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Seine Zeitgenossen bewunderten seine Klaviere, insbesondere seine ''pyramidenförmigen Fortepianos''. Wenig ist über seine Qualitäten als Orgelbauer in Salzburg bekannt, weil durch seinen frühen Tod nur wenige Orgelprojekte zur Ausführung kamen. Als fortschrittlicher Orgelbauer war er in Salzburg auf eine rückständige Orgelbautradition gestoßen. Verbittert schrieb er z. B. in einem Befund, dass die Orgel der [[Kollegienkirche]] Salzburg von einer ''Beschränktheit'' [sei]'', die in keiner Gegend Deutschlands mehr anzutreffen ist. Ueberall haben die Manuale über vier Oktaven im Umfang, nur hier ist noch die sogenannte [[Klaviatur#Entwicklung der Klaviaturen mit 12 Tasten pro Oktave|kurze Oktav]] üblich; es mangeln da die halben Töne zwischen c. d.'' (=Cis und Dis fehlen) ''und in den meisten Orgel auch f# und g#'' (=Fis und Gis fehlen). ''Zu einer Zeit wo die Tonsetzter ihre Werke nur in 6 oder 8 Tonarten darstellten, und keine Mitteltönne zur Tonnika wählten, reichten die kurzen Oktaven leicht zu: jetzt aber, wo aus 24 Tonarten Musikwerker vorhanden sind, klingt die Sache so mager ...''<ref>Universitätsarchiv Salzburg: ''Universitätsakten Nr. 29''. Zit. nach Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Salzburg 1982, S. 118.</ref>.
 
Seine Zeitgenossen bewunderten seine Klaviere, insbesondere seine ''pyramidenförmigen Fortepianos''. Wenig ist über seine Qualitäten als Orgelbauer in Salzburg bekannt, weil durch seinen frühen Tod nur wenige Orgelprojekte zur Ausführung kamen. Als fortschrittlicher Orgelbauer war er in Salzburg auf eine rückständige Orgelbautradition gestoßen. Verbittert schrieb er z. B. in einem Befund, dass die Orgel der [[Kollegienkirche]] Salzburg von einer ''Beschränktheit'' [sei]'', die in keiner Gegend Deutschlands mehr anzutreffen ist. Ueberall haben die Manuale über vier Oktaven im Umfang, nur hier ist noch die sogenannte [[Klaviatur#Entwicklung der Klaviaturen mit 12 Tasten pro Oktave|kurze Oktav]] üblich; es mangeln da die halben Töne zwischen c. d.'' (=Cis und Dis fehlen) ''und in den meisten Orgel auch f# und g#'' (=Fis und Gis fehlen). ''Zu einer Zeit wo die Tonsetzter ihre Werke nur in 6 oder 8 Tonarten darstellten, und keine Mitteltönne zur Tonnika wählten, reichten die kurzen Oktaven leicht zu: jetzt aber, wo aus 24 Tonarten Musikwerker vorhanden sind, klingt die Sache so mager ...''<ref>Universitätsarchiv Salzburg: ''Universitätsakten Nr. 29''. Zit. nach Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Beiträge zu 700 Jahren Orgelbau in der Stadt Salzburg, Dissertation Salzburg 1982, S. 118.</ref>.
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Da die Witwe Johann Evangelist Schmidts, Maria Anna - geborene Würth, keinen Nachfolger für ihr ererbtes Orgelmacher-Gewerbe finde konnte, verkaufte sie den auf ihren Mann lautenden [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|Gerechtsnamen]]  1813/14 an [[Joseph Konradt]].<ref>[[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom [[Mittelalter]] bis zur Gegenwart''. Dissertation [[Universität Salzburg]] 1982, S. 131.</ref>
    
== Epitaph ==
 
== Epitaph ==

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