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| | [[Datei:Lochnerblick vom Tannberg aus.jpg|thumb|Blick ins [[Innviertel]] vom [[Tannberg]] aus]] | | [[Datei:Lochnerblick vom Tannberg aus.jpg|thumb|Blick ins [[Innviertel]] vom [[Tannberg]] aus]] |
| | [[Datei:Pfarrkirche Kirchenberg bei Mattighofen.jpg|thumb|Pfarrkirche Kirchberg bei Mattighofen]] | | [[Datei:Pfarrkirche Kirchenberg bei Mattighofen.jpg|thumb|Pfarrkirche Kirchberg bei Mattighofen]] |
| − | Das '''Innviertel''' ist ein Teil des Bundeslandes [[Oberösterreich]] und besteht aus den Bezirken [[Bezirk Braunau am Inn|Braunau am Inn]], [[Ried im Innkreis]] und [[Schärding am Inn]]. Es grenzt im Süden an das [[Bundesland Salzburg]] und hat vor allem mit dem [[Flachgau]] geschichtliche Verbindungen. | + | Das '''Innviertel''' ist ein Teil des Bundeslandes [[Oberösterreich]] und besteht aus den Bezirken [[Bezirk Braunau am Inn|Braunau am Inn]], [[Ried im Innkreis]] und [[Schärding am Inn]]. Es grenzt im Süden an das [[Bundesland Salzburg]] und hat vor allem mit dem [[Flachgau]] geschichtliche Verbindungen. |
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| − | ==Allgemeine Daten== | + | ==Salzburg und das Innviertel== |
| − | Das Innviertel ist der westlichste Teil von Oberösterreich und grenzt an [[Deutschland]]. Im Südwesten stellt die [[Salzach]] die Grenze zu [[Bayern]] dar, im Westen und Nordwesten der [[Inn]], im Norden die Donau, im Südosten der [[Kobernaußerwald]] und der Hausruck. Die Fläche beträgt etwa 2 250 km². Es ist mit etwas mehr als 200 000 Einwohner auch relativ dicht besiedelt (89 Einwohner pro Quadratkilometer, Salzburg zum Vergleich: 74). | + | Das [[Römer|römische]] [[Juvavum]], aus der später Teile des heutigen Bundeslandes und der [[Stadt Salzburg]] hervorgingen, umfasste im Norden Teile des südwestlichen heutigen Innviertels. |
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| | + | Die Gründung der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] [[696]] und des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] [[713]] bildete für den [[Rupert von Worms]], den Landespatron von Salzburg, die Grundlage für ein [[Bistum Salzburg|Bistum]] ([[739]]) und späteres [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] ([[798]]). Kleine Teile des Innviertels im Bereich des heutigen [[Hochburg-Ach]] gehörten zeitweise auch zur [[Erzdiözese Salzburg]].<ref>Quelle [[Das Erzbistum Salzburg in seiner Geschichte]], [[Franz Ortner]], Teil 1 und 2</ref> |
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| − | ==Landschaftsformen==
| + | Jahrhundertelang war für die Blutgerichtsbarkeit des [[Pfleggericht Mattsee|Pfleggerichts Mattsee]] und für Gerichtsfälle in [[Straßwalchen]] das [[Herzogtum Bayern]] zuständig, dem das Innviertel lange Zeit gehörte. Hier kam es immer wieder zu Differenzen mit dem [[Erzstift Salzburg]].<ref>Quelle [[Schwert und Galgen]], Seite 15</ref> |
| − | Der ''Sauwald'' im Norden, die fruchtbare Schlierlandschaft des unteren Innviertels mit den Innviertler Vierseit- und Vierkanthöfen und die Moränenlandschaft des oberen Innviertels mit [[Ibmer Moor]], Weilhartsforst, Mattigtal und Kobernaußerwald.
