.|m.ü.A.]] hohe [[Feichtenstein]], der mit seiner mächtigen Felswand weithin zu sehen ist. Das Hinterseer Gebiet wird über die [[Taugl (Hintersee)|Taugl]] entwässert. die mehrere Zuflüsse hat, wie beispielsweise den [[Lämmerbach (Bach)|Lämmerbach]], [[Schafbach]] oder [[Ladenbach]]. |
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| | === Ausdehnung des Gemeindegebiets === | | === Ausdehnung des Gemeindegebiets === |
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| | === Ortsgliederung === | | === Ortsgliederung === |
| − | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] (?) Bärnau(?), Reit und Unterzagl. | + | Hintersee teilt sich seit [[1920]] in zwei Katastralgemeinden: [[Lämmerbach]] und Hintersee. Weiter Ortsteile sind [[Oberasch]], Leiten, [[Mühlviertel]] (?) Bärnau(?), Reit und Unterzagl. |
| | <!-- === Eingemeindungen === --> | | <!-- === Eingemeindungen === --> |
| | === Nachbargemeinden === | | === Nachbargemeinden === |
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| | == Geschichte ==</noinclude> | | == Geschichte ==</noinclude> |
| | === Erste urkundliche Erwähnung === | | === Erste urkundliche Erwähnung === |
| − | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Herzog]] [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. | + | Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr [[700]]. Damals gehörte das Gebiet um Hintersee zu [[Bayern]], als [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Herzog]] [[Theodebert]] von Bayern die Gegend zwischen [[Gaisberg]] und [[Abersee (Ort)|Abersee]] mit [[Thalgau]] und [[Elsenwang]] dem Salzburger Kirchenbesitz als Jagdrevier schenkte. Die Landschaft glich einem riesigen Urwald in der alle europäischen Raubtiere wie z. B. Bären und Wölfe vorkamen. |
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| − | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rodung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau, sondern auch aus Richtung [[Abtenau]]. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. | + | Es bedurfte langer Zeit bis dieses große Waldgebiet erschlossen wurde. Laut Überlieferung begann die Rodung von Thalgau aus, die Besiedelung erfolgte nicht nur von Thalgau, sondern auch aus Richtung [[Abtenau]]. Erst im [[12. Jahrhundert]] stieß die Besiedelung nach Hintersee vor. Bis dahin hatten ausschließlich Jäger das Gebiet durchstreift. |
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| | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] am [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde, das von Holzfällern geschlägert werden musste. Die dadurch frei werdenden Flächen zogen immer mehr Menschen aus den verschiedensten Gegenden an. | | Warum es aber plötzlich zu so einer raschen Besiedelung kam ist nicht genau geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache dafür ist der [[Salzbergbau]] am [[Dürrnberg]] bei [[Hallein]], für den sehr viel Sudholz gebraucht wurde, das von Holzfällern geschlägert werden musste. Die dadurch frei werdenden Flächen zogen immer mehr Menschen aus den verschiedensten Gegenden an. |
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| | === Steuerbuch von 1336 === | | === Steuerbuch von 1336 === |
| − | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu jener Zeit waren die Grundherren die [[Herren von Thurn]] ([[St. Jakob am Thurn]]. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, so viel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach ([[Lämmerbach]]), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am [[Schmittenstein]]. Letztere bestand schon zur [[Römer]]zeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde St. Koloman. | + | Wichtige Informationen kann man aus dem Steuerbuch von [[1336]] beziehen. Zu jener Zeit waren die Grundherren die [[Herren von Thurn]] ([[St. Jakob am Thurn]]. Zu ihrem Rügat (Unterteilung des Pflegebezirks, so viel wie heute eine Gemeinde) zählten Lemperbach ([[Lämmerbach]]), Oberasch, Feuchten (später Feichten und noch später Hintersee) und die Gugelanalm am [[Schmittenstein]]. Letztere bestand schon zur [[Römer]]zeit und gehört heute zur südlichen Nachbargemeinde St. Koloman. |
