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[[Datei:Kollegienkirche Rupert von Worms Salzfass.jpg|thumb|Rupert von Worms in einer Darstellung mit [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]] in der Salzburger [[Kollegienkirche]].]]
 
[[Datei:Kollegienkirche Rupert von Worms Salzfass.jpg|thumb|Rupert von Worms in einer Darstellung mit [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]] in der Salzburger [[Kollegienkirche]].]]
 
[[Datei:Gedenktafel Festung Hohensalzburg Heiliger Rupert mit Wappen Leonhard von Keutschach.jpg|thumb|Der heilige Rupert, [[Festung Hohensalzburg]] ]]  
 
[[Datei:Gedenktafel Festung Hohensalzburg Heiliger Rupert mit Wappen Leonhard von Keutschach.jpg|thumb|Der heilige Rupert, [[Festung Hohensalzburg]] ]]  
[[Datei:Schutzmantel Rupertus Statue Bad Dürrnberg.jpg|thumb|Schutzmantel-[[Rupert von Worms|Rupertus]]-Statue, erste Hälfte des [[18. Jahrhundert]]s, unterhalb der Bergknappen ist das [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]] zu sehen, mit dem der Heilige seit dem [[15. Jahrhundert]] dargestellt wird.]]
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[[Datei:Schutzmantel Rupertus Statue Bad Dürrnberg.jpg|thumb|Schutzmantel-Rupertus-Statue in der [[Wallfahrtskirche Zu Unserer Lieben Frau Maria Himmelfahrt]], erste Hälfte des [[18. Jahrhundert]]s, unterhalb der Bergknappen ist das [[Salzfass (Transportgefäß)|Salzfass]] zu sehen, mit dem der Heilige seit dem [[15. Jahrhundert]] dargestellt wird.]]
 
'''Rupert von Worms''', auch ''Rupert von Salzburg'', ''Hrodbertus'' oder  ''Ruprecht'' (* um [[650]]; † [[27. März]] [[716]]/[[718]] in Worms, [[Deutschland]]), war Bischof und Abt und ist der Landespatron von [[Salzburg]], der am [[24. September]] gefeiert wird. Er ist einer der [[Heilige, Selige und verehrungswürdige Personen der Erzdiözese Salzburg|heilig gesprochenen Personen]] der [[Erzdiözese Salzburg]].
 
'''Rupert von Worms''', auch ''Rupert von Salzburg'', ''Hrodbertus'' oder  ''Ruprecht'' (* um [[650]]; † [[27. März]] [[716]]/[[718]] in Worms, [[Deutschland]]), war Bischof und Abt und ist der Landespatron von [[Salzburg]], der am [[24. September]] gefeiert wird. Er ist einer der [[Heilige, Selige und verehrungswürdige Personen der Erzdiözese Salzburg|heilig gesprochenen Personen]] der [[Erzdiözese Salzburg]].
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Der Salzburger Gründerheilige und erste [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] gehörte dem fränkischen Hochadel an und war verwandt mit dem merowingischen Königshaus (möglicherweise stammte er aus der Familie der Robertiner). Im späten [[7. Jahrhundert]] wirkte er als Bischof von Worms. Vermutlich haben ihn persönliche Gegensätze mit dem fränkischen Hausmeier Pippin II. veranlasst, Worms zu verlassen, denn dieser Schritt stand eigentlich im Widerspruch zu den kanonischen Bestimmungen. Der [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerische Herzog]] [[Theodo II.]] (ca. * 680; † 718) lud ihn nach [[Bayern]] ein und übertrug ihm wichtige kirchliche und politische Aufgaben. Rupert war mit Theodos Frau Folchaid verwandt. In der bayerischen Herzogsstadt [[Regensburg]] bekehrte Rupert den Herzog mitsamt seinem Gefolge zum katholischen Christentum. Der Überlieferung nach hat er sogar Herzog Theodo getauft. Die Taufe war ein Symbol für den Beginn der Christianisierung des ganzen Herzogtums, welche Rupert zum "''Apostel der Bayern''" hat werden lassen.
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Der Salzburger Gründerheilige und erste [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] gehörte dem fränkischen Hochadel an und war verwandt mit dem merowingischen Königshaus (möglicherweise stammte er aus der Familie der Robertiner). Im späten [[7. Jahrhundert]] wirkte er als Bischof von Worms. Vermutlich haben ihn persönliche Gegensätze mit dem fränkischen Hausmeier Pippin II. veranlasst, Worms zu verlassen, denn dieser Schritt stand eigentlich im Widerspruch zu den kanonischen Bestimmungen. Der [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerische Herzog]] [[Theodo II.]] (ca. * 680; † 718) lud ihn nach [[Bayern]] ein und übertrug ihm wichtige kirchliche und politische Aufgaben. Rupert war mit Theodos Frau Folchaid verwandt. In der bayerischen Herzogsstadt [[Regensburg]] bekehrte Rupert den Herzog mitsamt seinem Gefolge zum katholischen Christentum. Der Überlieferung nach hat er sogar Herzog [[Theodo]] getauft. Die Taufe war ein Symbol für den Beginn der Christianisierung des ganzen Herzogtums, welche Rupert zum "''Apostel der Bayern''" hat werden lassen.
    
Nach seinem erfolgreichen Wirken in Regensburg erhielt er den Auftrag zur Mission im gesamten [[Herzogtum Bayern|Herzogtum]] und darüber hinaus, was mit umfassenden Vollmachten verbunden war. Wahrscheinlich sollte Rupert die Organisation der bayerischen Kirche aufbauen und die Gründung von Bistümern vorbereiten. Der Herzog verfolgte damit auch ein politisches Ziel: Durch die Missionierung im Süden und Osten sollte die Erweiterung des bayerischen Herzogtums in diese Richtungen in die Wege geleitet werden.  
 