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| − | ==Bodenschätze==
| + | Erst am [[13. Mai]] [[1779]] wurde in der schlesischen Kleinstadt Teschen der Friede von Teschen geschlossen, in dessen Folge das Innviertel zu [[Habsburger|Habsburg]]-[[Österreich]] kam.<ref>[https://www.dorotheum.com/auktionen/aktuelle-auktionen/kataloge/list-lots-detail/auktion/11799-bucher-und-dekorative-grafik/lotID/336/lot/2063163-schrotter-f-f.html Friedrich Freiherr von Schrötter, Topographie oder kurze Beschreibung desjenigen Distrikts der bayerischen Lande, welchen das Erzhaus von Österreich Kraft der mit Kurpflaz zu Teschen geschlossenen Konvention in Besitz genommen hat. Wien, J. von Kurzböck 1779. Kl.- 4to. Mit gestochenen Titel- und 3 Textvignetten, gefalt., kolor. Kupf.- Karte und 21 gefalt. Kupfertafeln. 8 Bll., 64 S., 12 Bll. - (Angebunden:) Friedenstraktat zwischen der Kaiserin von Österreich und dem König in Preussen, geschlossen zu Teschen den 13. May 1779. Wien, J. T. von Trattner. 40 S. HLdr. d. Zt.]</ref> Zum Andenken an diesen Frieden von Teschen wurde auf Salzburger Gebiet die [[Kaiserbuche]] gepflanzt, die 225 Jahre am Kamm des [[Haunsberg]]es stand, bevor sie einem Sturm zum Opfer fiel. |
| − | Um [[Ostermiething]] und [[Trimmelkam]] liegt ein Braunkohlenlager der so genannten "Salzachkohle", dessen Abbau [[1994]] eingestellt wurde. Granitbrüche bei [[Schärding am Inn]] und Wernstein. Bei [[Ried im Innkreis]], dem Hauptort des Innviertels, werden Erdöl und Erdgas gefördert.
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| − | ==Industrie==
| + | Im Jahr 1848 gab es im Zuge der Verselbständigung Salzburgs gegenüber Oberösterreich als eigenes Kronland Überlegungen, das [[Herzogtum Salzburg]] ''samt Innviertel'' als Land des Kaiserreichs einzurichten.<ref>''Haas, Hanns'', Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 662 ff (S. 674). Das Land Salzburg wurde offenbar allein als zu klein betrachtet und hatte ja mit dem benachbarten Innviertel auch die verhältnismäßig kurze Zugehörigkeit zur Habsburg-Monarchie gemeinsam.</ref> |
| − | In Braunau-Ranshofen steht Österreichs bedeutendstes Aluminiumwerk; die Skifabrik Fischer in Ried im Innkreis, sowie Nahrungsmittel- und Maschinenbauindustrie, in [[Mattighofen]] fertigt [[KTM]] Fahrräder, Mopeds und Motorräder.
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| | + | [[1953]] der aus [[Hallein]]-[[Taxach]] stammende [[Ernst Kronreif]] mit dem [[Mattighofen]]er Mechanikermeister [[Hans Trunkenpolz]] das [[KTM]]-Motorenwerk. |
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| − | ==Grenzübergänge==
| + | Die Postämter des Bezirks Braunau, also des südlichen Innviertels, haben eine "Salzburger" Postleitzahl (5...), weil sie postalisch von Salzburg aus versorgt werden. Bis 1994 wurden Bodenschätze im Süden des Innviertels mit der [[Salzburger Lokalbahn]] abtransportiert. |
| − | Am Steilufer des Inns liegen die Grenzübergangsorte [[Braunau am Inn]], Obernberg und Schärding am Inn; die A 8, die '' Innkreisautobahn'', führt mit dem Grenzübergang Suben am Inn nach [[Bayern]]. Weitere Grenzübergänge befinden sich in [[Ach]] (zwei Übergänge nach [[Burghausen]]-[[Bayern]]) und Ettenau (nach [[Tittmoning]]-[[Bayern]]).
