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{{geschlossen}}Das '''Café Staiger''' ist ein nicht mehr existierendes [[Kaffeehaus in der Stadt Salzburg|Kaffeehaus]] in der [[Stadt Salzburg]] und war der unmittelbare Vorläufer des [[Café Tomaselli]].

== Geschichte ==
Am [[3. August]] [[1753]] erhielt [[Anton Staiger]] die fürsterzbischöfliche Genehmigung ''das [[Cafegewölb Hruby|Engelhart'sche Cafegewölb]] mit allen seinen Möbeln unverrückter an sich zu nehmen.'' Mit diesem Kauf hatte sich Staiger auch verpflichtet, im Cafegewölb nur Männer arbeiten zu lassen und nicht jeden ohne Unterschied, ''sondern nur Bekannten und von distinguierter Achtung seienden Leuten den Zutritt zu verstatten und sich ein Lokal zu suchen, das auf einem offenen Platz nahe einer Wache gelegen sei.'' Dieses Inventar bestand aus ''6 kleine Tischl von hartem Holz, 12 Ledersessel, eine eiserne Hänguhr, 5 blecherne Wandleuchter und 13 Bilder'' sowie einem kupfernen Kühlkessel.

Erst nach elf Jahren, [[1764]], konnte er die zweite Forderung nach einem Haus an einem Platz erfüllen, als er sich das Eckhaus am [[Alter Markt|Alten Markt]] - [[Churfürststraße]] kaufen konnte. [[1765]] baute er es für seine Kaffeehauszwecke um und [[1722]] erhielt er die Erlaubnis für das Billardspiel.

Es war allerdings nicht das erste Billardspiel in Salzburg. Schon vor 1700 gab es eines am [[Salzburger Fürstenhof]], das dieser [[1704]] an das [[Priesterseminar]] weitergab. Dieses erhielt dann [[1713]] ein Neues.

Anton Staiger ließ sich in türkischer Tracht gekleidet Kaffee servierend abbilden. Nach längerem Kampf erhielt er auch die Schokoladenmacher-Konzession. Er starb [[1780]].

Sein Erbe war sein Sohn [[Franz Anton Staiger]]. Zwar betrieb er selten das Kaffeehaus selbst, ließ es aber [[1788]] durch Ankauf zweier Geschäftsläden im angrenzenden Nikoladonihaus erweitern.

Nach Franz Antons Tod im Jahr [[1819]] über sein Sohn [[Josef Staiger]] das Kaffeehaus. Er ließ das Kaffeehaus von einem Pächter betreiben. Da dieser mehrmals in der Nacht geöffnet hatte, wurde ihm zur Strafe von der Polizei einmal das Kaffeehaus für 24 Stunden gesperrt. Zur Exekution ließ man die Wache aber vor dem Kaffeehaus aufstellen, um wahrscheinlich mehr Aufsehen zu erregen (anstelle die Wache im Kaffeehaus zu lassen). Dieses Vorgehen stieß allerdings dem Kreisamt unangenehm auf.

Das Café Staiger bestand [[1844]] aus einem Kaffeezimmer, in dem sich sechs Spiegeln, 20 steinerne Tische befanden sowie aus einem Billard- und ''Tabak''zimmer (Raucherzimmer).

Die Tochter von Josef Staiger verkaufte am [[7. November]] [[1870]] das Kaffeehaus nach dessen Tod [[1847]] den Zuckerbäcker [[Carl Tomaselli]].

== Quelle ==
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19251224&query=%22Jean+Fontaine%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 24. Dezember 1925: Dr. [[Franz Martin]]: ''Das erste Kaffeehaus in Salzburg''

{{Zeitfolge
|AMT= Die Entstehung des Café Tomaselli
|ZEIT= um 1730? bis [[1753]]
|VORGÄNGER= [[Cafegewölb Hruby]]
|NACHFOLGER= [[Café Tomaselli]]
}}

{{SORTIERUNG: Staiger, Café}}
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]
[[Kategorie:historische Gaststätte]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Altstadt]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Gaststätten und Restaurants]]
[[Kategorie:historische Gaststätte]]
[[Kategorie:Cafe]]
[[Kategorie:nicht mehr existierende Betriebe]]

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