| − | Um 1740 war von den österreichischen, Salzburger und bayrischen Benediktineräbten in einer Konferenz beschlossen bzw. angeregt worden, eine neue Universitätssternwarte auch für Salzburg zu errichten. Als Standort wurde damals (angeblich) das Stift Kremsmünster gewählt, das (gemäß der Schriftenreihe des Landes) aufgrund seiner rundum freien Sicht von der Kremsterrasse einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Gebirgsrandlage Salzburg genoss. (Von Bergen im Norden der Stadt Salzburg, vom Stift Michaelbeuern, von Laufen, Tittmonig, Mühldorf etc. ist die Sicht nicht schlechter, z.T. sogar etwas besser als vom Kalkvoralpenrand in Kremsmünster, die verschiedliche Sicht in Salzburg und Kremsmünster war kaum maßgeblich für den Sternwartenbau in Kremsmünster.) | + | Um 1740 war von den österreichischen, Salzburger und bayrischen Benediktineräbten in einer Konferenz beschlossen bzw. angeregt worden, eine neue Universitätssternwarte auch für Salzburg zu errichten. Als Standort wurde damals (angeblich) das Stift Kremsmünster gewählt, das (gemäß der [[Schriftenreihe des Landespressebüros]]) aufgrund seiner rundum freien Sicht von der Kremsterrasse einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Gebirgsrandlage Salzburg genoss. Anmerkung: Von Bergen im Norden der [[Stadt Salzburg]], von der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]], von [[Laufen]], [[Tittmoning]], [[Mühldorf am Inn]] etc. ist die Sicht nicht schlechter, z. T. sogar etwas besser als vom [[Salzburger Kalkvoralpen|Kalkvoralpenrand]] in [[Kremsmünster]], die unterschiedlich Sicht in Salzburg und Kremsmünster war daher wohl kaum maßgeblich für den Sternwartenbau in Kremsmünster.) |
| − | Der Abt von [[Kremsmünster]] Alexander Fixlmillner griff jedenfalls die Idee auf und begann im Jahr [[1740]] mit dem Bau von Unterrichtsräumen, ein mathematischer Turm darüber sollte folgen. Geldmangel verhinderte vorerst den Bau der Obergeschoße. Acht Jahre später wurde mit dem Bau der Sternwarte an anderer Stelle begonnen, die Arbeiten waren 1758 vollendet. | + | Der Abt des Benediktinerstifts Kremsmünster, Alexander Fixlmillner, griff jedenfalls die Idee auf und begann im Jahr [[1740]] mit dem Bau von Unterrichtsräumen, ein mathematischer Turm darüber sollte folgen. Geldmangel verhinderte vorerst den Bau der Obergeschoße. Acht Jahre später wurde mit dem Bau der Sternwarte an anderer Stelle begonnen, die Arbeiten waren 1758 vollendet. |
| | Schon seit dem [[16. Jahrhundert]] wurden im Stift [[Astronomie|astronomische]] Beobachtungen durchgeführt und aufgezeichnet. Diese Erfahrungen konnten auch Salzburger Professoren vielfach nutzen, einige Biografien bedeutender Salzburger Wissenschafter sind mit der Sternwarte Kremsmünster verbunden, beispielsweise mit Abt [[Berthold Vogl]] (1759 bis 1771). Er ersetzte als Salzburger Philosophieprofessor die ''Aristotelische Schulphilosophie'' durch die ''Leibnizianische-Wolfsche Philosophie''. Dies brachte eine Trennung der ''Logik'' (= reine Mathematik) und der ''Physik'' (= angewandte Mathematik). | | Schon seit dem [[16. Jahrhundert]] wurden im Stift [[Astronomie|astronomische]] Beobachtungen durchgeführt und aufgezeichnet. Diese Erfahrungen konnten auch Salzburger Professoren vielfach nutzen, einige Biografien bedeutender Salzburger Wissenschafter sind mit der Sternwarte Kremsmünster verbunden, beispielsweise mit Abt [[Berthold Vogl]] (1759 bis 1771). Er ersetzte als Salzburger Philosophieprofessor die ''Aristotelische Schulphilosophie'' durch die ''Leibnizianische-Wolfsche Philosophie''. Dies brachte eine Trennung der ''Logik'' (= reine Mathematik) und der ''Physik'' (= angewandte Mathematik). |