| | Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass in Bienenstöcken gegenwärtig bereits bis zu 31 verschiedene Pestizide enthalten sind. Im Schnitt finden sich sechs davon in jedem Bienenstock. | | Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass in Bienenstöcken gegenwärtig bereits bis zu 31 verschiedene Pestizide enthalten sind. Im Schnitt finden sich sechs davon in jedem Bienenstock. |
| − | Es sind systemische Pestizide, die seit rund 15 Jahren direkt auf die Pflanzen aufgebracht werden, d.h., das Saatgut wird mit ihnen gebeizt ([[Sonnenblume]]n, [[Mais]]). Die Leute glauben, dass keine Pestizide mehr ausgebracht werden, da die früher beobachteten Spritzmaschinen verschwunden sind. Diese für die Produzenten rentablen neuen Insektizide mit der Bezeichnung Neonicotinoide (= synthetisch hergestellte hochwirksame nikotinartige Wirkstoffe) töten direkt oder indirekt auch das Insekt Biene. Neonicotinoide können durch die Vergiftung des Nervensystems zur Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung und des Orientierungssinnes führen, beide Funktionen sind für Bienen überlebenswichtig. Die Folgen sind nicht nur für die einzelne Biene, sondern für das ganze Bienenvolk fatal. | + | Es sind systemische Pestizide, die seit rund 15 Jahren direkt auf die Pflanzen aufgebracht werden, d. h., das Saatgut wird mit ihnen gebeizt ([[Sonnenblume]]n, [[Mais]]). Die Leute glauben, dass keine Pestizide mehr ausgebracht werden, da die früher beobachteten Spritzmaschinen verschwunden sind. Diese für die Produzenten rentablen neuen Insektizide mit der Bezeichnung Neonicotinoide (= synthetisch hergestellte hochwirksame nikotinartige Wirkstoffe) töten direkt oder indirekt auch das Insekt Biene. Neonicotinoide können durch die Vergiftung des Nervensystems zur Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung und des Orientierungssinnes führen, beide Funktionen sind für Bienen überlebenswichtig. Die Folgen sind nicht nur für die einzelne Biene, sondern für das ganze Bienenvolk fatal. |
| | Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erforderte die Ernährungssicherung den massiven Einsatz von Chemikalien und die Landschaften haben sich entscheidend verändert: von extensiver zu intensiver Bewirtschaftung, von Pflanzenvielfalt zu Monokulturen. Wo früher über das Land verstreut zahlreiche kleine Imker mit jeweils zwei, drei Bienenvölkern tätig waren, sind diese heute mehrheitlich verschwunden. 1980 trat in Frankreich nach Einführung neuer Bienenarten zum ersten Mal die Varoamilbe auf. | | Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erforderte die Ernährungssicherung den massiven Einsatz von Chemikalien und die Landschaften haben sich entscheidend verändert: von extensiver zu intensiver Bewirtschaftung, von Pflanzenvielfalt zu Monokulturen. Wo früher über das Land verstreut zahlreiche kleine Imker mit jeweils zwei, drei Bienenvölkern tätig waren, sind diese heute mehrheitlich verschwunden. 1980 trat in Frankreich nach Einführung neuer Bienenarten zum ersten Mal die Varoamilbe auf. |