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| − | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturalienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. | + | Das Kirchenzehentbuch von Thalgau aus dem Jahr [[1584]] zeigt auf, dass die Hinterseer Bauern Futter, Käse und [[Flachs]] an die Kirche in Thalgau liefern mussten. Damals teilten sich die neuen Grundherren das Gebiet. Das Leben der Bauern war sehr hart, denn neben den Steuern-, Zehent-, und Naturalienabgaben wurden sie zusätzlichen zu Kriegsdiensten, als Jagdgehilfe oder andren Arbeiten eingeteilt. |
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| − | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. | + | Ab [[1612]] waren die Hinterseer dem [[Domkapitel]] höchst persönlich unterstellt, bis das [[Erzbistum (Überblick)|Salzburger Fürsterzbistum]] [[1803]] ein Ende fand. Die Folge waren Kriege und wechselnde Regierungen. Erst [[1848]] wurden die Bauern endgültig frei. Zwei Jahre später wurden dann auch die Bezirke der Pflegegerichte in politische Bezirke umgewandelt. |
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| | === Erwerbstätigkeit === | | === Erwerbstätigkeit === |
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| | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === | | === Bauernkriege, Pestepidemien und Hungersnöte === |
| − | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] verwickelt war. Es gibt Aufzeichnungen, wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. | + | Nicht belegbar ist, ob Hintersee in [[Salzburger Bauernaufstände und Bauernkriege|Bauernkriege]] verwickelt war. Es gibt Aufzeichnungen, wonach zwar die Pflegschaft Wartenfels in den Bauernkrieg [[1526]] involviert war, es kommen aber keine Namen von Hinterseern vor. |
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| − | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. | + | Auch ob die [[Pest]]<nowiki>epidemie</nowiki> von [[1628]], die sich in ganz Faistenau ausbreitete, nach Hintersee überschwappte, ist nicht belegbar. Durch die hart und fleißig arbeitenden Bauern waren auch Hungersnöte eine Seltenheit. In den Jahren [[1740]] bis [[1744|44]] gab es aber witterungsbedingt Missernten, das Brot wurde damals aus Kleie und Sägespänen gebacken. |
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| | === Kriegs- und Notzeiten === | | === Kriegs- und Notzeiten === |
| − | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49 000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6 000, davon waren elf aus Hintersee. In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von [[Lebensmittelkarten]] zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. | + | Als [[1914]] der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] ausbrach mussten auch viele Hinterseer Männer einrücken. Die Meisten wurden in Oberitalien eingesetzt. Von den insgesamt 49 000 aus Salzburg mobilisierten Soldaten fielen 6 000, davon waren elf aus Hintersee. In den letzten beiden Kriegsjahren kam es durch die verspätete Einführung von [[Lebensmittelkarten]] zu einer Hungersnot, die aber am Land durch die Bauern nicht so groß war wie in der Stadt. |
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| − | Auch in der [[Zwischenkriegszeit]] herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besonders die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu [[Betteln|betteln]]. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40 000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. | + | Auch in der [[Zwischenkriegszeit]] herrschte große Not, vor allem in den Jahren [[1934]] bis [[1938]]. Zu spüren bekam man besonders die hohe Arbeitslosigkeit, die immer wieder viele Menschen nach Hintersee schwemmte um Arbeit zu suchen oder zu [[Betteln|betteln]]. Eine Möglichkeit Geld zu verdienen war die Tätigkeit als Holzknecht, denn Holz gab es genug. Im Februar [[1919]] riss ein Sturm 40 000 Festmeter am Boden im Bereich des Anzerbergs und Grobriedel. Zum Abtransport dieser Menge wurde eine Waldbahn gebaut, die noch einige Jahrzehnte existieren sollte. |