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| − | ==Landwirtschaft== | + | ==Geografie == |
| − | [[Datei:Maisfeld bei Holzöster.JPG|thumb|Maisfeld-[[Franking]]]]Das Innviertel ist ein fruchtbares Land und wird auch als ''Kornkammer Oberösterreichs'' bezeichnet. Hauptsächlich Weizen, [[Mais]] und Zuckerrüben werden angebaut und eine große Rolle spielt in der [[Landwirtschaft]] auch die Erzeugung von Milch und Molkereiprodukten. Weiters wird Viehzucht ([[Fleckvieh]]) betrieben; Obst für Fruchtsaft- und [[Mostbirnbaum|Mosterzeugung]]. | + | Das Innviertel ist der westlichste Teil von Oberösterreich und grenzt an [[Deutschland]]. Im Südwesten stellt die [[Salzach]] die Grenze zu [[Bayern]] dar, im Westen und Nordwesten der [[Inn]], im Norden die Donau, im Südosten der [[Kobernaußerwald]] und der Hausruck. Die Fläche beträgt etwa 2 250 km². Es ist mit etwas mehr als 200 000 Einwohner auch relativ dicht besiedelt (89 Einwohner pro Quadratkilometer, Salzburg zum Vergleich: 74). |
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| − | ==Fremdenverkehr== | + | ===Landschaftsformen=== |
| − | Im ''Oberen Innviertel'' haben sich dreizehn Gemeinden (mit einigen Flachgauer Gemeinden) und zwei bayerische Städte zur Wohlfühlregion [[Seelentium]] zusammen geschlossen.
| + | Der ''Sauwald'' im Norden, die fruchtbare Schlierlandschaft des unteren Innviertels mit den Innviertler Vierseit- und Vierkanthöfen und die Moränenlandschaft des oberen Innviertels mit [[Ibmer Moor]], Weilhartsforst, [[Mattigtal]] und Kobernaußerwald. |
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| − | == Religion == | + | ===Bodenschätze=== |
| − | Bekannt ist das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]. Man findet auch zahlreiche Wallfahrtsorte-kirchen im Innviertel: [[Wallfahrtskirche Maria Ach]], [[Wallfahrtskirche Maria Schmolln]], [[Gstaig]], Heiligenstatt und andere<ref>Quelle [http://www.innviertel.at/198.0.html www.innviertel.at]</ref>.
| + | Um [[Ostermiething]] und [[Trimmelkam]] liegt ein Braunkohlenlager der so genannten "[[Salzachkohle]]", dessen Abbau [[1994]] eingestellt wurde. Granitbrüche bei [[Schärding am Inn]] und Wernstein. Bei [[Ried im Innkreis]], dem Hauptort des Innviertels, werden Erdöl und Erdgas gefördert. |
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| − | ==Salzburg und das Innviertel== | + | ===Industrie=== |
| − | Die Gründung der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] [[696]] und des [[Benediktinenstift Nonnberg|Benediktinenstifts Nonnberg]] [[713]] bildete für den [[Rupert von Worms]], den Landespatron von Salzburg, die Grundlage für ein Bistum ([[739]]) und späteres [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] ([[798]]). Dieses umfasste zeitweise auch Teile des südlichen Innviertels.
| + | In Braunau-Ranshofen steht Österreichs bedeutendstes Aluminiumwerk; die Skifabrik Fischer in Ried im Innkreis, sowie Nahrungsmittel- und Maschinenbauindustrie, in [[Mattighofen]] fertigt [[KTM]] Fahrräder, Mopeds und Motorräder. |
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| − | Erst am [[13. Mai]] [[1779]] wurde in der schlesischen Kleinstadt Teschen der Friede von Teschen geschlossen, in dessen Folge das Innviertel zu [[Habsburger|Habsburg]]-[[Österreich]] kam. <ref>[https://www.dorotheum.com/auktionen/aktuelle-auktionen/kataloge/list-lots-detail/auktion/11799-bucher-und-dekorative-grafik/lotID/336/lot/2063163-schrotter-f-f.html Friedrich Freiherr von Schrötter, Topographie oder kurze Beschreibung desjenigen Distrikts der bayerischen Lande, welchen das Erzhaus von Österreich Kraft der mit Kurpflaz zu Teschen geschlossenen Konvention in Besitz genommen hat. Wien, J. von Kurzböck 1779. Kl.- 4to. Mit gestochenen Titel- und 3 Textvignetten, gefalt., kolor. Kupf.- Karte und 21 gefalt. Kupfertafeln. 8 Bll., 64 S., 12 Bll. - (Angebunden:) Friedenstraktat zwischen der Kaiserin von Österreich und dem König in Preussen, geschlossen zu Teschen den 13. May 1779. Wien, J. T. von Trattner. 40 S. HLdr. d. Zt.]</ref> Zum Andenken an diesen Frieden von Teschen wurde auf Salzburger Gebiet die [[Kaiserbuche]] gepflanzt, die 225 Jahre am Kamm des [[Haunsberg]]es stand, bevor sie einem Sturm zum Opfer fiel.
