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| | Besonders schwierig machte die Lage des Erzbischofs die mehrmalige Vertreibung des bayrischen Herzogs Arnulf I. Der hatte [[914]] gegen die im November [[911]] erfolgte Wahl des 24-jährigen Konrad I. zum König (der dann Arnulfs Mutter zur Frau nahm) opponiert und wurde daraufhin aus Bayern vertrieben. Bei seiner ersten Rückkehr [[916]] wurde Arnulf blutig geschlagen und konnte sich erst nach erneuter Flucht [[917]]/[[918|18]] von Salzburg aus wieder allmählich als bayrischer Herrscher behaupten. In der letzten Schlacht mit König Konrad siegte Arnulf, Konrad wurde schwer verwundet und starb an den Folgen der Verletzung, worauf die Herrscher Sachsens und Bayerns [[919]]–[[921]] als Doppelkönige in Deutschland regierten, bis Heinrich I. ab [[921]] König wurde. | | Besonders schwierig machte die Lage des Erzbischofs die mehrmalige Vertreibung des bayrischen Herzogs Arnulf I. Der hatte [[914]] gegen die im November [[911]] erfolgte Wahl des 24-jährigen Konrad I. zum König (der dann Arnulfs Mutter zur Frau nahm) opponiert und wurde daraufhin aus Bayern vertrieben. Bei seiner ersten Rückkehr [[916]] wurde Arnulf blutig geschlagen und konnte sich erst nach erneuter Flucht [[917]]/[[918|18]] von Salzburg aus wieder allmählich als bayrischer Herrscher behaupten. In der letzten Schlacht mit König Konrad siegte Arnulf, Konrad wurde schwer verwundet und starb an den Folgen der Verletzung, worauf die Herrscher Sachsens und Bayerns [[919]]–[[921]] als Doppelkönige in Deutschland regierten, bis Heinrich I. ab [[921]] König wurde. |
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| | Pilgrim I., der eine vorsichtig königstreue Haltung gegen Arnulf eingenommen hatte, konnte so nur beschränkt und nur innerhalb seines engeren Herrschaftsbereiches tätig werden. Die Machtfülle der Salzburger Erzbischöfe mit ihrem weiten Wirkungskreis in Pannonien war zerschlagen, die Erzbischöfe wurden nicht mehr vom König ernannt, sondern ausschließlich vom bayrischen Herzog. Die Geschichte Salzburgs wurde für längere Zeit zu einem kleinen, wenig bedeutsamen Teil der bayrischen Geschichte. Bekannt sind die vermutlich sehr zahlreichen Tauschgeschäfte Pilgrims, die vor allem Kirchenbesitz im Raum des heutigen Bayern betrafen. Damit wollte Pilgrim vor allem sein Herrschaftsgebiet geschlossener gestalten. 909 erhielt Pilgrim etwa von König Ludwig IV. (Ludwig das Kind) die Abtei Traunsee (vermutlich im heutigen Ortsgebiet von Altmünster) auf Lebenszeit verliehen und die Salzburger Kirche erhielt vom König den Königshof [[Salzburghofen]] (heute [[Freilassing]]) samt den zugehörigen Abgaben aus [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. | | Pilgrim I., der eine vorsichtig königstreue Haltung gegen Arnulf eingenommen hatte, konnte so nur beschränkt und nur innerhalb seines engeren Herrschaftsbereiches tätig werden. Die Machtfülle der Salzburger Erzbischöfe mit ihrem weiten Wirkungskreis in Pannonien war zerschlagen, die Erzbischöfe wurden nicht mehr vom König ernannt, sondern ausschließlich vom bayrischen Herzog. Die Geschichte Salzburgs wurde für längere Zeit zu einem kleinen, wenig bedeutsamen Teil der bayrischen Geschichte. Bekannt sind die vermutlich sehr zahlreichen Tauschgeschäfte Pilgrims, die vor allem Kirchenbesitz im Raum des heutigen Bayern betrafen. Damit wollte Pilgrim vor allem sein Herrschaftsgebiet geschlossener gestalten. 909 erhielt Pilgrim etwa von König Ludwig IV. (Ludwig das Kind) die Abtei Traunsee (vermutlich im heutigen Ortsgebiet von Altmünster) auf Lebenszeit verliehen und die Salzburger Kirche erhielt vom König den Königshof [[Salzburghofen]] (heute [[Freilassing]]) samt den zugehörigen Abgaben aus [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. |
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