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Das Zeitalter der '''Fotografie''' begann in Salzburg um [[1840]].
==Geschichte==
Erstmals [[1389]] wurde der Begriff ''Photographie'' am [[25. Februar]] [[1839]] vom deutschen Astronomen Johann Heinrich Maedler verwendet. Vorläufer wie Laterna magica, Panorama oder Diorama gab es bereits seit einigen Jahrhunderten. Die erste Fotografie wurde [[1826]] durch Joseph Nicéphore Nièpce in Frankreich angefertigt. Zunächst war das Ganze noch recht umständlich mit einem großen Holzkasten, in dem man die zu belichtende Platte steckte. Der Fotograf "versteckte" sich unter einem Tuch, um unerwünschten Lichteinfall zu verhindern. Doch trotz ihrer Primitivität muss man eines der Fotografie des [[19. Jahrhundert]]s (und auch jener der ersten Jahrzehnte des [[20. Jahrhundert]]s) bescheinigen: die Negative waren von so hoher Qualität (Schärfe, Grautönen), dass sie teilweise noch heute unübertroffen sind.
In Salzburg begann die Fotografie etwa um 1840. Namentlich war der Apotheker [[Josef Schgör]] der erste Fotograf in Salzburg. Berufsfotografen etablierten sich zwischen [[1856]] und [[1890]]. Hier wäre der Bildhauer und Restaurator [[Johann Scheidl]] und [[Franz Segl]] zu nennen. Scheidl fotografierte[[1856]] den jungen [[Hans Makart]], im selben Jahr dann Segl [[Karl Thomas Mozart]], ein Sohn von [[Wolfgang Amadeus Mozart]].
10 Fotografen nennt eine Zusammenstellung der Stadt Salzburg im Jahr [[1868]]. Schon zwei Jahre früher informiert der Amtskalender vom Land Salzburg, dass in der Stadt Salzburg sechs Fotoateliers existieren, drei in [[Hallein]], zwei in [[Zell am See]], eines im aufstrebenden [[Fremdenverkehr]]sort [[Badgastein]] und zwei am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]. Nach 1890 explodiert die Zahl der Fotografen in Stadt und Land Salzburg.
Als nächster Entwicklungsschritt folgte die Amateurfotografie. Mit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kennt man auch Pressefotografen und Luftbildfotografie.
Die Negativplatten wurden meist sehr genau beschriftet mit Datum, Uhrzeit (!), Blendenwerten und anderen Einstellung. Ja, man kann fast von wissenschaftlicher Genauigkeit sprechen, mit der die Fotografen des 19. Jahrhunderts ihre Archive anlegten.
[[1892]] wurde der "Amateur Photographen Club zu Salzburg" gegründet, dessen Schirmherr Erzherzog [[Ferdinand IV.]], Großherzog von Toskana, wohnhaft in Salzburg, [[Toskanatrakt]], war. Er selbst war ein begeisterter Hobbyfotograf. Alle seine Bilder trugensein Monogramm auf der Rückseite des Fotokartons<ref>Bilder der damaligen Zeit wurden auf festem Karton kaschiert</ref>.
Eine umfangreiche Fotosammlung konnte das [[Salzburg Museum Carolino Augusteum]] im Laufe der Zeit anlegen. Sie umfasst etwa 15.000 alte Fotografien und ca. 10.000 alte Glasplatten.
==Die Motive==
Sensationell für die Zeit der Anfänge der Fotografie waren Bilder aus den Hochgebirgs- und Gletscherregionen. [[Karl Friedrich Würthle]] und [[Gregor Baldi]] revolutionierten die Fotografie mit Panoramabilder. Baldi veröffentlichte 1866 vier Aufnahmen der Stadt Salzburg, die er mit einer Pantoscope-Kamera von Emil Busch aus Rathenow aufgenommen hatte. Damit konnte er 12 x 20 Zoll Weitwinkelaufnahmen (Panoramen) aufnehmen.
==Fotografen des 19. Jahrhunderts==
* [[Gregor Baldi]]
* [[Johann Scheidl]]
* [[Josef Schgör]], 1840 der erste Fotograf in Salzburg
* [[Franz Segl]]
* [[Karl Friedrich Würthle]]
==Fotografen des 20. Jahrhunderts==
* [[Josef Kettenhuemer]]
==Fußnote==
<references/>
==Quellen==
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Fotografie Wikipedia Deutschland - Fotografie]
* ''Kronland Salzburg, historische Fotografien von 1850 bis 1918'', [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], Wolfram Morath (Herausgeber), 2000, ISBN 3-901014-68-3
[[Kategorie:Handwerk]]
[[Kategorie:Geschichte]]