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| | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. | | Trotz der kargen wirtschaftlichen Lage und der hohen Preise z. B. für Lebensmittel gab es damals in Hintersee drei Krämereien. |
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| − | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und [[Tiefbrunnau]] bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Der Pilot konnte allerdings gerettet werden.<noinclude> | + | Am [[1. September]] [[1939]] begann der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] in dem 21 Hinterseer ihr Leben lassen musste, acht wurden als vermisst gemeldet. Im letzten Jahr des Krieges kamen Gefangene aus verschiedenen Ländern in das kleine Dorf. Sie wurde zur Holzarbeit eingesetzt. Die ab [[1944]] geflogenen Angriffe der Alliierten auf Salzburg brachten auch einen Luftkampf über dem Gebiet von Hintersee und [[Tiefbrunnau]] bei dem ein deutscher Jäger abstürzte. Der Pilot konnte allerdings gerettet werden.<noinclude> |
| | === Religionen === | | === Religionen === |
| | ==== Pfarrkirche zu den hll. Leonhard und Georg ==== | | ==== Pfarrkirche zu den hll. Leonhard und Georg ==== |
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| | [[Datei:Gesprengte Kette, Sinnbild am Kirchturm von Hintersee.jpg|thumb|[[Votiv]] gesprengte Kette, da der hl. Leonhard als „Kettenlöser“, als Befreier aus Gefangenschaft verehrt wird.<ref>Wikipedia: Kettenkirche [https://de.wikipedia.org/wiki/Kettenkirche]</ref>]] | | [[Datei:Gesprengte Kette, Sinnbild am Kirchturm von Hintersee.jpg|thumb|[[Votiv]] gesprengte Kette, da der hl. Leonhard als „Kettenlöser“, als Befreier aus Gefangenschaft verehrt wird.<ref>Wikipedia: Kettenkirche [https://de.wikipedia.org/wiki/Kettenkirche]</ref>]] |
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| − | [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1785]] die sehr schlicht gehaltene und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Kirche von Hintersee erbauen. Sie wurde den ''hll. Leonhard und Georg'' gewidmet, aber erst [[1838]] geweiht. Vor 1785 gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.|Faistenau]] zum Gottesdienst, wo ab [[1622]] ein im Ort lebender Vikar weilte. Seit [[1891]] ist sie Pfarrkirche, das [[Patrozinium]] wird am [[Leonhardstag]], dem [[6. November]], begangen.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 278.</ref> | + | [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] ließ [[1785]] die sehr schlicht gehaltene und mit einem kleinen Kirchhof ausgestattete Kirche von Hintersee erbauen. Sie wurde den ''hll. Leonhard und Georg'' gewidmet, aber erst [[1838]] geweiht. Vor 1785 gingen die Hinterseer 150 Jahre lang jeden Sonntag nach [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.|Faistenau]] zum Gottesdienst, wo ab [[1622]] ein im Ort lebender Vikar weilte. Seit [[1891]] ist sie Pfarrkirche, das [[Patrozinium]] wird am [[Leonhardstag]], dem [[6. November]], begangen.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 278.</ref> |
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| | Der wohl bekannteste Vikar von Hintersee ist der Textdichter des weltbekannten Weihnachtsliedes [[Stille Nacht! Heilige Nacht!]], [[Joseph Mohr]]. Er betreute Hintersee von 1827 bis 1838, wobei ihm die Landesregierung in Linz das Vikariat Hintersee erst am [[1. Mai]] 1828 verlieh. Am [[17. Juni]] [[1828]] fand allerdings noch eine Visitation durch Erzbischof [[Augustin Johann Joseph Gruber|Augustin Gruber]] statt. Da das Vikariatshaus für den Erzbischof als ''Absteigequartier'' nicht in Frage kam, musste Mohr mit seinen Firmlingen nach [[Thalgau]] pilgern. Eb. Gruber notierte: ''Die Matrikenführung ist in Ordnung, seit sie Mohr übernommen hat''. Dann zitiert er Mohr, der zu ihm gesagt hätte, dass die Hintereseer sittlich nicht verdorben wären. Lediglich im Sommer, wenn ''viele Auswärtige auf den Alpen verweilen, die keine polizeӱliche Aufsicht erreicht'', wäre Hintersee ein ''Ort der Sünde'' (lateinisch: ''Refugium peccatorum''); außerdem wirkten sich ''Militärflüchtlinge'' sittlich negativ auf die Hinterseer aus. Um sein karges Einkommen in Hintersee zu verbessern, musste er im [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.