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| | == Name == | | == Name == |
| − | Der Name ''Mönchsberg'' leitet sich den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] ab. Auch der stadtnahe Teil des Mönchsberg gehörte im Mittelalter einst in weiten Teilen dem Kloster. | + | Der Name ''Mönchsberg'' leitet sich den Mönchen des an seinem Fuße gelegenen [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Benediktinerkloster St. Peter]] ab. Auch der stadtnahe Teil des Mönchsberg gehörte im [[Mittelalter]] einst in weiten Teilen dem Kloster. |
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| | == Geografie == | | == Geografie == |
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| | Er besteht weitestgehend aus [[Konglomerat]]. Das Gestein besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar. | | Er besteht weitestgehend aus [[Konglomerat]]. Das Gestein besteht aus schräg übereinander liegenden Bänken aus feinkörnigen und mittelkörnigen Schichten, zwischen denen sich schmale Sandlagen befinden (meist Grobsand, sehr selten Feinsand). Die Lagen sind unterschiedlich stark verkittet, die wenig verfestigten Lagen sind aufgrund der höheren Verwitterungsanfälligkeit gut als Nischen in den Felswänden erkennbar. |
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| − | Bohrungen, die den Konglomerat durchstießen, zeigen, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern vielfach auf weichem Flysch, auf <span style="color:green">Gosau-Schichten</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Gosau-Schichten]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (Sandstein und Mergel) und kleinräumig auch auf Grundmoräne liegt. Im Bereich der steilen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die sich z.T. mit Lehm gefüllt haben. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die Salzach, durch Skarpierungs- und Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass vermehrt Wasser in das Gestein eindringen kann. Dadurch wird auch in Verbindung mit Frost zur Erweiterung der Risse, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Skarpierungswänden. Auch an der Ostseite lassen sich Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung Mülln und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen besonderst stark skarpiert (vertikal abgearbeitet). Am Mönchsberg herrschten zwei Arten von Massenbewegungen vor: Kleine Steinschläge, die durch oberflächliche Verwitterung ausgelöst wurden und [[Felsstürze]] bis zu ca. 100 000 m³. | + | Bohrungen, die den Konglomerat durchstießen, zeigen, dass das Gestein des Mönchsbergs nicht auf hartem Untergrund, sondern vielfach auf weichem [[Flysch]], auf <span style="color:green">Gosau-Schichten</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Gosau-Schichten]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> (Sandstein und Mergel) und kleinräumig auch auf einer Grundmoräne liegt. Im Bereich der steilen Felswände bildeten sich hangparallele Entspannungsklüfte, die sich z. T. mit Lehm gefüllt haben. Sie dürften durch die Unterschneidung des Bergs durch die [[Salzach]], durch Skarpierungs- und Steinbrucharbeiten oder durch natürliche Entspannungsvorgänge entstanden sein. Die Brüche bewirken, dass vermehrt Wasser in das Gestein eindringen kann. Dadurch wird auch in Verbindung mit Frost zur Erweiterung der Risse, was zum Abbruch ganzer Felspartien führen kann. Die Nord-Ost-Flanke des Mönchsbergs besteht zu einem großen Teil aus vertikalen alten Skarpierungswänden. Auch an der Ostseite lassen sich Erosionskehlen entdecken. Die Seite Richtung Mülln und [[Riedenburg]] wurde aus Verteidigungsgründen besonderst stark skarpiert (vertikal abgearbeitet). Am Mönchsberg herrschten zwei Arten von Massenbewegungen vor: Kleine Steinschläge, die durch oberflächliche Verwitterung ausgelöst wurden und [[Felsstürze]] bis zu ca. 100 000 m³. |