| + | ===Grenzübergänge=== |
| | + | Am Steilufer des Inns liegen die Grenzübergangsorte [[Braunau am Inn]], Obernberg und Schärding am Inn; die A 8, die '' Innkreisautobahn'', führt mit dem Grenzübergang Suben am Inn nach [[Bayern]]. Weitere Grenzübergänge befinden sich in [[Ach]] (zwei Übergänge nach [[Burghausen]]-[[Bayern]]) und Ettenau (nach [[Tittmoning]]-[[Bayern]]). |
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| − | Im Jahr 1848 gab es im Zuge der Verselbständigung Salzburgs gegenüber Oberösterreich als eigenes Kronland Überlegungen, das [[Herzogtum Salzburg]] ''samt Innviertel'' als Land des Kaiserreichs einzurichten.<ref>''Haas, Hanns'', Salzburg in der Habsburgermonarchie, in: ''[[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger (Publizist)|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band 2, Teil 2, Neuzeit und Zeitgeschichte; [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 662 ff (S. 674). Das Land Salzburg wurde offenbar allein als zu klein betrachtet und hatte ja mit dem benachbarten Innviertel auch die verhältnismäßig kurze Zugehörigkeit zur Habsburg-Monarchie gemeinsam.</ref>
| + | ===Landwirtschaft=== |
| | + | [[Datei:Maisfeld bei Holzöster.JPG|thumb|Maisfeld-[[Franking]]]]Das Innviertel ist ein fruchtbares Land und wird auch als ''Kornkammer Oberösterreichs'' bezeichnet. Hauptsächlich Weizen, [[Mais]] und Zuckerrüben werden angebaut und eine große Rolle spielt in der [[Landwirtschaft]] auch die Erzeugung von Milch und Molkereiprodukten. Weiters wird Viehzucht ([[Fleckvieh]]) betrieben; Obst für Fruchtsaft- und [[Mostbirnbaum|Mosterzeugung]]. |
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| − | Die Postämter des Bezirks Braunau, also des südlichen Innviertels, haben eine "Salzburger" Postleitzahl (5...), weil sie postalisch von Salzburg aus versorgt werden.
| + | ===Fremdenverkehr=== |
| | + | Im ''Oberen Innviertel'' haben sich Gemeinden (mit einigen Flachgauer Gemeinden) und zwei bayerische Städte zur Wohlfühlregion [[Seelentium]] zusammen geschlossen. |
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| − | ==Die Donau und der Inn - zwei die Landschaft prägende Flüsse== | + | === Die Donau und der Inn - zwei die Landschaft prägende Flüsse === |
| − | Der [[Inn]], der dem Landstrich seinen Namen gibt, ist der bedeutendste Nebenfluss der oberen Donau. Der Inn war Transportweg für den [[Salzhandel]], [[Getreide]], [[Holz]] und Waren aus fernen Ländern. Die [[Barock|barocken]] Bürgerhäuser der Silberzeile in Schärding am Inn und die [[Rokoko]] und Stuck verzierten Schifferhäuser in Obernberg geben Zeugnis von einstigem Reichtum. | + | Der [[Inn]], der dem Landstrich seinen Namen gibt, ist der bedeutendste Nebenfluss der oberen [[Donau]]. Der Inn war Transportweg für den [[Salzhandel]], [[Getreide]], [[Holz]] und Waren aus fernen Ländern. Die [[barock]]en Bürgerhäuser der sogenannten Silberzeile in Schärding am Inn und die [[Rokoko]] und Stuck verzierten Schifferhäuser in Obernberg geben Zeugnis von einstigem Reichtum. |
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| | Bemerkenswert ist die Vielfalt der bäuerlichen Hofformen, die sich besonders in Oberösterreich erhalten haben. Die bekanntesten Formen im Innviertel sind der oberösterreichische Vierkanter, die älteste bäuerliche Siedlungsform und der Innviertler Vierseithof. | | Bemerkenswert ist die Vielfalt der bäuerlichen Hofformen, die sich besonders in Oberösterreich erhalten haben. Die bekanntesten Formen im Innviertel sind der oberösterreichische Vierkanter, die älteste bäuerliche Siedlungsform und der Innviertler Vierseithof. |