|Vikariat Faistenau]] bei Begräbnissen aushelfen.<ref>[[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]: ''„Refugium peccatorum“ - Mohr in Hintersee''. In: ''[[Blätter der Stille Nacht Gesellschaft]]'', Folge 1, Jg. 1980, S. 5–7.</ref> | | Der wohl bekannteste Vikar von Hintersee ist der Textdichter des weltbekannten Weihnachtsliedes [[Stille Nacht! Heilige Nacht!]], [[Joseph Mohr]]. Er betreute Hintersee von 1827 bis 1838, wobei ihm die Landesregierung in Linz das Vikariat Hintersee erst am [[1. Mai]] 1828 verlieh. Am [[17. Juni]] [[1828]] fand allerdings noch eine Visitation durch Erzbischof [[Augustin Johann Joseph Gruber|Augustin Gruber]] statt. Da das Vikariatshaus für den Erzbischof als ''Absteigequartier'' nicht in Frage kam, musste Mohr mit seinen Firmlingen nach [[Thalgau]] pilgern. Eb. Gruber notierte: ''Die Matrikenführung ist in Ordnung, seit sie Mohr übernommen hat''. Dann zitiert er Mohr, der zu ihm gesagt hätte, dass die Hintereseer sittlich nicht verdorben wären. Lediglich im Sommer, wenn ''viele Auswärtige auf den Alpen verweilen, die keine polizeӱliche Aufsicht erreicht'', wäre Hintersee ein ''Ort der Sünde'' (lateinisch: ''Refugium peccatorum''); außerdem wirkten sich ''Militärflüchtlinge'' sittlich negativ auf die Hinterseer aus. Um sein karges Einkommen in Hintersee zu verbessern, musste er im [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.|Vikariat Faistenau]] bei Begräbnissen aushelfen.<ref>[[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]: ''„Refugium peccatorum“ - Mohr in Hintersee''. In: ''[[Blätter der Stille Nacht Gesellschaft]]'', Folge 1, Jg. 1980, S. 5–7.</ref> |
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| | === Joseph-Mohr-Haus === | | === Joseph-Mohr-Haus === |
| − | Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist. Das 1999 eröffnete Haus entstand aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum. Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt. | + | Die wichtigste kulturelle Einrichtung ist das Joseph-Mohr-Haus, das nach dem berühmten Textdichter des Liedes "Stille Nacht, heilige Nacht" benannt ist. Das 1999 eröffnete Haus entstand aus den ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Gasthof Hintersee und beheimatet seitdem eine Dauerausstellung für Joseph Mohr und ein Puppenstubenmuseum. Zusätzlich wird es für Seminare und andere Veranstaltungen genutzt. |
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| | ==== Joseph Mohr in Hintersee ==== | | ==== Joseph Mohr in Hintersee ==== |
| − | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig. | + | Der weltberühmte Textdichter des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]", [[Joseph Mohr]], war über neun Jahre vom [[19. Dezember]] [[1827]] bis [[14. Februar]] [[1837]] in Hintersee als Pfarrvikar tätig. |
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| − | Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte. Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten. | + | Mohr kam damals in eine ärmliche, nur 272 Einwohner zählende Gemeinde, deren Bevölkerung von der Land-, Forst- und Jagdwirtschaft lebte. Der sehr sozial eingestellte Priester bemühte sich in erster Linie um die Schulkinder, was ihm oft Auseinandersetzungen mit dem Messnerknecht und Lehrer einbrachte. Ebenfalls engagierte er sich für kinderreiche arme Familie indem er ihnen Fleisch, das er bei Wilderern kaufte, schenkte. Mohr wurde angezeigt und kam mit dem Gesetz in Schwierigkeiten. |
