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[[Datei:Sigmundstor, westliche Seite.JPG|thumb|Sigmundstor, westliche Seite]]
 
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[[Datei:Neutor, westliche Ansicht mit Mönchsberg Salzburgblicke Neutor 22.1.2004.jpg|thumb|Sigmundstor, westliche Ansicht mit [[Mönchsberg]]]]  
 
[[Datei:Neutor, westliche Ansicht mit Mönchsberg Salzburgblicke Neutor 22.1.2004.jpg|thumb|Sigmundstor, westliche Ansicht mit [[Mönchsberg]]]]  
Das '''Sigmundstor''', auch ''Si'''e'''gmundstor'' geschrieben, früher "''Neutor''" genannt, verbindet die [[Riedenburg]] mit der [[Altstadt]] von Salzburg.  
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Das '''Sigmundstor''', auch ''Si'''e'''gmundstor'' geschrieben, auch "''Neutor''" genannt, verbindet die [[Riedenburg]] mit der [[Altstadt]] von Salzburg.  
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==Schreibweise==
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== Name und Schreibweise==
Die Inschrift des Tores laut zwar ''Siegmundstor''. Weil das Tor aber nach dem heiligen Sigismund (auch als heiliger Sigmund bekannt) geweiht ist, scheint die Schreibweise ''Sigmundstor'' trotzdem folgerichtiger. Jedoch schreibt es der Magistrat der Stadt Salzburg auf dem offiziellen [[Digitaler Stadtplan von Salzburg|digitalen Stadtplan von Salzburg]] ''Si'''e'''mundstor''.
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Die Inschrift des Tores laut zwar ''Siegmundstor''. Weil das Tor aber nach dem heiligen Sigismund (auch als heiliger Sigmund bekannt) geweiht ist, scheint die Schreibweise ''Sigmundstor'' trotzdem folgerichtiger. Jedoch schreibt es der Magistrat der Stadt Salzburg auf dem offiziellen [[Digitaler Stadtplan von Salzburg|digitalen Stadtplan von Salzburg]] ''Si'''e'''mundstor'', sowie auch ''Neutor''. Der Name "Sigmundstor" hat die bis 1991 geltende offizielle Benennung "Neutor" nicht verdrängen können.
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==Geschichte==
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== Geschichte ==
 
Hofkriegsrat [[Guidobald Franz Freiherr von Hegi]] trat [[1676]] an den [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] heran und schlug vor, den [[Mönchsberg]] an der schmalsten Stelle zu durchtrennen. Der Durchstich sollte sich durch den Verkauf von Quadern und durch Robot selbst finanzieren. Dadurch sollte ein erhöhtes Steueraufkommen ermöglicht werden, die Absiedlung feuergefährlicher Betriebe möglich werden, neuer Wohnraum geschaffen, die nicht einfache Verteidigung der inneren [[Riedenburg]] sichergestellt und die Verteidigung von Stadt und [[Festung Hohensalzburg|Festung]] verbessert werden.  
 
Hofkriegsrat [[Guidobald Franz Freiherr von Hegi]] trat [[1676]] an den [[Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]] heran und schlug vor, den [[Mönchsberg]] an der schmalsten Stelle zu durchtrennen. Der Durchstich sollte sich durch den Verkauf von Quadern und durch Robot selbst finanzieren. Dadurch sollte ein erhöhtes Steueraufkommen ermöglicht werden, die Absiedlung feuergefährlicher Betriebe möglich werden, neuer Wohnraum geschaffen, die nicht einfache Verteidigung der inneren [[Riedenburg]] sichergestellt und die Verteidigung von Stadt und [[Festung Hohensalzburg|Festung]] verbessert werden.  
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Bis ins spätere [[19. Jahrhundert]] war das Sigmundstor von einem Zwinger geschützt, der mit einem Steckentor (d. h. mit Palisaden) geschlossen werden konnte. Um 1830 bestanden auf der Südseite noch ein k.k. Maut- und ein k.k. Wachhaus.
 
Bis ins spätere [[19. Jahrhundert]] war das Sigmundstor von einem Zwinger geschützt, der mit einem Steckentor (d. h. mit Palisaden) geschlossen werden konnte. Um 1830 bestanden auf der Südseite noch ein k.k. Maut- und ein k.k. Wachhaus.
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==Kurioses==
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== Kurioses ==
 
An beiden Einfahrtseiten des Sigmundstores waren um 1896 Schilder angebracht mit der Aufschrift: „''Peitschenknallen verboten''“. Das war zweifellos sinnvoll, denn der schussähnlich wirkende Knall hätte so manches Pferd zum Durchgehen veranlasst.<ref>Quelle: Persönliches Gespräch von [[Benutzer:Gattermair]] mit [[Hans Seefeldner]]</ref>  
 
An beiden Einfahrtseiten des Sigmundstores waren um 1896 Schilder angebracht mit der Aufschrift: „''Peitschenknallen verboten''“. Das war zweifellos sinnvoll, denn der schussähnlich wirkende Knall hätte so manches Pferd zum Durchgehen veranlasst.<ref>Quelle: Persönliches Gespräch von [[Benutzer:Gattermair]] mit [[Hans Seefeldner]]</ref>  
    
Im Sigmundstor betrug Anfang der Motorisierung um 1900 die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge sechs Stundenkilometer<ref>Quelle ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918,'' [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], Wolfram Morath (Hrsg.), 2000, ISBN 3-901014-68-3</ref>
 
Im Sigmundstor betrug Anfang der Motorisierung um 1900 die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge sechs Stundenkilometer<ref>Quelle ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918,'' [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], Wolfram Morath (Hrsg.), 2000, ISBN 3-901014-68-3</ref>
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==Technik==
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== Technik ==
 
Der Tunnel ist 135 m lang und hat vom [[Herbert-von-Karajan-Platz]] zum [[Richard-Hildmann-Platz]] ansteigend eine annähernde Neigung von zehn Metern (7,4 %). Durch diese geringe Neigung wird gemäß historischen Publikationen einfallendes Licht von der [[Riedenburg]] her vom Boden geringfügig besser an die Decke geworfen und macht den Tunnel dadurch angeblich etwas heller.  Gleichzeitig wird allerdings die Neigung der Lichteinfall von Westen her aber etwas verschlechtert. Der wesentliche Grund für die Neigung des Tunnels liegt aber darin, dass das Westportal mit seiner umgebenden Wehranlage aus militärischen Gründen höher liegen musste als die unmittelbare Umgebung.
 
Der Tunnel ist 135 m lang und hat vom [[Herbert-von-Karajan-Platz]] zum [[Richard-Hildmann-Platz]] ansteigend eine annähernde Neigung von zehn Metern (7,4 %). Durch diese geringe Neigung wird gemäß historischen Publikationen einfallendes Licht von der [[Riedenburg]] her vom Boden geringfügig besser an die Decke geworfen und macht den Tunnel dadurch angeblich etwas heller.  Gleichzeitig wird allerdings die Neigung der Lichteinfall von Westen her aber etwas verschlechtert. Der wesentliche Grund für die Neigung des Tunnels liegt aber darin, dass das Westportal mit seiner umgebenden Wehranlage aus militärischen Gründen höher liegen musste als die unmittelbare Umgebung.
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==Quellen==
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== Quellen ==
 
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg
 
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg
 
* [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010
 
* [[Salzburger Nachrichten]] 7. Juli 2010