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* [[4. Jänner]], Freitag: Im Hinblick auf die am Wochenende zu erwartenden starken Schneefälle traten bereits zahlreiche Urlauber in [[Obertauern]] ihre verfrühte Heimreise an. Am Nachmittag musste die [[Tauernautobahn]] zwischen [[Flachauwinkl]] und dem [[Tauerntunnel (Tauernautobahn)|Tauerntunnel]] für eine Stunde gesperrt werden. Am Benzegg, einem 2 076 m hohen Berg, musste an bekannten Lawinenstrichen gesprengt werden. An den drei angepeilten Orten detonierten in Summe sechs Sprengladungen mit je zwei Kilogramm Lawinensprengstoff. In den Salzburger Berge herrschte Lawinenwarnstufe 4.
 
* [[4. Jänner]], Freitag: Im Hinblick auf die am Wochenende zu erwartenden starken Schneefälle traten bereits zahlreiche Urlauber in [[Obertauern]] ihre verfrühte Heimreise an. Am Nachmittag musste die [[Tauernautobahn]] zwischen [[Flachauwinkl]] und dem [[Tauerntunnel (Tauernautobahn)|Tauerntunnel]] für eine Stunde gesperrt werden. Am Benzegg, einem 2 076 m hohen Berg, musste an bekannten Lawinenstrichen gesprengt werden. An den drei angepeilten Orten detonierten in Summe sechs Sprengladungen mit je zwei Kilogramm Lawinensprengstoff. In den Salzburger Berge herrschte Lawinenwarnstufe 4.
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{| class="wikitable" style="float:right; margin-right:50px; width:400px"
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| '''Das extreme Wochenende 5./6. Jänner 2019 in Zahlen'''
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* Ein bis zwei Meter Schnee lagen stellenweise in manchen Regionen Salzburgs schon, am Samstag und Sonntag kommen 50 bis 100 Zentimeter dazu.
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* Feuchter Schnee trifft auf kalten Pulverschnee, eine explosive Mischung, die spontane und große Lawinenabgänge sehr wahrscheinlich macht.
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* Zurzeit herrscht fast im ganzen Land Lawinenwarnstufe 4 auf der 5-stelligen Skala. In dieser Form gab es das zuletzt vor zehn Jahren.
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* 700 bis 800 ehrenamtliche Mitglieder der 70 Lawinenwarnkommissionen im ganzen Land sind Augen und Ohren vor Ort. Speziell ausgebildet und mit enormer Ortskenntnis schätzen sie die Lage ein.
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* Die Einschätzungen und Fäden laufen in der [[Salzburger Lawinenwarndienst|Lawinenwarnzentrale]] bei [[Bernhard Niedermoser]] zusammen.
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* [[Balthasar Laireiter]], Leiter der [[Bergrettung Salzburg]]: „''1 500 einsatzfähige Bergretter stehen jederzeit bereit, können innerhalb von Minuten einrücken. Dazu kommen zirka 500 weitere Helfer, die organisatorische und logistische Aufgaben übernehmen.''"
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*  Vier Lawineneinsatzzüge des [[Bundesheer]]es in [[Hochfilzen]], [[Tamsweg]] ([[Strucker-Kaserne]]), [[St. Johann im Pongau]] ([[Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne]]) und [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] ([[Anton-Wallner-Kaserne]]) sind in Rufbereitschaft. Ein Zug besteht aus bis zu 32 Soldaten.
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* 1 400 Kilometer Landesstraßen müssen im ganzen Land vom Schnee befreit werden.
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* Dazu kommen 3 000 Kilometer Güterwege, die, wenn nötig, unter anderem von Landwirten und Privatpersonen geräumt werden.
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* 12 000 Tonnen Salz sind eingelagert.
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* Bis zu 50 Lastwagen und [[Unimog]]s mit Pflügen, Streugeräten und –fräsen sind im Einsatz.
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* 180 Landes-Mitarbeiter stehen für den Räum- und Streueinsatz zur Verfügung, weitere 100 in den Meistereien.
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* In einem „normalen“ Winter leisten diese zirka 70 000 Extrastunden, in einem wie heuer werden es wahrscheinlich 100 000 werden.
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* In Salzburg stehen zurzeit zirka 85 000 Schneestangen und bieten die bei diesen Massen nötige Orientierung.
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* Auch am [[Flughafen Salzburg]] sind seit 3 Uhr früh 20 Mitarbeiter mit 20 Räumfahrzeugen im Dauereinsatz. Samstag wird es 94 Landungen geben.
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* Salzburgs Beherbergungsbetriebe (insgesamt 220&nbsp;000 Gästebetten) waren in den Weihnachtsferien zwischen 80 und 90 Prozent ausgebucht. Heute ist großer Ab- und Anreisetag. 200&nbsp;000 Personen werden ihre Standorte ändern (Quelle [[Salzburger Landeskorrespondenz]]<ref>[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=60978 5. Jänner 2019]</ref>).
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* [[5. Jänner]], Samstag:  
 
* [[5. Jänner]], Samstag:  
  

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