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| | Am [[15. Februar]] [[1837]] übersiedelte er nach [[Wagrain]] im [[Pongau]]. | | Am [[15. Februar]] [[1837]] übersiedelte er nach [[Wagrain]] im [[Pongau]]. |
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| | === Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen === | | === Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen === |
| − | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, [[Bildstock|Bildstöcke]], [[Wegkreuz]]e und [[Marterl]], die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Marterl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der [[Ladenbergalm]], der [[Genneralm]] und der [[Gruberalm]]. | + | Über das ganze Gemeindegebiet verteilt befinden sich in Hintersee Kapellen, [[Bildstock|Bildstöcke]], [[Wegkreuz]]e und [[Marterl]], die entweder aus Dankbarkeit, zur Lobpreisung oder als Erinnerung an einen Toten platziert wurden. Solche Marterl stehen ganz verstreut am Wegesrand, mitten im Wald oder sind auf Bäumen befestigt. Auch auf den Almen findet man des Öfteren Bildstöcke, so z. B. auch auf der [[Ladenbergalm]], der [[Genneralm]] und der [[Gruberalm]]. |
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| − | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger Günter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen. | + | Der bekannteste Bildstock befindet sich allerdings im Dorf beim Jodlbauer. Er wurde von der Pfarre Wien-Essling gestiftet als deren Seelsorger ünter Benes nach Hintersee ging, um dort seinen Ruhestand zu zubringen. |
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| − | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde. | + | Das größte und am leichtesten zugänglichste Wegkreuz befindet sich an der Südseite des Dorf auf dem Grund des Hauserbauern, von dem es auch errichtet wurde. |
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| − | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die [[Weberkapelle]] beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die [[Hubertuskapelle (Hintersee)|Hubertuskapelle]] nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger, erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt. | + | Kapellen gibt es in Hintersee zwei. Zum einen ist dies die [[Weberkapelle]] beim Weberbauern in Lämmerbach. Sie befindet sich allerdings auf Privatgrund und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Zum anderen gibt es die [[Hubertuskapelle (Hintersee)|Hubertuskapelle]] nahe dem Satzstein im Mühlviertel. Sie wurde [[1984]] von der Jägerschaft zum Ehren des hl. Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger, erbaut und betreut. Hier findet jedes Jahr um den [[1. Oktober]] eine Hubertusmesse, das Erntedankfest der Jäger, statt. Extra zu diesen Anlass wird stets ein prachtvoller Hirsch erlegt. |
| | <!-- === Theater === --> | | <!-- === Theater === --> |
| | <!-- === Museen === --> | | <!-- === Museen === --> |
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| | == Bräuche == | | == Bräuche == |
| − | Nach wie vor sind Bräuche in Hintersee sehr lebendig. Viele kirchliche und weltliche Feste prägen das Jahr. Ein ganz besonderer und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter [[Brauch]] ist der Hinterseer Palmeselritt am [[Palmsonntag]], der vom damaligen Pfarrer Prof. [[Franz Krispler (Priester)|Franz Krispler]] 1980 wieder eingeführt wurde. | + | Nach wie vor sind Bräuche in Hintersee sehr lebendig. Viele kirchliche und weltliche Feste prägen das Jahr. Ein ganz besonderer und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter [[Brauch]] ist der Hinterseer Palmeselritt am [[Palmsonntag]], der vom damaligen Pfarrer Prof. [[Franz Krispler (Priester)|Franz Krispler]] 1980 wieder eingeführt wurde. |
