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| − | '''Urban Sagstetter''' (* um [[1529]] in Pfaffstätten, Herzogtum Österreich; † [[13. Oktober]] [[1573]] in Gurk) war Bischof von Gurk und Administrator der Diözese Wien. | + | '''Urban Sagstetter''' (* um [[1529]] in Pfaffstätten, Herzogtum [[Österreich]], heute [[Niederösterreich]]; † [[13. Oktober]] [[1573]] in [[Gurk]]) war [[Bischof von Gurk]] und Administrator der Diözese Wien. |
| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Sagstetter wurde [[1532]] nach einem Angriff der Türken auf die Festung Güns als überlebendes Kind unter den Toten in Pfaffstätten gefunden, er erhielt nach seinen Pflegeeltern den Namen Sagstetter. | + | Sagstetter wurde [[1532]] nach einem Angriff der [[Türkei|Türken]] auf die Festung Güns als überlebendes Kind unter den Toten in Pfaffstätten gefunden, er erhielt nach seinen Pflegeeltern den Namen Sagstetter. |
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| − | Er studierte in Wien, wobei er ein guter Kenner des Hebräischen wurde. [[1547]] wurde er Diakon und Prediger am Bürgerspital. [[1551]] wurde er zum Priester geweiht und Domprediger. Am [[29. Juni]] [[1553]] wurde er vom Passauer Bischof Wolfgang von Salm zum Weihbischof in Passau geweiht. [[1556]] wurde er von Ferdinand I. zum Bischof von Gurk ernannt. Auch wenn er im Februar [[1563]] zum Bischof von Wien ernannt wurde, verzichtete er nicht auf das Bistum Gurk sondern wirkte in Wien nur als Administrator. | + | Er studierte in [[Wien]], wobei er ein guter Kenner des Hebräischen wurde. [[1547]] wurde er [[Diakon]] und Prediger am Bürgerspital. [[1551]] wurde er zum Priester geweiht und Domprediger. Am [[29. Juni]] [[1553]] wurde er vom [[Passau]]er Bischof Wolfgang von Salm zum Weihbischof in Passau geweiht. [[1556]] wurde er von [[Ferdinand I.]] zum Bischof von Gurk ernannt. Auch wenn er im Februar [[1563]] zum Bischof von Wien ernannt wurde, verzichtete er nicht auf das Bistum Gurk, sondern wirkte in Wien nur als Administrator. |
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| − | Seine Predigten fanden großen Zulauf, und er war um Ausgleich mit den Protestanten bemüht, auch trat er für die Priesterehe ein. [[1568]] resignierte er auf das Bistum Wien und war bis zu seinem frühen Tod nur mehr Bischof von Gurk. Sein Grab befindet sich in der [[Stadtpfarrkirche St. Nikolaus|Pfarrkirche St. Nikolai]] in Straßburg. | + | Seine Predigten fanden großen Zulauf, und er war um Ausgleich mit den [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Protestanten]] bemüht, auch trat er für die Priesterehe ein. [[1568]] resignierte er auf das Bistum Wien und war bis zu seinem frühen Tod nur mehr Bischof von Gurk. Sein Grab befindet sich in der [[Stadtpfarrkirche St. Nikolaus|Pfarrkirche St. Nikolai]] in Straßburg. |
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