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[[Datei:Stnikola.jpg|thumb|Die 1798 eingeweihte Schifferkirche St. Nikola]]
 
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[[Datei:St. Nikola-Kirche in Oberndorf während des Abbruches.jpg|thumb|St. Nikola-Kirche in Oberndorf während des Abbruches]]
 
[[Datei:St. Nikola-Kirche in Oberndorf während des Abbruches.jpg|thumb|St. Nikola-Kirche in Oberndorf während des Abbruches]]
Die '''Kirche St. Nikola''' (auch: ''St. Ni<u>c</u>ola'') stand in [[Oberndorf bei Salzburg]] ([[Flachgau]]), einem ehemaligen Stadtteil von [[Laufen]]. Die einst ''hochangesehene „Schifferkirche“'', eine Filiale der [[Stiftskirche Laufen|Pfarrkirche Laufen]], war ab [[1816]] Seelsorgestelle, ab [[1850]] Pfarrkirche von Oberndorf gewesen und wurde [[1906]] demoliert.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 185.</ref><br/>Auf ihrem Schuttkegel steht jetzt die [[1937]] eingeweihte [[Stille-Nacht-Kapelle]].
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Die '''Kirche St. Nikola''' (auch ''St. Ni<u>c</u>ola'') stand in [[Oberndorf bei Salzburg]] ([[Flachgau]]), einem ehemaligen Stadtteil von [[Laufen]]. Die einst ''hochangesehene „Schifferkirche“'', eine Filiale der [[Stiftskirche Laufen|Pfarrkirche Laufen]], war ab [[1816]] Seelsorgestelle, ab [[1850]] Pfarrkirche von Oberndorf gewesen und wurde [[1906]] demoliert.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hrsg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 185.</ref><br/>Auf ihrem Schuttkegel steht jetzt die [[1937]] eingeweihte [[Stille-Nacht-Kapelle]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
Eine im Jahr [[1120]] urkundlich nachweisbare Kirche wurde [[1160]] erstmals als Nikoleikirche aktenkundig. Später wird sie als ''hochangesehene „Schifferkirche“'' St. Nikola (auch: ''St. Ni<u>c</u>ola'') bezeichnet und als Filiale der [[Stiftskirche Laufen|Pfarrkirche Laufen]] geführt.
 
Eine im Jahr [[1120]] urkundlich nachweisbare Kirche wurde [[1160]] erstmals als Nikoleikirche aktenkundig. Später wird sie als ''hochangesehene „Schifferkirche“'' St. Nikola (auch: ''St. Ni<u>c</u>ola'') bezeichnet und als Filiale der [[Stiftskirche Laufen|Pfarrkirche Laufen]] geführt.
Dem verheerenden Brand am [[1. April]] [[1769]], bei dem 79 Häuser, 20 Nebengebäude, das Mesnerhaus und der Wasserturm vernichtet werden, fiel auch die Kirche zum Opfer. Am [[15. März]] [[1770]] legte der [[Salzburger Domherr]] [[Vinzenz Josef Graf Schrattenbach]] den Grundstein für den Wiederaufbau der Kirche, die Pläne lieferte der Trostberger Maurermeister Franz Alois Mayr (1723–1771), der auch den Bau leitete. Nach dessen Tod vollendete sein Schwiegersohn Franz Joseph Lindmayr die Kirche. 1774 wurden in Burghausen von Johann Baptist Stöcher zwei Glocken für den Kirchturm gegossen, 1778 erhielt der im Wesentlichen noch romanische Turm einen mehrfachen Zwiebelhelm. Die Kirche wurde am 28. Oktober 1798 vom [[Bistum Chiemsee|Chiemseer Bischof]] [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]] eingeweiht. [[Johann Andreas Seethaler]] bezeichnete die Kirche als ''„einen schönen regelmäßigen Tempel“ ''.<ref>Zitiert nach: ''Österreichische Kunsttopographie. Bd. 10''. Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg, Teil 2: Die Gerichtsbezirke Mattsee und Oberndorf (ÖKT 10/2), Wien u.a. 1913, S. 563.</ref> Ab [[1816]] diente sie als Seelsorgestation ''Österreichisch-Laufens'', ab [[1850]] als Pfarrkirche, [[1906]] wurde sie abgerissen.<br/>Zu Weihnachten [[1818]] erklang in ihr zum ersten Mal das weltberühmte Lied ''[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]''.<br/>Immer wieder bedrohte [[Hochwasser]] der [[Salzach]] die Kirche, insbesondere eine Folge der [[Salzachregulierung#Stadt Salzburg|Flussregulierungen]] [[1851]] - [[1873]] stromaufwärts, die [[Karl Freiherr von Schwarz|Baron Schwarz]] durchgeführt hatte. Nach dem Hochwasser [[1899]] fiel der Entschluss zur Verlegung der Kirche an eine höher gelegene Stelle bzw. zum Bau einer neuen [[St. Nikolaus Kirche Oberndorf|Nikolauskirche]] durch Architekt Matthäus Schlager. Obwohl schon im Bau befindlich, erfolgte die offizielle Grundsteinlegung erst am Montag, den 19. März 1906, durch Kardinal [[Johannes Baptist Katschthaler]]. Am Montag den [[25. November]] [[1907]] wurde sie dann von Weihbischof [[Balthasar Kaltner]] konsekriert.
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Dem verheerenden Brand am [[1. April]] [[1769]], bei dem 79 Häuser, 20 Nebengebäude, das Mesnerhaus und der Wasserturm vernichtet werden, fiel auch die Kirche zum Opfer. Am [[15. März]] [[1770]] legte der [[Salzburger Domherr]] [[Vinzenz Josef Graf Schrattenbach]] den Grundstein für den Wiederaufbau der Kirche, die Pläne lieferte der Trostberger Maurermeister Franz Alois Mayr (* 1723; † 1771), der auch den Bau leitete. Nach dessen Tod vollendete sein Schwiegersohn Franz Joseph Lindmayr die Kirche. 1774 wurden in Burghausen von Johann Baptist Stöcher zwei Glocken für den Kirchturm gegossen, 1778 erhielt der im Wesentlichen noch romanische Turm einen mehrfachen Zwiebelhelm. Die Kirche wurde am 28. Oktober 1798 vom [[Bistum Chiemsee|Chiemseer Bischof]] [[Sigmund Christoph von Zeil und Trauchburg]] eingeweiht. [[Johann Andreas Seethaler]] bezeichnete die Kirche als ''„einen schönen regelmäßigen Tempel“ ''.<ref>Zitiert nach: ''Österreichische Kunsttopographie. Bd. 10''. Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg, Teil 2: Die Gerichtsbezirke Mattsee und Oberndorf (ÖKT 10/2), Wien u.a. 1913, S. 563.</ref> Ab [[1816]] diente sie als Seelsorgestation ''Österreichisch-Laufens'', ab [[1850]] als Pfarrkirche, [[1906]] wurde sie abgerissen.<br/>Zu Weihnachten [[1818]] erklang in ihr zum ersten Mal das weltberühmte Lied ''[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]''.<br/>Immer wieder bedrohte [[Hochwasser]] der [[Salzach]] die Kirche, insbesondere eine Folge der [[Salzachregulierung#Stadt Salzburg|Flussregulierungen]] [[1851]][[1873]] stromaufwärts, die [[Karl Freiherr von Schwarz|Baron Schwarz]] durchgeführt hatte. Nach dem Hochwasser [[1899]] fiel der Entschluss zur Verlegung der Kirche an eine höher gelegene Stelle bzw. zum Bau einer neuen [[St. Nikolaus Kirche Oberndorf|Nikolauskirche]] durch Architekt Matthäus Schlager. Obwohl schon im Bau befindlich, erfolgte die offizielle Grundsteinlegung erst am Montag, den 19. März 1906, durch Kardinal [[Johannes Baptist Katschthaler]]. Am Montag den [[25. November]] [[1907]] wurde sie dann von Weihbischof [[Balthasar Kaltner]] konsekriert.
    