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| | Neben einer interessanten Geschichte kann Oberösterreich auch auf eine Reihe berühmter Persönlichkeiten zurückblicken: [[Franz Stelzhamer]], der bedeutendste Mundartdichter des deutschen Sprachraumes; die Bildhauergeneration der [[Schwanthaler]] sowie die Gebrüder [[Zürn Guggenbichler|Zürn]] und [[Meinrad Guggenbichler]]; in [[Hochburg-Ach]] stand die Wiege des Komponisten [[Franz Xaver Gruber]], dessen Lied von der [[Stille Nacht! Heilige Nacht!|stillen, heiligen Nacht]] die Welt eroberte. | | Neben einer interessanten Geschichte kann Oberösterreich auch auf eine Reihe berühmter Persönlichkeiten zurückblicken: [[Franz Stelzhamer]], der bedeutendste Mundartdichter des deutschen Sprachraumes; die Bildhauergeneration der [[Schwanthaler]] sowie die Gebrüder [[Zürn Guggenbichler|Zürn]] und [[Meinrad Guggenbichler]]; in [[Hochburg-Ach]] stand die Wiege des Komponisten [[Franz Xaver Gruber]], dessen Lied von der [[Stille Nacht! Heilige Nacht!|stillen, heiligen Nacht]] die Welt eroberte. |
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| − | ==Kulinarisches==
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| − | Der ''Kaiserschmarren'', so wird erzählt, sei nicht etwa in Wien erfunden worden, sondern in Oberösterreich - irgendwo in einer Holzfällerhütte. Es war nämlich ein gern geübter Brauch des Kaisers [[Franz Joseph I.]], bei seinen Jagdzügen in bescheidenen Holzfällerhütten zu übernachten. Die ihm dort angebotene Lagerstatt sei ihm gerade recht gewesen, doch mit dem deftigen Holzfällerschmarren habe er sich nicht recht anfreunden können, so dass für ihn eine feinere Art erfunden worden sei mit Milch, Mehl und Eiern.
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| − | ==Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele==
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| − | ===Therme Geinberg===
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| − | Bereits kurz nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es in der Innviertler Gemeinde Überlegungen, im Ort eine Therme zu errichten. Aber erst [[1996]] erfolgte dann auch der Spatenstich dazu, [[1998]] die Eröffnung.
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| − | Das artesisch austretende Heilwasser ist mit 100,6 °C eine der heißesten Heilquellen Mitteleuropas. Das als Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Mineral-Schwefel ausgewiesene Quellwasser eignet sich vor allem für therapeutische Anwendungen im Bereich des Rheumatischen Formenkreises, des Bewegungs- und Stützapparates sowie bei der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen.
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| − | === Kopfing im Innkreis ===
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| − | [[Datei:Baumkronenweg in Kopfing-Innviertel.jpg|thumb|Baumkronenweg in Kopfing-Innviertel]]
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| − | Ein besonderes Erlebnis ist der im Juni 2005 eröffnete ''Baumkronenweg''. Hier können Sie die Natur in luftiger Höhe erkunden. Als Wipfelstürmer können Sie von Baum zu Baum wandern und in über 20 Meter Höhe den Wald und die Umgebung aus einer noch nie gesehenen Perspektive kennen lernen.