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| − | Hierbei handelt es sich um eine Nachstellung des Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem. Der älteste Ministrant reitet als Araber verkleidet auf einem Esel vom Feuerwehrhaus, wo die Palmbuschen gesegnet werden, begleitet von der [[Trachtenmusikkapelle Hintersee|Trachtenmusikkapelle]] und den Gläubigen zur Kirche, wo der Gottesdienst gefeiert wird. Vorher muss aber immer noch der Esel vom Jodlbauern, der unweit vom Feuerwehrhaus steht, abgeholt werden. Das ist Aufgabe der Kinder mit ihren Palmbuschen, die den Pfarrer auf diesem Weg begleiten. | + | Hierbei handelt es sich um eine Nachstellung des Einzug Jesu in die Stadt Jerusalem. Der älteste Ministrant reitet als Araber verkleidet auf einem Esel vom Feuerwehrhaus, wo die Palmbuschen gesegnet werden, begleitet von der [[Trachtenmusikkapelle Hintersee|Trachtenmusikkapelle]] und den Gläubigen zur Kirche, wo der Gottesdienst gefeiert wird. Vorher muss aber immer noch der Esel vom Jodlbauern, der unweit vom Feuerwehrhaus steht, abgeholt werden. Das ist Aufgabe der Kinder mit ihren Palmbuschen, die den Pfarrer auf diesem Weg begleiten. |
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| − | Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, [[Buchs]], [[Eibe]], [[Kranewett]], [[Zeder]], [[Stechpalme]] und [[Segenbaum]], die mittels einer [[Weide]]ngerte zu einem Buschen gebunden und dann auf einem [[Hasel]]stecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne. Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten. | + | Die Hinterseer Palmbuschen bestehen aus Palmzweigen, [[Buchs]], [[Eibe]], [[Kranewett]], [[Zeder]], [[Stechpalme]] und [[Segenbaum]], die mittels einer [[Weide]]ngerte zu einem Buschen gebunden und dann auf einem [[Hasel]]stecken befestigt werden. Zur Verzierung verwendet man bunte Kienspäne. Die geweihten Palmbuschen werden dann am Morgen des Karfreitag noch vor Sonnenaufgang auf die Felder gesteckt, um ein fruchtbares Jahr zu erbitten. |
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| | === Vereine === | | === Vereine === |
| − | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionaler Bräuche, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. | + | Das kleine Dorf zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Die Hinterseer erweisen sich dadurch als große Bewahrer des regionaler Bräuche, da fast jeder zweiter in zumindest einem Verein Mitglied ist. |
| − | * [[Freiwillige Feuerwehr Hintersee]]
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| | * Österreichischer [[Kameradschaftsbund Hintersee]] (ÖKB) | | * Österreichischer [[Kameradschaftsbund Hintersee]] (ÖKB) |
| | * [[Trachtenmusikkapelle Hintersee]] | | * [[Trachtenmusikkapelle Hintersee]] |
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| | :- Gründung 1980 | | :- Gründung 1980 |
| | :- Leiterin: Brigitte Weissenbacher | | :- Leiterin: Brigitte Weissenbacher |
| − | :- Gründungsleiter: VD Erasmus Rettenbacher (1980-1996) | + | :- Gründungsleiter: VD Erasmus Rettenbacher (1980-1996) |
| | * [[Imkerverein Hintersee]] | | * [[Imkerverein Hintersee]] |
| | * [[Union Sportverein Hintersee]] | | * [[Union Sportverein Hintersee]] |
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| | == Wirtschaft und Infrastruktur == | | == Wirtschaft und Infrastruktur == |
| − | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die [[Skischaukel Gaißau-Hintersee]] errichtete. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Skhigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. | + | Bereits in den [[1950er]] Jahren machte sich Hintersee als Sommerfrischeort einen Namen. Seit [[1977]] wird in der Region auch der Wintersport groß geschrieben, als man die [[Skischaukel Gaißau-Hintersee]] errichtete. Hintersee hatte damals den ersten Dreiersessellift von ganz Salzburg. Das kleine Skhigebiet mit seinen rund 40 km Pisten erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. |