== Orgel ==
 
== Orgel ==
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Die alte Orgel war laut dem Tiroler [[Orgelbauer]] [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]], der sie [[1821]] untersuchte, wurmstichig und teileweise unbrauchbar, er riet zu einem Neubau. Sie konnte dennoch um 140 [[Gulden|fl.]] nach [[Elixhausen]] verkauft werden und wurde [[1828]] in der dortigen Vikariatskirche aufgestellt, sie ist nicht erhalten.
 
Die alte Orgel war laut dem Tiroler [[Orgelbauer]] [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]], der sie [[1821]] untersuchte, wurmstichig und teileweise unbrauchbar, er riet zu einem Neubau. Sie konnte dennoch um 140 [[Gulden|fl.]] nach [[Elixhausen]] verkauft werden und wurde [[1828]] in der dortigen Vikariatskirche aufgestellt, sie ist nicht erhalten.
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[[1825]], im gleichen Jahr wie in [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.#Orgel|Faistenau]], stellte dann [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]] (* 1789; † 1844) eine von ihm geschaffene Orgel auf, das Gehäuse fertigte der Laufener Tischler Johann Hacksteiner an. Sie war das erste Instrument mit chromatischer Klaviatur im [[Salzburg (Bundesland)|Land]] - damals [[Herzogtum Salzburg|Herzogtum]] - Salzburg.<ref>[[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 266.</ref> [[Franz Xaver Gruber|Conrad Franz Xaver Gruber]] war 1816 – 1829 Organist in Oberndorf und spielte ab 1825 auf diesem Instrument.
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[[1825]], im gleichen Jahr wie in [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus d. Ä.#Orgel|Faistenau]], stellte dann [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Karl Mauracher]] (* 1789; † 1844) eine von ihm geschaffene Orgel auf, das Gehäuse fertigte der Laufener Tischler Johann Hacksteiner an. Sie war das erste Instrument mit chromatischer Klaviatur im [[Salzburg (Bundesland)|Land]] - damals [[Herzogtum Salzburg|Herzogtum]] - Salzburg.<ref>[[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 266.</ref> [[Franz Xaver Gruber|Conrad Franz Xaver Gruber]] war 1816–1829 Organist in Oberndorf und spielte ab 1825 auf diesem Instrument.
    
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* [http://www.pfarreoberndorf.at/upload/projekt_oberndorf/Zeittafel.html www.pfarreoberndorf.at - Die Geschichte der Pfarrkirche St. Ni<u>c</u>ola]
 
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== Anmerkungen und Einzelnachweise ==
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== Fußnoten ==
 
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[[Kategorie:Tourismus]]
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{{SORTIERUNG: Nikola, Kirche St.}}
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
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[[Kategorie:Oberndorf bei Salzburg]]
 
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
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[[Kategorie:Geschichte (Erzbistum)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
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[[Kategorie:Kultur]]
 
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[[Kategorie:Kunst]]
 
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[[Kategorie:Musik]]
 
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[[Kategorie:Musik (Geschichte)]]
 
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[[Kategorie:Stille Nacht]]
 
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