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| | ===Schärding am Inn=== | | ===Schärding am Inn=== |
| | : ''Hauptartikel: [[Schärding am Inn]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Schärding am Inn]]'' |
| − | Im Innviertel, an der geographischen Grenze zu Bayern, liegt die Barockstadt Schärding. Architektonisch ist die mittelalterliche Wehrstadt von allen Epochen geprägt, das Prunkstück ist jedoch die barocke Silberzeile im Stadtzentrum. Giebel an Giebel präsentiert sich hier ein unvergleichliches Häuserensemble. Hier wohnten einst reiche Kaufleute, die Taschen voller Silberlinge, die der Silberzeile vermutlich ihren Namen gaben. Die spätmittelalterlichen Zunftfarben der Häuser, der Zauber der alten Tore, die stillen Winkel und geheimnisvollen Gassen prägen bis heute den charmanten Charakter der kleinen, historischen Stadt. Von Schärding aus kann man Schiffsausflüge in Richtung Passau durch den Inn-Durchbruch unternehmen. | + | Im Innviertel, an der Grenze zu Bayern, liegt die Barockstadt Schärding. Architektonisch ist die mittelalterliche Wehrstadt von allen Epochen geprägt, das Prunkstück ist jedoch die barocke Silberzeile im Stadtzentrum. Giebel an Giebel präsentiert sich hier ein unvergleichliches Häuserensemble. Hier wohnten einst reiche Kaufleute, die Taschen voller Silberlinge, die der Silberzeile vermutlich ihren Namen gaben. Die spätmittelalterlichen Zunftfarben der Häuser, der Zauber der alten Tore, die stillen Winkel und geheimnisvollen Gassen prägen bis heute den charmanten Charakter der kleinen, historischen Stadt. Von Schärding aus kann man Schiffsausflüge in Richtung Passau durch den Inn-Durchbruch unternehmen. |
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| | + | == Religion == |
| | + | Bekannt ist das [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]. Man findet auch zahlreiche Wallfahrtsorte im Innviertel: [[Wallfahrtskirche Maria Ach]], [[Wallfahrtskirche Maria Schmolln]], Wallfahrtskirche in [[Gstaig]], die Wallfahrtskirche Heiligenstatt in [[Lengau]] und andere.<ref>Quelle [http://www.innviertel.at/198.0.html www.innviertel.at]</ref> |
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| | ===Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg === | | ===Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg === |
| | : ''Hauptartikel: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]'' | | : ''Hauptartikel: [[Augustiner-Chorherrenstift Reichersberg]]'' |
| | Die Geschichte des Stiftes Reichersberg reicht weit zurück. Im [[11. Jahrhundert]] wandelte der Edle Wernher nach dem Tod seines einzigen Sohnes seinen Besitz in ein Kloster um und berief Augustiner Chorherren nach Reichersberg. Nach einem Großbrand im [[17. Jahrhundert]] erhielten die Stiftsgebäude ihr heutiges Aussehen. | | Die Geschichte des Stiftes Reichersberg reicht weit zurück. Im [[11. Jahrhundert]] wandelte der Edle Wernher nach dem Tod seines einzigen Sohnes seinen Besitz in ein Kloster um und berief Augustiner Chorherren nach Reichersberg. Nach einem Großbrand im [[17. Jahrhundert]] erhielten die Stiftsgebäude ihr heutiges Aussehen. |
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| | + | ==Kulinarisches== |
| | + | Der ''Kaiserschmarren'', so wird erzählt, sei nicht etwa in Wien erfunden worden, sondern in Oberösterreich - irgendwo in einer Holzfällerhütte. Es war nämlich ein gern geübter Brauch des Kaisers [[Franz Joseph I.]], bei seinen Jagdzügen in bescheidenen Holzfällerhütten zu übernachten. Die ihm dort angebotene Lagerstatt sei ihm gerade recht gewesen, doch mit dem deftigen Holzfällerschmarren habe er sich nicht recht anfreunden können, so dass für ihn eine feinere Art erfunden worden sei mit Milch, Mehl und Eiern. |
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| | ==Persönlichkeiten aus dem Innviertel== | | ==Persönlichkeiten aus dem Innviertel== |