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[[File:Oswald Menghin (1888–1973) © Ludwig Schwab (~1900–1939) OeNB 8154680.jpg|thumb|Oswald Menghin (1888–1973) © Ludwig Schwab (~1900–1939) OeNB 8154680]]Prof. Dr. '''Oswald Menghin''' (* [[19. April]] [[1888]] in Meran, [[Südtirol]]; † [[29. November]] [[1973]] in Buenos Aires, Argentinien) war ein österreichischer Prähistoriker, Universitätsprofessor, Schriftsteller und Unterrichtsminister im [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Kabinett von [[Arthur Seyß-Inquart]].
== Leben ==
Er war Mitglied der Deutschen Gesellschaft und hatte eine strikt antisemitische und antiliberale Gesinnung. Darüber hinaus war er Mitglied der Leo-Gesellschaft, die dem katholischen Lager zuzuordnen war. Er studierte in Wien Prähistorische Archäologie und arbeitete nach Promotion und Habilitation am Niederösterreichischen Landesarchiv. 1928/29 war er Dekan der philosophischen Fakultät und 1935/36 Rektor der Universität Wien. In den frühen [[1920er]]-Jahren beschäftigte er sich mit Themen zur "Rassenkunde" und mit "der Judenfrage".
Oswald Menghin bewegte sich später zwischen deutschnationalem Bekennertum und altösterreichischer Gesinnung.
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiter Weltkriegs]] entschloss sich Menghin zur Flucht nach Argentinien in Südamerika. Nachdem [[1956]] das Strafverfahren gegen ihn wegen § 8 des Kriegsverbrechergesetzes und der Anklage wegen Hochverrats eingestellt worden war, konnte er drei Jahre später korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaft werden.
== Menghin und Mattsee ==
Wie Seyß-Inquart verkehrte er in Wiener antisemitisch-deutschnationalen Kreisen, hatte aber ein durchaus freundschaftliches Verhältnis zum christlich-sozialen Salzburger [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]].
In [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] kaufte Menghin ein Haus am Fuß des [[Hinterwartstein]]s. Der Kauf stand in enger Verbindung zu den politischen Ereignissen im Frühjahr [[1938]]. Den Kaufvertrag wurde am [[21. März]] 1938 abgeschlossen, Margarethe Menghin, seine Frau, wurde aufgrund dieses Vertrages mit [[16. März]] 1938 das Eigentumsrecht eingetragen.
== Quellen ==
* {{Austriaforum|Austria-Wiki/Oswald Menghin}}
* [[Wo Dollfuß baden ging]], Mattsee erinnert sich: [[Arnold Schönberg|Schönberg]] - Seyß-Inquart - [[Stephanskrone]], Seite 24ff
{{SORTIERUNG: Menghin, Oswald }}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Person (Politik)]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]
[[Kategorie:Flachgau]]
[[Kategorie:Mattsee]]