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| | [[Datei:Torfabbau im Wasenmoos, Bild v. 1904.jpg |thumb|Torfabbau im [[Wasenmoos]] am [[Thalgauberg]], Bild v. 1904]] | | [[Datei:Torfabbau im Wasenmoos, Bild v. 1904.jpg |thumb|Torfabbau im [[Wasenmoos]] am [[Thalgauberg]], Bild v. 1904]] |
| − | Als '''Torfstechen''' bezeichnet man den oberirdischen Abbau von Torf in Feuchtgebieten. ''Torf'' ist ein organisches Sediment, das in Mooren unter aus abgestorbenem Pflanzenmaterial unter weitgehendem Luftabschluss entsteht<ref>weiterführende Information über Torf unter [http://de.wikipedia.org/wiki/Torf Wikipedia Torf]</ref> | + | Als '''Torfstechen''' bezeichnet man den oberirdischen Abbau von Torf in Feuchtgebieten. |
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| − | ==Allgemeines== | + | == Torf == |
| − | Im Salzburger Land war das Torfstechen bis vor wenige Jahrzehnte ein wichtiger Nebenerwerb zahlreicher Bauern. So lebten die Bauern entlang der [[Moosstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] auch vom Torfstechen. Noch heute kann man bei Wanderungen zwischen [[Eichet]] und Moos bzw. zwischen [[Kendlersiedlung]] und Moos jene Flächen gut erkennen, wo Torf gestochen wurde (erkennbar durch markante Geländekanten und Höhenunterschiede von über zwei Metern). | + | Torf ist ein organisches Sediment, das in Mooren unter aus abgestorbenem Pflanzenmaterial unter weitgehendem Luftabschluss entsteht<ref>weiterführende Information über Torf unter [http://de.wikipedia.org/wiki/Torf Wikipedia Torf]</ref> |
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| | + | == Einleitung == |
| | + | Im Salzburger Land war das Torfstechen bis in die [[1960er]]-Jahre ein wichtiger Nebenerwerb zahlreicher Bauern. So lebten die Bauern entlang der [[Moosstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] auch vom Torfstechen. Noch heute kann man bei Wanderungen zwischen [[Eichet]] und [[Moos (Leopoldskron)|Moos]] bzw. zwischen [[Kendlersiedlung]] und Moos jene Flächen gut erkennen, wo Torf gestochen wurde (erkennbar durch markante Geländekanten und Höhenunterschiede von über zwei Metern). |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | + | Bereits der römische Geschichtsschreiber Plinius, der 47 bis 45 v. Chr. Germanien bereiste, berichtete über Torfabbau in diesen Gegenden. Seit Mitte des [[19. Jahrhundert]]s begann man dann in [[Bayern]], [[Oberösterreich]] und in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] Torf als günstiges Brennmaterial abzubauen. Das führte allerdings zu einem rasanten Raubbau in den [[Moor]]en. Auch Maschinen wurden dazu eingesetzt wie im Ainringer Moos, dem [[Bürmooser Moor]] oder im [[Weidmoos]]. |
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| | Zu Beginn der [[1860er]]-Jahre erwarb [[Heinrich Ritter von Mertens]] "das [[Bürmoos]]" und ließ Torf abbauen, der vorwiegend nach Wien transportiert wurde. [[1866]] musste das Unterfangen auf Grund der zu hohen Transportkosten aufgegeben werden, woraufhin Mertens im selben Jahr eine Teerfabrik im Bürmooser "Herrenhaus" gründete, die aus dem Torf Teer "besonderer Güte" herstellte. Wegen zu hoher Herstellungskosten musste aber bereits [[1868]] der Betrieb wieder eingestellt werden. | | Zu Beginn der [[1860er]]-Jahre erwarb [[Heinrich Ritter von Mertens]] "das [[Bürmoos]]" und ließ Torf abbauen, der vorwiegend nach Wien transportiert wurde. [[1866]] musste das Unterfangen auf Grund der zu hohen Transportkosten aufgegeben werden, woraufhin Mertens im selben Jahr eine Teerfabrik im Bürmooser "Herrenhaus" gründete, die aus dem Torf Teer "besonderer Güte" herstellte. Wegen zu hoher Herstellungskosten musste aber bereits [[1868]] der Betrieb wieder eingestellt werden. |
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| | [[1870]] existieren noch 54 Torfmoore mit einer Gesamtfläche von 2 880 Hektar und einer Torfmasse von 110 Mio. Kubikmeter, was etwa 24 Milliarden Torfziegeln entspricht im Bundesland Salzburg. | | [[1870]] existieren noch 54 Torfmoore mit einer Gesamtfläche von 2 880 Hektar und einer Torfmasse von 110 Mio. Kubikmeter, was etwa 24 Milliarden Torfziegeln entspricht im Bundesland Salzburg. |
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| | + | Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde der Mangel an Heizmaterial durch Torfabbau gelindert. |
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| | + | Schließlich führte die steigende Nachfrage an Gartentorf zu Beginn der [[1970er]]-Jahre zu weiteren größeren Eingriffen in Hochmoorgebieten. Dadurch entstanden weitläufige Entwässerungssysteme und Feldbahnstrecken. Während man in Bayern bereits Ende der [[1980er]]-Jahre auf diesen Raubbau mit einem Beschluss zum Schutz von Feuchtflächen des Landtags reagierte, dauerte es in Oberösterreich und Salzburg noch bis [[1993]]. Dann erst sorgte eine Novelle des [[Salzburger Naturschutzgesetz]]es für die Erhaltung von Mooren. |
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| | + | Man begann nun mit der Renaturierung geschädigter Moore. Dazu zählte das Wiedervernässen brachliegender Torfflächen durch Anstauen von Niederschlagswasser mit Dämmen (beispielsweise im [[Wenger Moor]]). In kleineren Moorgebieten verschloss man Kanäle und Entwässerungsgräben. |
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| | ==Im Salzburger Land== | | ==Im Salzburger Land== |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Eigenartikel [[Benutzer:Peter Krackowizer]] | + | * [https://www.salzburg.gv.at/umweltnaturwasser_/Documents/Publikationen%20Natur/Folder%20Moor%20und%20Torf.pdf www.salzburg.gv.at, pdf] Moor & Torf - Land Salzburg, abgefragt am 13. Dezember 2018 |
| | * Buch [[Salzburgs Synchronik]] | | * Buch [[Salzburgs Synchronik]] |
| − | * vergleiche auch [[Leopoldskron-Moos|Leopoldskron-Moos: Das Moor und seine Geschichte]] | + | * [[Leopoldskron-Moos|Leopoldskron-Moos: Das Moor und seine Geschichte]] |
| | * Salzburgwiki-Beiträge | | * Salzburgwiki-Beiträge |
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