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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Anton-Wallner-Kaserne wurde [[1938]] von der Deutschen Wehrmacht gegründet. Sie ist nach dem Freiheitskämpfer [[Anton Wallner]] benannt, der die Salzburger im [[Befreiungskriege_(Überblick)|Freiheitskampf]] gegen die Franzosen und [[Bayern]] [[1809]] anführte.
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Die Wallner-Kaserne ist nach dem Freiheitskämpfer [[Anton Wallner]] benannt, welcher – von Andreas Hofer zum Oberkommandanten des [[Pinzgau]]es erklärt – die dortigen Schützenkompanien [[1809]] im [[Befreiungskriege_(Überblick)|Freiheitskampf]] gegen die Franzosen und [[Bayern]] anführte. Die Kaserne wurde in den Jahren [[1936]]/37 errichtet und im Oktober [[1937]] erstmals von Soldaten des 1. Österreichischen Bundesheeres bezogen. Diese waren Angehörige des Infanterieregiments Nr. 2 "Alt Starhemberg" und wurden von Wien nach Saalfelden verlegt.  
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Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] richtete die amerikanische Militärverwaltung hier ein DP-Lager (''Displaced Persons'') für Kriegsflüchtlinge ein. Im August [[1946]] entschied man, nur mehr jüdische Flüchtlinge unterzubringen. Das Lager wurde unter dem Namen ''Givat Avoda'' (Hügel der Arbeit) bekannt. Von Saalfelden aus gelang bis [[1947]] 5.000 Juden die Flucht über [[Krimml]] und das Krimmler Achental nach [[Südtirol]].
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Nach dem Anschluss des Ständestaates Österreich an das Deutsche Reich im März [[1938]] stationierte die Wehrmacht während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in der Wallner-Kaserne Teile des Ergänzungsbataillons des Gebirgsjägerregiments 137 sowie der Korpssanitätsschule (später umbenannt in Heeresgebirgssanitätsschule mit Hauptstandort in St. Johann in [[Tirol]]).  
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Nach dem Abzug der Besatzungsmächte übernahm das Österreichische Bundesheer [[1955]] die Kaserne und installierte [[1963]] die Jägerschule in der Wallnerkaserne, die sich der Infanterieausbildung im Gebirge widmete. Mehr als 40 Jahre sollte diese Spezialausbildung die Grundlage des Standortes Saalfelden sein. Ab [[1986]] kamen zunächst vornehmlich amerikanische Militäreinheiten, darunter auch Spezialeinheiten wie die Navy SEALs, regelmäßig in den [[Pinzgau]], um hier Spezialtrainings abzuhalten. Die Jägerschule entwickelte sich zu einer der bekanntesten Infanterieschulen für die Alpin- und Gebirgskampfausbildung in Europa.
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Beim Zusammenbruch des Deutschen Reiches im Mai [[1945]] übernahmen anfangs Soldaten des 2. Bataillons/ 506. Fallschirmjägerregiment/ 101. US-Luftlandedivision die Wallner-Kaserne. Ihnen folgten Verbände der 42. US-Infanteriedivision (Regenbogendivision). Noch im Jahre 1945 errichtete die amerikanische Militärverwaltung in der Wallner-Kaserne ein Lager (''Displaced Persons Camp'') für Kriegsflüchtlinge und Heimatvertriebene, die vornehmlich aus dem osteuropäischen Raum kamen. Angesichts der jüdischen Flüchtlingswelle mit über 200.000 Heimatlosen alleine in der US-Besatzungszone entschied man ab August [[1946]] nur mehr jüdische Flüchtlinge unterzubringen.
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Das unter der jüdischen Bezeichnung "Givat Avoda" (Hügel der Arbeit) geführte Durchgangslager unterstand dem 16. US-Infanterieregiment/ 8. Infanteriedivision und wurde von der Internationalen Flüchtlingsorganisation der UNO sowie dem Internationale Roten Kreuz betreut. Das Lager bestand bis [[1949]]. Es diente den Angehörigen des jüdischen Volkes als Zwischenstation auf ihrem Weg in ihre neuen Heimatländer, vornehmlich Palästina/Israel. Als die britischen und französischen Besatzungstruppen auf Grund der Konflikte zwischen Arabern und Juden im britischen Protektorat Palästina während der Jahre [[1947]]/[[1948|48]] die Alpenübergänge nach Italien für Judentransporte sperrten, überquerten etwa 5.000 Juden mit amerikanischer Billigung und Unterstützung die Alpen in beschwerlichen, nächtlichen Fußmärschen über den [[Krimmler Tauern]]. Dies war jedoch nur eine kurzfristige Episode, denn üblicherweise wurden die Juden in Eisenbahnzügen weiter transportiert. Wie viele Tausende Juden insgesamt durch das Lager Givat Avoda gegangen sind lässt sich nicht mehr feststellen.
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Vom Mai [[1949]] bis zum September [[1955]] diente die Wallner-Kaserne unter dem Namen "Camp Saalfelden" den Truppen der [[USFA]] (United States Forces in Austria) als Stützpunkt. Im Camp Saalfelden waren stationiert: Das 1. Bataillon/ 350. US-Infanterieregiment ("Blue Devils") verstärkt durch eine mittlere Panzerkompanie sowie mit unterschiedlicher Dauer die A, B und C-Kompanie des 70. Kampfkräftigen US-Pionierbataillons. Die Amerikaner belegten die Kaserne zeitweise mit bis zu 3.000 Soldaten und erweiterten sie deshalb beträchtlich, errichteten zusätzliche Gebäude, legten unter anderem auch eine Landebahn für Kleinflugzeuge an. Die von ihnen erbauten Offiziersunterkünfte in der Bürgerau wurden nach ihrem Abzug als Zöglingsinternat der BEA (Bundeserziehungsanstalt) – die heutige HIB (Höhere Internatsschule des Bundes) – weiterverwendet.
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Am [[15. August]] [[1955]] übernahm ein Vorkommando der Grenzschutzabteilung 8 – vormals Gendarmerie-Schule Tirol II – das Camp Saalfelden von der USFA. Die letzte Einheit der Amerikaner zog im September 1955 aus dem Camp Saalfelden ab.
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Mit der Bildung des Bundesheeres der 2. Republik Österreich wurden in der Wallner-Kaserne die 2. Jägerkompanie sowie die Unterstützungskompanie des Jägerbataillons 30 untergebracht. Diese verblieben bis zu ihrer Auflösung mit Ablauf des Jahres [[1962]].
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Von [[1963]] bis [[2008]] beherbergte die Wallner-Kaserne die Jägerschule. Die Hauptaufgabe der Jägerschule bestand in der Aus- und Fortbildung des Kaders der Infanterie des Bundesheeres auf allen Kommandantenebenen. Ein besonderes Schwergewicht wurde dabei auf den Kampf im Gebirge gelegt. An diesen speziellen Lehrgängen nahmen auch immer wieder Soldaten vieler ausländischer Armeen teil. Mehr als 40 Jahre sollte diese Spezialausbildung die Grundlage des Standortes Saalfelden sein. Ab [[1986]] kamen zunächst vornehmlich amerikanische Militäreinheiten, darunter auch Spezialeinheiten wie die Navy SEALs, regelmäßig in den [[Pinzgau]], um hier Spezialtrainings abzuhalten. Die Jägerschule entwickelte sich zu einer der bekanntesten Infanterieschulen für die Alpin- und Gebirgskampfausbildung in Europa.
    
