Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 3: Zeile 3:     
==Leben==
 
==Leben==
Graf [[Schrattenbach]] entstammte einem alten steirischen Adelsgeschlecht. Mit 52 Jahren wurde er zum Vorsitzenden des [[Domkapitel]]s in Salzburg gewählt und bereits drei Jahre später in einer zähen Wahl zum Fürsterzbischof gewählt. Es erforderte 49 Wahlgänge an 13 Tagen, bevor er am [[5. April]] [[1753]] als neuer Fürsterzbischof feststand. Nach dem 50. ergebnislosen Wahlgang hätte der Papst einen Erzbischof ernennen müssen. Am [[7. Mai]] hielt der neue Erzbischof traditionsgemäß von [[Schloss Freisaal]] aus den feierlichen Einzug in die Stadt und ergriff damit von seiner [[Alte Residenz|Residenz]] Besitz.  
+
Graf [[Schrattenbach]] entstammte einem alten steirischen Adelsgeschlecht. Mit 52 Jahren wurde er zum Vorsitzenden des [[Domkapitel]]s in Salzburg gewählt und bereits drei Jahre später in einer zähen Wahl zum Fürsterzbischof gewählt. Es erforderte 49 Wahlgänge an 13 Tagen, bevor er am [[5. April]] [[1753]] als neuer Fürsterzbischof feststand. Nach dem 50. ergebnislosen Wahlgang hätte der Papst einen Erzbischof ernennen müssen. Am [[7. Mai]] hielt der neue Erzbischof traditionsgemäß von [[Schloss Freisaal]] aus den feierlichen Einzug in die Stadt und ergriff damit von seiner [[Alte Residenz|Residenz]] Besitz.  
    
=== Bautätigkeit ===
 
=== Bautätigkeit ===
Als Fürsterzbischof ist er uns als eifriger und fleißig arbeitender Fürst überliefert. Am liebsten erledigte er alle Akten selbst. In seine Regierungszeit fallen das Arbeitshaus bei [[Rochushof|St. Rochus]] in Salzburg-[[Maxglan]] für ''Raufer und Unzüchtige'', zwei Waisenhäuser in Salzburg-[[Mülln]], der Bau des [[Sigmundstor]]s in Salzburg - einzige Erinnerung heute an ihn, nachdem der [[Sigmundsplatz]] umgetauft wurde, die Errichtung der [[Mariensäule auf dem Domplatz]] sowie die Gründung von Waisenhäusern. Am [[4. September]] [[1756]] weihte er die Kirche von [[Mayrhofen (Zillertal)|Mayrhofen]] im [[Zillertal]]. In der Bergbaugemeinde [[Leogang]] im [[Pinzgau]] ließ er in den Jahren [[1769]] - [[1770]] die [[Knappenkapelle St. Anna]] erbauen.
+
Als Fürsterzbischof ist er uns als eifriger und fleißig arbeitender Fürst überliefert. Am liebsten erledigte er alle Akten selbst. In seine Regierungszeit fallen das Arbeitshaus bei [[Rochushof|St. Rochus]] in Salzburg-[[Maxglan]] für ''Raufer und Unzüchtige'', zwei Waisenhäuser in Salzburg-[[Mülln]], der Bau des [[Sigmundstor]]s in Salzburg - einzige Erinnerung heute an ihn, nachdem der [[Sigmundsplatz]] umgetauft wurde, die Errichtung der [[Mariensäule auf dem Domplatz]] sowie die Gründung von Waisenhäusern. Am [[4. September]] [[1756]] weihte er die Kirche von [[Mayrhofen (Zillertal)|Mayrhofen]] im [[Zillertal]]. In der Bergbaugemeinde [[Leogang]] im [[Pinzgau]] ließ er in den Jahren [[1769]][[1770]] die [[Knappenkapelle St. Anna]] erbauen.
   −
An der [[Radstädter Tauernstraße]] ließ der die Poststation [[Untertauern]] errichten und vermehrte die Postfahrten auf nun zweimal wöchentlich.
+
An der [[Radstädter Tauernstraße]] ließ der die Poststation [[Untertauern]] errichten und vermehrte die Postfahrten auf nun zweimal wöchentlich.
    
=== Förderer von Mozart ===
 
=== Förderer von Mozart ===
Zeile 21: Zeile 21:  
Der Fürsterzbischof schenkte z. B. den [[Atlas Salisburgensis]] von [[Joseph Jakob Fürstaller]] seinem Weg- und Baukommissär [[Johann Elias von Geyer]] und den Globus der Universität. Dieser wurde bald mit Staub und Moder bedeckt, der Atlas nach dem Tode Geyers am [[28. April]] [[1791]] öffentlich versteigert, Herr [[Joachim Ferdinand von Schidenhofen|Hofrath von Schidenhofen]] erstand ihn um 7 [[Florin|fl]] 80 kr.
 