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| − | Neben dem [[Fremdenverkehr]] prägte vor allem die Land- und Forstwirtschaft die Gemeinde. Lange Zeit bestanden die Sägewerk Putz und Ebner in Lämmerbach. Von den ehemals drei Krämereien schloss die Letzte [[1998]], bis Mitte der [[1980er]] Jahre bestand in Hintersee auch ein Caféhaus und eine Diskothek, bis [[1996]] gab es eine eigene Poststelle, [[2004]] hat auch die Filiale der Raiffeisenkasse geschlossen. Erwähnenswert ist mit Sicherheit, dass es zurzeit mit dem ''Gasthof Hintersee'', dem ''Lindenwirt'' und dem ''Kurvenwirt'' drei Gasthäuser gibt. | + | Neben dem [[Fremdenverkehr]] prägte vor allem die Land- und Forstwirtschaft die Gemeinde. Lange Zeit bestanden die Sägewerk Putz und Ebner in Lämmerbach. Von den ehemals drei Krämereien schloss die Letzte [[1998]], bis Mitte der [[1980er]] Jahre bestand in Hintersee auch ein Caféhaus und eine Diskothek, bis [[1996]] gab es eine eigene Poststelle, [[2004]] hat auch die Filiale der Raiffeisenkasse geschlossen. Erwähnenswert ist mit Sicherheit, dass es zurzeit mit dem ''Gasthof Hintersee'', dem ''Lindenwirt'' und dem ''Kurvenwirt'' drei Gasthäuser gibt. |
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| − | Seit dem Jahr 2008 ist bekannt dass in Hintersee und Faistenau zwei Hotels mit jeweils 240 Betten errichtet werden sollen. Die seit 1990 ständig rückläufigen Gästenächtigungen sollen damit aufgehalten werden und die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Siehe dazu [[Spa Hotel Rosenlehen]]. | + | Seit dem Jahr 2008 ist bekannt dass in Hintersee und Faistenau zwei Hotels mit jeweils 240 Betten errichtet werden sollen. Die seit 1990 ständig rückläufigen Gästenächtigungen sollen damit aufgehalten werden und die Wirtschaft wieder angekurbelt werden. Siehe dazu [[Spa Hotel Rosenlehen]]. |
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| − | Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die [[1948]] gegründete Firma [[Erdbewegungen Weikl]]. Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der [[Schneeräumung]] sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut. | + | Einen großen Anteil an der Infrastruktur der Gemeinde hat die [[1948]] gegründete Firma [[Erdbewegungen Weikl]]. Sie baute viele Straße in Hintersee und auch in Faistenau und ist zusätzlich mit der [[Schneeräumung]] sämtlicher Haupt-, Nebenstraßen und Parkplätzen betraut. |
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| | [[Datei:Nahversorger Alte Krämerei in Hintersee.jpg|thumb|Nahversorger "Alte Krämerei" in Hintersee]] | | [[Datei:Nahversorger Alte Krämerei in Hintersee.jpg|thumb|Nahversorger "Alte Krämerei" in Hintersee]] |
| − | Bis zum Jahr [[1997]] hatte Hintersee eine '''kleine Krämerei als Nahverersorger'''. 18 Jahre, nachdem diese Krämerei geschlossen hatte, entschloss sich der Sohn der damaligen Krämerin, im Jahr 2015 das Geschäft wieder zu öffnen, mußte allerdings wegen fehlender behördlicher Auflagen wieder schließen. Nach Erfüllung dieser Bedingungen konnte der Nahversorger nach einer siebenmonatigen Pause unter dem Namen "Alte Krämerei" im November [[2017]] das Geschäft wieder eröffnen. | + | Bis zum Jahr [[1997]] hatte Hintersee eine '''kleine Krämerei als Nahverersorger'''. 18 Jahre, nachdem diese Krämerei geschlossen hatte, entschloss sich der Sohn der damaligen Krämerin, im Jahr 2015 das Geschäft wieder zu öffnen, musste allerdings wegen fehlender behördlicher Auflagen wieder schließen. Nach Erfüllung dieser Bedingungen konnte der Nahversorger nach einer siebenmonatigen Pause unter dem Namen "Alte Krämerei" im November [[2017]] das Geschäft wieder eröffnen. |
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| | === Unterkunft === | | === Unterkunft === |
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| | <!-- === Ansässige Unternehmen === --> | | <!-- === Ansässige Unternehmen === --> |
| | <!-- === Medien === --> | | <!-- === Medien === --> |
| − | <!-- === Öffentliche Einrichtungen === -->
| + | === Öffentliche Einrichtungen === |
| | <!-- z. B. Behörden, Institutionen, Körperschaften etc. --> | | <!-- z. B. Behörden, Institutionen, Körperschaften etc. --> |
