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Textersetzung - „Salzburger Landstände“ durch „Hohe Salzburger Landschaft“
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Im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts kam es zu einem dramatischen Niedergang der Edelmetallproduktion, bis diese um [[1615]] ihren tiefsten Punkt erreichte. Alle erschlossenen Erzlager hatten nach rund 150 Jahre dauernder Ausbeutung einfach ihr Ende erreicht. Die technischen Schwierigkeiten nahmen beim Bau der Stollen und Schächte in die Tiefe zu, und die Erze wurden nach unten, also in die "Teufe", mengenmäßig immer weniger und wertmäßig immer schlechter. Die Gewerken betrieben Raubbau und vernachlässigten völlig die Erschließung neuer Erzkörper – und das berühmte "Gegentrumm" der Radhausberger Gänge ist bis heute nicht gefunden. Die irrige (!) Meinung, dass beim Niedergang der Edelmetallproduktion die [[Gletscher]], die [[Protestantenvertreibung|Protestantenverfolgung]] und die aus Amerika importierten Edelmetall Gold und Silber eine Rolle gespielt hätten, setzt sich wie eine Erbkrankheit bis heute fort. Es klingt halt alles allzu schön logisch, doch es ist ein typischer Fall von Schein-Logik. Faktum ist: Alle drei der immer wieder ins Treffen geführten "Gründe" sind nicht stichhaltig!  
 
Im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts kam es zu einem dramatischen Niedergang der Edelmetallproduktion, bis diese um [[1615]] ihren tiefsten Punkt erreichte. Alle erschlossenen Erzlager hatten nach rund 150 Jahre dauernder Ausbeutung einfach ihr Ende erreicht. Die technischen Schwierigkeiten nahmen beim Bau der Stollen und Schächte in die Tiefe zu, und die Erze wurden nach unten, also in die "Teufe", mengenmäßig immer weniger und wertmäßig immer schlechter. Die Gewerken betrieben Raubbau und vernachlässigten völlig die Erschließung neuer Erzkörper – und das berühmte "Gegentrumm" der Radhausberger Gänge ist bis heute nicht gefunden. Die irrige (!) Meinung, dass beim Niedergang der Edelmetallproduktion die [[Gletscher]], die [[Protestantenvertreibung|Protestantenverfolgung]] und die aus Amerika importierten Edelmetall Gold und Silber eine Rolle gespielt hätten, setzt sich wie eine Erbkrankheit bis heute fort. Es klingt halt alles allzu schön logisch, doch es ist ein typischer Fall von Schein-Logik. Faktum ist: Alle drei der immer wieder ins Treffen geführten "Gründe" sind nicht stichhaltig!  
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Nachdem alle zuvor tätigen privaten Gewerken ihr Engagement aufgegeben hatten, übernahm um [[1616]] die Salzburger Landesherrschaft den Gasteiner Edelmetallbergbau. Die Stollen an sich wurden dabei mit dem Wert null veranschlagt, doch für die Gebäude und sonstigen Realitäten erhielten die früheren Besitzer zusammen den nicht gerade kleinen Betrag von 33.573 [[Gulden]]. Von den durchaus klugen [[Hofrat|Räten]] in der [[Salzburger Landstände|Salzburger Regierung]] glaubte von allem Anfang an keiner, dass mit dem neuen Besitztum ein nennenswerter wirtschaftlicher Erfolg zu erzielen wäre. Trotzdem entschloss man sich zum Ankauf und zum Weiterbetrieb des Bergbaues. Dieses Vorgehen hatte dominierend den Grund, "''einer armen Bevölkerung ihr Stückl Brot''" zu sichern.  
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Nachdem alle zuvor tätigen privaten Gewerken ihr Engagement aufgegeben hatten, übernahm um [[1616]] die Salzburger Landesherrschaft den Gasteiner Edelmetallbergbau. Die Stollen an sich wurden dabei mit dem Wert null veranschlagt, doch für die Gebäude und sonstigen Realitäten erhielten die früheren Besitzer zusammen den nicht gerade kleinen Betrag von 33.573 [[Gulden]]. Von den durchaus klugen [[Hofrat|Räten]] in der [[Hohe Salzburger Landschaft|Salzburger Regierung]] glaubte von allem Anfang an keiner, dass mit dem neuen Besitztum ein nennenswerter wirtschaftlicher Erfolg zu erzielen wäre. Trotzdem entschloss man sich zum Ankauf und zum Weiterbetrieb des Bergbaues. Dieses Vorgehen hatte dominierend den Grund, "''einer armen Bevölkerung ihr Stückl Brot''" zu sichern.  
    
== Emigration der meisten evangelischen Gasteiner ==
 
== Emigration der meisten evangelischen Gasteiner ==

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