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| | Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen (z. B. die [[Paschkoffwiese]]) und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Ausflugsziel dar. Kleinräumig ist zum Erhalt der Erholungslandschaft die Verbesserung historischer Aussichten das Zurücksetzen von Wald (Niederwaldkultur) oder die die Rückführung kleiner Waldteile in Magerrasen wichtig. | | Als Plateauberg stellt er mit seinem kleinräumigen Wechsel von Wald und Wiesen (z. B. die [[Paschkoffwiese]]) und seinen vielen Aussichtsplätzen einen Naherholungsraum und Ausflugsziel dar. Kleinräumig ist zum Erhalt der Erholungslandschaft die Verbesserung historischer Aussichten das Zurücksetzen von Wald (Niederwaldkultur) oder die die Rückführung kleiner Waldteile in Magerrasen wichtig. |
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| | Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die [[Altstadt]] mit dem [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Riedenburg]] im Westen. | | Das [[Sigmundstor]] (im Volksmund ''Neutor'' genannt) wurde von [[1764]] bis [[1766]] erbaut. Es verbindet die [[Altstadt]] mit dem [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Riedenburg]] im Westen. |
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| − | [[1889]] entdeckte man eine Tropfsteinhöhle im Bereich von [[Bucklreuth]]. | + | [[1874]]/[[1875]] wurde der [[Erster Trinkwasser-Hochbehälter Mönchsberg|erste Speicher]] für [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem im Berg gelegenen [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälter]] von 25 000 m³ mitversorgt. Daneben gab es um 1900 noch den Wasserturm, heute [[Amalie-Redlich-Turm]] genannt neben dem heutigen [[Museum der Moderne Mönchsberg]]. |
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| − | [[1874]]/[[1875]] wurde der [[Erster Trinkwasser-Hochbehälter Mönchsberg|erste Speicher]] für [[Trinkwasser für die Stadt Salzburg]] für [[Untersberg]]-Quellwasser auf dem Mönchsberg gebaut (1 080 m³). Noch heute wird die Stadt aus einem im Berg gelegenen [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälter]] von 25 000 m³ mitversorgt. Daneben gab es um 1900 noch den Wasserturm, heute [[Amalie-Redlich-Turm]] genannt neben dem heutigen [[Museum der Moderne Mönchsberg]]. | + | [[1887]] entdeckte man eine [[Tropfsteinhöhle im Mönchsberg|Tropfsteinhöhle]] im Bereich von [[Bucklreuth]]. |
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| | Das [[Johannes-Schlössl]] entstand im [[16. Jahrhundert]] und ist heute im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. In der Nähe befindet sich das [[Marketenderschlössl]] sowie das [[Hintermaiergütl]], der ehemalige [[Meierhof]] des Johannes-Schlösss. | | Das [[Johannes-Schlössl]] entstand im [[16. Jahrhundert]] und ist heute im Besitz der [[Kongregation der Pallottiner]]. In der Nähe befindet sich das [[Marketenderschlössl]] sowie das [[Hintermaiergütl]], der ehemalige [[Meierhof]] des Johannes-Schlösss. |
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| | * über die [[Mönchsbergstiege (Riedenburg)|Riedenburger Stiege]] von der [[Reichenhaller Straße]] bei Engstelle oberhalb des Sigmundstores. | | * über die [[Mönchsbergstiege (Riedenburg)|Riedenburger Stiege]] von der [[Reichenhaller Straße]] bei Engstelle oberhalb des Sigmundstores. |
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| − | Entlang der Abbruchkanten führen zwei Fußwege, der eine östlich mit Blick auf die Alt- und [[Neustadt]] sowie den [[Kapuzinerberg]], der andere westlich unterhalb des [[Johannes-Schlössl]] mit Blick auf [[Mülln]], [[Maxglan]] und Riedenburg. Auf beiden Wegen gibt es Sitzbänke und Aussichtspunkte. | + | Entlang der Abbruchkanten führen zwei Fußwege, der eine östlich mit Blick auf die Alt- und [[Neustadt]] sowie den [[Kapuzinerberg]], der andere westlich unterhalb des [[Johannes-Schlößl]] mit Blick auf [[Mülln]], [[Maxglan]] und Riedenburg. Auf beiden Wegen gibt es Sitzbänke und Aussichtspunkte. |
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| | == Aussichtspunkte == | | == Aussichtspunkte == |