| − | Im Dorf Asch im Böhmerwald ganz nahe dem heutigen Dreiländereck geboren, war bereits die Kindheit und Jugend von Johanna Gressel von der Verbundenheit mit der Natur geprägt. Danach folgten 1945 die Schrecken der Vertreibung und der Verlust der Heimat. In Salzburg fand sie eine neue Heimstätte und gründete hier eine Familie. Seit 1965 beschäftigtes sich Johanna Gressel mit der Vogelwelt von [[Obertauern]], wo sie ein kleine Haus besaß. 1975 entdeckte sie dort den Brutbestand des [[Rotkehliges Blaukehlchen|Rotkehligen Blaukehlchens]] (Luscina suecica suecica) im [[Hundsfeldmoor]] auf 1750 m. Damals war die Verbauung von großen Teilen des Hundsfeldmoores geplant. Unermüdlich wies Johanna Gressel auf die Schutzwürdigkeit des Gebietes hin. Trotzdem wurde dort 1876 die Ringstraße und 1977 die Straße zum Seekarhaus gebaut bzw. erweitert. Mit Zähigkeit mahnte sie den Schutz des Moores ein und erreichte 1991 endlich die Erklärung zum Naturschutzgebiet und später auch zum Natura-2000-Schutzgebiet. Von 1982 bis 1995 leitete Johanna Gressel die Landesgruppe von BirdLife (damals Österreichische Gesellschaft für Vogelkunde). Ihre Schwiegertochter [[Hemma Gressel]] setzt ihre verdienstvolle Arbeit als Landesleiterin von BirdLife fort. | + | Im Dorf Asch im Böhmerwald ganz nahe dem heutigen Dreiländereck geboren, war bereits die Kindheit und Jugend von Johanna Gressel von der Verbundenheit mit der Natur geprägt. Danach folgten 1945 die Schrecken der Vertreibung und der Verlust der Heimat. In Salzburg fand sie eine neue Heimstätte und gründete hier eine Familie. Seit 1965 beschäftigtes sich Johanna Gressel mit der Vogelwelt von [[Obertauern]], wo sie ein kleine Haus besaß. 1975 entdeckte sie dort den Brutbestand des Rotsternigen [[Blaukehlchen|Blaukehlchens]] (Luscina suecica suecica) im [[Hundsfeldmoor]] auf 1750 m. Damals war die Verbauung von großen Teilen des Hundsfeldmoores geplant. Unermüdlich wies Johanna Gressel auf die Schutzwürdigkeit des Gebietes hin. Trotzdem wurde dort 1876 die Ringstraße und 1977 die Straße zum Seekarhaus gebaut bzw. erweitert. Mit Zähigkeit mahnte sie den Schutz des Moores ein und erreichte 1991 endlich die Erklärung zum Naturschutzgebiet und später auch zum Natura-2000-Schutzgebiet. Von 1982 bis 1995 leitete Johanna Gressel die Landesgruppe von BirdLife (damals Österreichische Gesellschaft für Vogelkunde). Ihre Schwiegertochter [[Hemma Gressel]] setzt ihre verdienstvolle Arbeit als Landesleiterin von BirdLife fort. |