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Schon seit der Mitte des [[15. Jahrhundert]]s gab es in Mülln ein Kollegiatstift (Kollegiatstifte waren einst eine beliebte Form autonomer priesterlicher Kollegien). Es fand vor allem in Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] einen Förderer. Nach dessen Tod fehlte dem Stift allerdings die nötige Unterstützung und so übergab Wolf Dietrich den Augustiner-Eremiten nicht nur die Pfarrkirche, sondern auch das Kollegiatstift. Dieses stattete er mit Geldmitteln so gut aus, dass es neben dem Stammhaus in München das zweitgrößte Augustinerkloster im bayerischen Raum war.  
 
Schon seit der Mitte des [[15. Jahrhundert]]s gab es in Mülln ein Kollegiatstift (Kollegiatstifte waren einst eine beliebte Form autonomer priesterlicher Kollegien). Es fand vor allem in Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] einen Förderer. Nach dessen Tod fehlte dem Stift allerdings die nötige Unterstützung und so übergab Wolf Dietrich den Augustiner-Eremiten nicht nur die Pfarrkirche, sondern auch das Kollegiatstift. Dieses stattete er mit Geldmitteln so gut aus, dass es neben dem Stammhaus in München das zweitgrößte Augustinerkloster im bayerischen Raum war.  
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Noch etwas war wichtig im Zusammenhang mit München und den Augustiner-Eremiten: das [[Bier]]brauen verstanden sie sehr gut (noch heute ist ihre Münchner Brauerei die älteste Münchner Braustätte). [[1621]] eröffnete das [[Augustiner Bräustübl Mülln]]. Der Verkauf des Bieres erfolgte aber auch an der Klosterpforte. Und bald besaßen die Augustiner-Eremiten so viel Geld, dass sie das in Mülln gelegene [[Wirtshaus am Bach]], das auch eine Fleischhauerei besaß, erwerben konnten. [[1663]] folgte das ''Wirtshaus zum Schwarzen Bären'', der heutige [[Bärenwirt]] beim [[Bärengässchen]] – ebenfalls noch heute im Besitz der Mönche.  
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Im Zusammenhang mit München und dem Augustiner-Eremiten ist zu vermerken, dass die Mönche auch das [[Bier]]brauen gut verstanden, noch heute ist ihre Münchner Brauerei die älteste Münchner Braustätte. [[1621]] eröffnete der Bierausschank (später [[Augustiner Bräustübl Mülln]]). Der Verkauf des Bieres erfolgte auch an der Klosterpforte. Bald konnten sich die Augustiner-Eremiten das in Mülln gelegene [[Wirtshaus am Bach]], das auch eine Fleischhauerei besaß, erwerben. [[1663]] folgte das ''Wirtshaus zum Schwarzen Bären'', der heutige [[Bärenwirt]] beim [[Bärengässchen]] – ebenfalls noch heute im Besitz der Mönche.  
    
Doch nach einer Blütezeit des Klosters und Bräus erfolgte im Zuge der Aufklärung Ende des [[18. Jahrhundert]]s ein Niedergang. Der Nachwuchs blieb aus und die in Salzburg einmarschierenden [[napoleon]]ischen Truppen besetzten das riesige Gebäude für ihre Einheiten ([[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]). Kaum waren die [[Frankreich#Historische Salzburgbezüge |Franzosen]] abgezogen, brauchte es der [[Kurfürstentum Salzburg|Salzburger Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand]] für das Regiment Jordis.  
 
Doch nach einer Blütezeit des Klosters und Bräus erfolgte im Zuge der Aufklärung Ende des [[18. Jahrhundert]]s ein Niedergang. Der Nachwuchs blieb aus und die in Salzburg einmarschierenden [[napoleon]]ischen Truppen besetzten das riesige Gebäude für ihre Einheiten ([[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]). Kaum waren die [[Frankreich#Historische Salzburgbezüge |Franzosen]] abgezogen, brauchte es der [[Kurfürstentum Salzburg|Salzburger Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand]] für das Regiment Jordis.  
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