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| | Alle drei rheinischen Erzbischöfe wurden zu [[Erzkaplan]]en ernannt, zu denen sich [[945]] auch der Salzburger Erzbischof als vierter hinzu gesellte, nach dem dieser auf die 70 Jahre verwiesen hatte, in welchen die Salzburger Erzbischöfe dieses Amt alleine ausgeübt hatten. | | Alle drei rheinischen Erzbischöfe wurden zu [[Erzkaplan]]en ernannt, zu denen sich [[945]] auch der Salzburger Erzbischof als vierter hinzu gesellte, nach dem dieser auf die 70 Jahre verwiesen hatte, in welchen die Salzburger Erzbischöfe dieses Amt alleine ausgeübt hatten. |
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| − | Nach dem Tode des Luidpoldinger Baiernherzogs Berthold 947 verlieh der König das Herzogtum [[Bayern]] seinem Bruder Heinrich I. zur Stärkung der zentralen Macht der deutschen Könige. Dabei fühlte sich der Neffe von Heinrich mit Namen Luidolf als schwäbischer Herzog übergangen und unternahm [[953]] gemeinsam mit maßgeblichen Luitpoldingern einen ersten Aufstand gegen den König. Auch in diesem Konflikt hielt der Salzburger Erzbischof - trotz seiner Verwandtschaft zu den Aufständischen - loyal zum König, der sich dafür beim Salzburger Erzbischof mit der Schenkung weiterer Güter bedankte. In diese Zeit fällt auch die Tätigkeit des Erzbischofs auf der vom Papst einberufenen Synode von Ingelsheim ([[948]]) und dem Reichstag von Augsburg ([[952]]). | + | Nach dem Tode des Luidpoldinger Baiernherzogs Berthold 947 verlieh der König das [[Herzogtum Bayern]] seinem Bruder Heinrich I. zur Stärkung der zentralen Macht der deutschen Könige. Dabei fühlte sich der Neffe von Heinrich mit Namen Luidolf als schwäbischer Herzog übergangen und unternahm [[953]] gemeinsam mit maßgeblichen Luitpoldingern einen ersten Aufstand gegen den König. Auch in diesem Konflikt hielt der Salzburger Erzbischof - trotz seiner Verwandtschaft zu den Aufständischen - loyal zum König, der sich dafür beim Salzburger Erzbischof mit der Schenkung weiterer Güter bedankte. In diese Zeit fällt auch die Tätigkeit des Erzbischofs auf der vom Papst einberufenen Synode von Ingelsheim ([[948]]) und dem Reichstag von Augsburg ([[952]]). |
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| | ==Die Schlacht bei Mühldorf (955)== | | ==Die Schlacht bei Mühldorf (955)== |
| − | Eine Invasion der Ungarn in Bayern zu Beginn des Jahres 954 nötigte die Aufständischen zu einem Waffenstillstand mit dem König. In der folgenden Auseinandersetzung, in der etliche Aufständische ins Lager des Königs gewechselt waren, trat der Salzburger Erzbischof aber dem Lager der Aufständischen und damit seiner Verwandten Luitpoldinger bei. Trotz der Aussöhnung von Aufständischen mit dem König und dem Tod des Anführers der Aufständischen, Pfalzgraf Arnulf wurde der Konflikt erst mit der '''Schlacht bei Mühldorf''', die vermutlich am [[1. Mai]] [[955]] stattfand, beendet. In dieser letzten Auseinandersetzung wurde der Salzburger Erzbischof von Otto gefangen genommen. Der als jähzornig bekannte Otto bezichtigte Herold des Hochverrates und der Rebellion, ließ ihn blenden und schickte ihn nach Säben in die Verbannung. Nachdem Herold diese Verbannung und Absetzung nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und weiterhin liturgische Handlungen vornahm, drohte ihm [[962]] der Papst mit dem Bann, wenn er nicht davon abließe und beschuldigte Herold die Ungarn nach Bayern gelockt zu haben. Auf der Synode von Ravenna [[967]] hat Papst Johannes XIII. die Androhung des Bannes erneuert, die damals Kaiser Otto der Große und 59 Erzbischöfe und Bischöfe mit unterzeichnet hatten. | + | Eine Invasion der [[Ungarn]] in Bayern zu Beginn des Jahres 954 nötigte die Aufständischen zu einem Waffenstillstand mit dem König. In der folgenden Auseinandersetzung, in der etliche Aufständische ins Lager des Königs gewechselt waren, trat der Salzburger Erzbischof aber dem Lager der Aufständischen und damit seiner Verwandten Luitpoldinger bei. Trotz der Aussöhnung von Aufständischen mit dem König und dem Tod des Anführers der Aufständischen, Pfalzgraf Arnulf wurde der Konflikt erst mit der [[Schlacht bei Mühldorf]], die vermutlich am [[1. Mai]] [[955]] stattfand, beendet. In dieser letzten Auseinandersetzung wurde der Salzburger Erzbischof von Otto gefangen genommen. Der als jähzornig bekannte Otto bezichtigte Herold des Hochverrates und der Rebellion, ließ ihn blenden und schickte ihn nach Säben in die Verbannung. Nachdem Herold diese Verbannung und Absetzung nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und weiterhin liturgische Handlungen vornahm, drohte ihm [[962]] der Papst mit dem Bann, wenn er nicht davon abließe und beschuldigte Herold die Ungarn nach Bayern gelockt zu haben. Auf der Synode von Ravenna [[967]] hat Papst Johannes XIII. die Androhung des Bannes erneuert, die damals Kaiser Otto der Große und 59 Erzbischöfe und Bischöfe mit unterzeichnet hatten. |
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| | == Literatur und Quellenangabe== | | == Literatur und Quellenangabe== |
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