| − | | + | ==== Rettungsorganisationen ==== |
| − | == Bildung == | + | * [[Freiwillige Feuerwehr Hintersee]] |
| | + | === Bildung === |
| | <!-- z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --> | | <!-- z. B. Universitäten, Fachhochschulen, Schulen etc. --> |
| | * [[Volksschule Hintersee]] | | * [[Volksschule Hintersee]] |
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| | === Bürgermeister === | | === Bürgermeister === |
| | :''Hauptartikel: [[Bürgermeister der Gemeinde Hintersee]]'' | | :''Hauptartikel: [[Bürgermeister der Gemeinde Hintersee]]'' |
| − | Amtierender Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), Vizebürgermeister ist seit [[2014]] [[Bernhard Weissenbacher]] ([[SPÖ]]). | + | Amtierender Bürgermeister ist seit [[2009]] [[Paul Weissenbacher]] ([[ÖVP]]), Vizebürgermeister ist seit [[2014]] [[Bernhard Weissenbacher]] ([[SPÖ]]). |
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| − | Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern: 5 ÖVP, 3 SPÖ, 1 [[FPÖ]], nachdem sie bei der [[Gemeindevertretungswahlen 2004 und 2009 (Flachgau)#Hintersee|Gemeindevertretungswahl 2009]] wieder den Einzug ins Ortsparlament schaffte. | + | Die Gemeindevertretung besteht aus 9 Mitgliedern: 5 ÖVP, 3 SPÖ, 1 [[FPÖ]], nachdem sie bei der [[Gemeindevertretungswahlen 2004 und 2009 (Flachgau)#Hintersee|Gemeindevertretungswahl 2009]] wieder den Einzug ins Ortsparlament schaffte. |
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| | === Auszeichnungen der Gemeinde === | | === Auszeichnungen der Gemeinde === |
| − | ==== Ehrenbürger der Gemeinde ==== | + | ==== Ehrenbürger der Gemeinde ==== |
| | :''Hauptartikel [[Ehrenbürger der Gemeinde Hintersee]]'' | | :''Hauptartikel [[Ehrenbürger der Gemeinde Hintersee]]'' |
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| | Am [[2. Oktober]] [[1981]] wurde der Gemeinde Hintersee durch die [[Salzburger Landesregierung]] das folgende Wappen verliehen: | | Am [[2. Oktober]] [[1981]] wurde der Gemeinde Hintersee durch die [[Salzburger Landesregierung]] das folgende Wappen verliehen: |
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| − | ''Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See.'' | + | ''Im roten Schild auf grünem Schildfußboden nebeneinander drei grüne Fichten, dahinter ein silberner (weißer) See.'' |
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| | Der Legende nach standen früher drei mächtige Fichten im Ortszentrum, im Volksmund "Feichten" genannt. Der See verweist auf das Dorf hinter dem See, also "Hintersee", den erst seit dem frühen [[19. Jahrhundert]] verwendeten Ortsnamen. | | Der Legende nach standen früher drei mächtige Fichten im Ortszentrum, im Volksmund "Feichten" genannt. Der See verweist auf das Dorf hinter dem See, also "Hintersee", den erst seit dem frühen [[19. Jahrhundert]] verwendeten Ortsnamen. |
| | <!-- === Städtepartnerschaften === --> | | <!-- === Städtepartnerschaften === --> |
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| | == Persönlichkeiten == | | == Persönlichkeiten == |
| | * [[Joseph Mohr]] | | * [[Joseph Mohr]] |
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| − | === Töchter und Söhne der Gemeinde === | + | === Töchter und Söhne der Gemeinde === |
| | :''Hauptartikel [[Töchter und Söhne der Gemeinde Hintersee]]'' | | :''Hauptartikel [[Töchter und Söhne der Gemeinde Hintersee]]'' |
| | <!-- == Literatur == --> | | <!-- == Literatur == --> |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | {{homepage|http://www.hintersee.salzburg.at}} | | {{homepage|http://www.hintersee.salzburg.at}} |
| − | * [http://members.aon.at/wetter-hintersee/Gemeinde/Hintersee.htm reichhaltige allgemeine Informationen über Hintersee auf Wetter-Hintersee] | + | * [http://members.aon.at/wetter-hintersee/Gemeinde/Hintersee.htm reichhaltige allgemeine Informationen über Hintersee auf Wetter-Hintersee] |
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