Nach seinem erfolgreichen Wirken in Regensburg erhielt er den Auftrag zur Mission im gesamten [[Herzogtum Bayern|Herzogtum]] und darüber hinaus, was mit umfassenden Vollmachten verbunden war. Wahrscheinlich sollte Rupert die Organisation der bayerischen Kirche aufbauen und die Gründung von Bistümern vorbereiten. Der Herzog verfolgte damit auch ein politisches Ziel: Durch die Missionierung im Süden und Osten sollte die Erweiterung des bayerischen Herzogtums in diese Richtungen in die Wege geleitet werden.  
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Rupert gründete zusammen mit seinen Gefährten [[Chuniald]] und [[Gislar]], sowie weiteren Helfern, in Iuvavum das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Kloster St. Peter]] und ließ die dem Apostel Petrus geweihte Klosterkirche im Bereich des heutigen [[Kapitelplatz]]es erbauen. Als erster Abt stand er dem Kloster St. Peter vor. Es war kein Kloster mit Mönchen, sondern ein Missionskloster, von welchem aus Geistliche das ganze umliegende Land zum Christentum bekehrten. Die [[Benediktiner]]<nowiki>regel</nowiki> mit ihrer strengen Ortsgebundenheit setzte sich erst zweihundert Jahre später durch. Rupert und seine Nachfolger leiteten bis zur Gründung des [[Erzbistum Salzburg|Bistums Salzburg]] ([[739]]) als Äbte (nicht als Bischöfe) die Missionierung des bayerischen Südostens und [[Karantanien]]s ([[Kärnten]]s).   
 
Rupert gründete zusammen mit seinen Gefährten [[Chuniald]] und [[Gislar]], sowie weiteren Helfern, in Iuvavum das [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Kloster St. Peter]] und ließ die dem Apostel Petrus geweihte Klosterkirche im Bereich des heutigen [[Kapitelplatz]]es erbauen. Als erster Abt stand er dem Kloster St. Peter vor. Es war kein Kloster mit Mönchen, sondern ein Missionskloster, von welchem aus Geistliche das ganze umliegende Land zum Christentum bekehrten. Die [[Benediktiner]]<nowiki>regel</nowiki> mit ihrer strengen Ortsgebundenheit setzte sich erst zweihundert Jahre später durch. Rupert und seine Nachfolger leiteten bis zur Gründung des [[Erzbistum Salzburg|Bistums Salzburg]] ([[739]]) als Äbte (nicht als Bischöfe) die Missionierung des bayerischen Südostens und [[Karantanien]]s ([[Kärnten]]s).   
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Die besonders reichen Schenkungen der bayerischen Herzöge an das Kloster schufen bereits zur Zeit Ruperts die wirtschaftliche Basis für den späteren Aufstieg Salzburgs zum Metropolitansitz (Sitz des [[Erzbischof]]s als Mittelpunkt der bayerischen Kirchenprovinz). Besonders wichtig war die Schenkung von einem Drittel der Soleschüttung und 20 Salzsiedeanlagen in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Rupert besaß damit den größten Anteil an der Saline. Das kommt auch durch den seit etwa 755 verwendeten deutschen Namen für Iuvavum zum Ausdruck: "Salzburg" ist abgeleitet vom [[Salz]] aus den [[Saline Reichenhall|Reichenhaller Salinen]] und der Herzogsburg am Festungsberg. Der Name weist auf die damalige führende Position Salzburgs in der Salzproduktion und im [[Salzhandel]] hin.
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Die besonders reichen Schenkungen der bayerischen Herzöge an das Kloster schufen bereits zur Zeit Ruperts die wirtschaftliche Basis für den späteren Aufstieg Salzburgs zum Metropolitansitz (Sitz des [[Erzbischof]]s als Mittelpunkt der [[bayerischen Kirchenprovinz]]). Besonders wichtig war die Schenkung von einem Drittel der Soleschüttung und 20 Salzsiedeanlagen in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]]. Rupert besaß damit den größten Anteil an der Saline. Das kommt auch durch den seit etwa 755 verwendeten deutschen Namen für Iuvavum zum Ausdruck: "Salzburg" ist abgeleitet vom [[Salz]] aus den [[Saline Reichenhall|Reichenhaller Salinen]] und der Herzogsburg am Festungsberg. Der Name weist auf die damalige führende Position Salzburgs in der Salzproduktion und im [[Salzhandel]] hin.
    
Als Stützpunkt zur Missionierung im [[Pongau]] gründete Rupert [[711]]/[[712]] ein weiteres Kloster, die [[Pfarrkirche hl. Maximilian|Maximilianszelle]] im heutigen [[Bischofshofen]]. Nach mehreren Zerstörungen verlieren sich die Spuren dieses Klosters im frühen [[9. Jahrhundert]]. Das große Waldgebiet im Pongau jedoch, welches Herzog [[Theudebert|Theodbert]] an die Maximilianszelle schenkte, wurde später zur Keimzelle des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]].  
 
Als Stützpunkt zur Missionierung im [[Pongau]] gründete Rupert [[711]]/[[712]] ein weiteres Kloster, die [[Pfarrkirche hl. Maximilian|Maximilianszelle]] im heutigen [[Bischofshofen]]. Nach mehreren Zerstörungen verlieren sich die Spuren dieses Klosters im frühen [[9. Jahrhundert]]. Das große Waldgebiet im Pongau jedoch, welches Herzog [[Theudebert|Theodbert]] an die Maximilianszelle schenkte, wurde später zur Keimzelle des [[Salzburg (Bundesland)|Landes Salzburg]].  

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