Der Fürsterzbischof schenkte z. B. den [[Atlas Salisburgensis]] von [[Joseph Jakob Fürstaller]] seinem Weg- und Baukommissär [[Johann Elias von Geyer]] und den Globus der Universität. Dieser wurde bald mit Staub und Moder bedeckt, der Atlas nach dem Tode Geyers am [[28. April]] [[1791]] öffentlich versteigert, Herr [[Joachim Ferdinand von Schidenhofen|Hofrath von Schidenhofen]] erstand ihn um 7 [[Florin|fl]] 80 kr.
   −
Doch nicht nur ein Loch im Geldbeutel des Landes, auch eines im [[Mönchsberg]] war Schrattenbach zu verdanken. Während seiner Amtszeit wurde das ''Sigmundstor'', heute [[Sigmundstor]] benannt, errichtet und damit der Weg in den Stadtteil [[Riedenburg]] und den damaligen Vorort [[Maxglan]] wesentlich verkürzt. Er war auch der einzige Fürsterzbischof, der sich auf einem öffentlichen Gebäude in der Innenstadt darstellen ließ. Über dem Ostportal des Sigmundstors an hochöberster Stelle ließ er sein Abbild anbringen und darüber einmeißeln: ''Te saxa loquuntur'' (''Von dir sprechen die Steine'').  
+
Doch nicht nur ein Loch im Geldbeutel des Landes, auch eines im [[Mönchsberg]] war Schrattenbach zu verdanken. Während seiner Amtszeit wurde es ''Neutor'', heute Sigmundstor benannt, errichtet und damit der Weg in den Stadtteil [[Riedenburg]] und den damaligen Vorort [[Gemeinde Maxglan]] wesentlich verkürzt. Er war auch der einzige Fürsterzbischof, der sich auf einem öffentlichen Gebäude in der Innenstadt darstellen ließ. Über dem Ostportal des Sigmundstors an hochöberster Stelle ließ er sein Abbild anbringen und darüber einmeißeln: ''Te saxa loquuntur'' (''Von dir sprechen die Steine'').  
    
Am [[14. April]] [[1762]] weihte er den späteren Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] in Salzburg zum Bischof von [[Gurk]].
 
Am [[14. April]] [[1762]] weihte er den späteren Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] in Salzburg zum Bischof von [[Gurk]].
Zeile 30: Zeile 30:  
<gallery>
 
<gallery>
 
Datei:Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Mozartplatz Nr 9.jpg|[[Wappen]] von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am [[Amtsgebäude Land Salzburg]] [[Mozartplatz]] Nr. 9  
 
Datei:Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Mozartplatz Nr 9.jpg|[[Wappen]] von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am [[Amtsgebäude Land Salzburg]] [[Mozartplatz]] Nr. 9  
Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Neutor.jpg|Wappen mit ovalem Ornamentrahmen (Vollrelief) aus Marmor <br/> Das Wappen, im Hauptschild zweimal gespalten, einmal geteilt, sechs Felder: Der Herzschild zeigt im schwarzen Feld einen weißen Schrägrechtsfluss, im linken Obereck einen goldenen Stern, im rechten Untereck einen aufrecht gestümmelten, rechts mit drei goldenen Blättern besetzten goldenen Ast (Stammwappen). Oben das Wappen des Erzbistums Salzburg, vorne in Gold einen aufrechten schwarzen, rot bezungten nach rechts gewandten Löwen und hinten in Rot einen weißen Mittelbalken. In der Mitte 1 gespalten, vorn in Gold ein halber roter Adler am Spalte, hinten in Silber vier rote Schrägrechtsbalken; 2 in Rot zwei silberne Hände, die Daumen nach innen gekehrt; 3 in dem von Gold und Schwarz zehnmal geteilten Feld ein weißer Schrägrechtsbalken; 4 in Silber ein grüner Lorbeerkranz; 5 in Silber ein schwarzes schwebendes Tatzenkreuz; 6 in Rot ein weißer Löwe.<ref>[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sigismund_III._Christoph_von_Schrattenbach&action=edit Wikipedia.de]</ref>  
+
Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Neutor.jpg|Wappen mit ovalem Ornamentrahmen (Vollrelief) aus Marmor <br/> Das Wappen, im Hauptschild zweimal gespalten, einmal geteilt, sechs Felder: Der Herzschild zeigt im schwarzen Feld einen weißen Schrägrechtsfluss, im linken Obereck einen goldenen Stern, im rechten Untereck einen aufrecht gestümmelten, rechts mit drei goldenen Blättern besetzten goldenen Ast (Stammwappen). Oben das Wappen des Erzbistums Salzburg, vorne in Gold einen aufrechten schwarzen, rot bezungten nach rechts gewandten Löwen und hinten in Rot einen weißen Mittelbalken. In der Mitte 1 gespalten, vorn in Gold ein halber roter Adler am Spalte, hinten in Silber vier rote Schrägrechtsbalken; 2 in Rot zwei silberne Hände, die Daumen nach innen gekehrt; 3 in dem von Gold und Schwarz zehnmal geteilten Feld ein weißer Schrägrechtsbalken; 4 in Silber ein grüner Lorbeerkranz; 5 in Silber ein schwarzes schwebendes Tatzenkreuz; 6 in Rot ein weißer Löwe.<ref>[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sigismund_III._Christoph_von_Schrattenbach&action=edit Wikipedia.de]</ref>  
 
, [[Sigmundstor]], [[1766]]
 
, [[Sigmundstor]], [[1766]]
 
Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Mozartplatz Nr 9.jpg|Wappen mit ovalem Ornamentrahmen (Vollrelief) aus Marmor, [[Amtsgebäude Land Salzburg]] <br/> [[Mozartplatz]] Nr. 9, [[1753]] bis [[1771]]
 
Wappen von Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am Mozartplatz Nr 9.jpg|Wappen mit ovalem Ornamentrahmen (Vollrelief) aus Marmor, [[Amtsgebäude Land Salzburg]] <br/> [[Mozartplatz]] Nr. 9, [[1753]] bis [[1771]]

Navigationsmenü