Am [[1. Juli]] [[1998]] übernahm [[Dieter Brell|Oberst Dieter Brell]] das Kommando der Schule, in die im April [[1999]] erstmals Frauen einrückten. Mit September [[2000]] übergab der in den Ruhestand versetzte Brell seine Position für sechs Monate an Oberstleutnant des Generalstabes August Reiter, bevor am [[30. März]] [[2001]] [[Josef Paul Puntigam|Brigadier Josef Paul Puntigam]] (damals noch im Rang eines Oberst) das Kommando übernahm. Puntigam seinerseits wurde im November [[2006]] von [[Michael Lasser|Oberst Michael Lasser]] abgelöst.
 
Am [[1. Juli]] [[1998]] übernahm [[Dieter Brell|Oberst Dieter Brell]] das Kommando der Schule, in die im April [[1999]] erstmals Frauen einrückten. Mit September [[2000]] übergab der in den Ruhestand versetzte Brell seine Position für sechs Monate an Oberstleutnant des Generalstabes August Reiter, bevor am [[30. März]] [[2001]] [[Josef Paul Puntigam|Brigadier Josef Paul Puntigam]] (damals noch im Rang eines Oberst) das Kommando übernahm. Puntigam seinerseits wurde im November [[2006]] von [[Michael Lasser|Oberst Michael Lasser]] abgelöst.
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Am [[28. Juni]] [[2007]] wurde zur 60-Jahr-Feier der Flucht über den Tauern ein Gedenkstein enthüllt, der an das ehemalige Transitlager der jüdischen Flüchtlinge erinnert.
 
Am [[28. Juni]] [[2007]] wurde zur 60-Jahr-Feier der Flucht über den Tauern ein Gedenkstein enthüllt, der an das ehemalige Transitlager der jüdischen Flüchtlinge erinnert.
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Am [[25. September]] [[2008]] wurde die Jägerschule des Bundesheeres nach 45 Jahren ins Burgenland abgezogen, der Standort Saalfelden dient seither als Gebirgskampfzentrum. Daneben bietet die Kaserne Kurse zum Heeresbergführer, Heeresskilehrer und Heeresflugretter. Die Kompetenz der Pinzgauer ist weltweit gefragt. Neben Österreichern werden schon seit Jahren Soldaten aus zahlreichen befreundeten Armeen ausgebildet, von Deutschen über Briten und US-Amerikanern bis zu Japanern. Unterrichtssprache ist Englisch. Bisher kamen rund 160 ausländische Soldaten jährlich nach Saalfelden. Diese Zahl wird [[2009]] auf ca. 1.500 steigen.
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Am [[25. September]] [[2008]] wurde die Jägerschule des Bundesheeres nach 45 Jahren ins Burgenland abgezogen, der Standort Saalfelden dient seither als Gebirgskampfzentrum der Heerestruppenschule. Daneben bietet die Kaserne Kurse zum Heeresbergführer, Heeresskilehrer und Heeresflugretter. Die Kompetenz der Pinzgauer ist weltweit gefragt. Neben Österreichern werden schon seit Jahren Soldaten aus zahlreichen befreundeten Armeen ausgebildet, von Deutschen über Briten und US-Amerikanern bis zu Japanern. Unterrichtssprache ist Englisch. Bisher kamen rund 160 ausländische Soldaten jährlich nach Saalfelden. Diese Zahl wird [[2009]] auf ca. 1.500 steigen.
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==Kommandanten der Jägerschule==
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* Oberst Rudolf Seyrl (1963 – 1976) 
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* Oberst Dr. Erich Weingerl (1976 – 1985) 
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* Oberst Otto Fortin (1986 – 1993)
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* Oberst Fridolin Gigacher (1994 – 1998)
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* Oberst Dieter Brell (1998 – 2000) 
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* Brigadier Josef Paul Puntigam (2001 – 2006) 
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* Oberst Michael Lasser (2006 – 2008)
    
==Lage==
 
==Lage==

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