In der ersten Sitzung der provisorischen Landesversammlung hatte Salzburg seinen Beitritt zu (Deutsch-)Österreich erklärt und die Nationalversammlung in Wien als oberstes Organ anerkannt. Am 14. November 1918 beschloss die Nationalversammlung das Gesetz betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern (StGBl. Nr. 24/1918). Nach diesem Gesetz hatten an der Spitze der Landesversammlung nicht mehr die drei Präsidenten, sondern ein Landeshauptmann und seine zwei bis vier Stellvertreter zu stehen, die die Landesregierung bildeten, wobei die Bestellung des für die Finanzgeschäfte zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreters der Zustimmung des (deutsch-)österreichischen Staatsrates bedurfte. Diese und andere „zentralistische“ Vorgaben führten zu einer heftigen Kontroverse, wobei nur die Deutschfreiheitlichen den zentralistischen Standpunkt einnahmen – mit Ausnahme von Karl Irresberger, der sich nicht scheute, seinem Parteiobmann offen zu widersprechen. Dem daraufhin gewählten neunköpfigen Landesrat gehörte Ing. Irresberger nicht mehr an, seine Amtszeit als Regierungsmitglied dauerte also nur 22 Tage (7.-29. November 1918). | In der ersten Sitzung der provisorischen Landesversammlung hatte Salzburg seinen Beitritt zu (Deutsch-)Österreich erklärt und die Nationalversammlung in Wien als oberstes Organ anerkannt. Am 14. November 1918 beschloss die Nationalversammlung das Gesetz betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern (StGBl. Nr. 24/1918). Nach diesem Gesetz hatten an der Spitze der Landesversammlung nicht mehr die drei Präsidenten, sondern ein Landeshauptmann und seine zwei bis vier Stellvertreter zu stehen, die die Landesregierung bildeten, wobei die Bestellung des für die Finanzgeschäfte zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreters der Zustimmung des (deutsch-)österreichischen Staatsrates bedurfte. Diese und andere „zentralistische“ Vorgaben führten zu einer heftigen Kontroverse, wobei nur die Deutschfreiheitlichen den zentralistischen Standpunkt einnahmen – mit Ausnahme von Karl Irresberger, der sich nicht scheute, seinem Parteiobmann offen zu widersprechen. Dem daraufhin gewählten neunköpfigen Landesrat gehörte Ing. Irresberger nicht mehr an, seine Amtszeit als Regierungsmitglied dauerte also nur 22 Tage (7.-29. November 1918). |