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[[Datei:Bürglstein-Plateau 03 Panorama.jpg|thumb|Bürglstein-Plateau Panorama <br/> Ansicht: West nach Ost]]
 
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[[Datei:Parsch, Aigen - Sattler-Panorama.jpg|thumb|[[Sattler-Panorama]], [[Äußerer Stein]] (Bürglstein), 1828]]
 
[[Datei:Parsch, Aigen - Sattler-Panorama.jpg|thumb|[[Sattler-Panorama]], [[Äußerer Stein]] (Bürglstein), 1828]]
[[Datei:Bürglstein vom Unfallkrankenhaus Salzburg 01.jpg|thumb|Bürglstein vom Garten des [[Unfallkrankenhaus Salzburg]]]]Der '''Bürglstein''' ist der kleinste der [[Salzburger Stadtberge]], er wird mesit aber als Ausläufer des Kapuzinerberges betrachtet.   
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[[Datei:Bürglstein vom Unfallkrankenhaus Salzburg 01.jpg|thumb|Bürglstein vom Garten des [[Unfallkrankenhaus Salzburg]]]]Der '''Bürglstein''' ist der kleinste der [[Salzburger Stadtberge]], er wird meist aber als Ausläufer des Kapuzinerberges betrachtet.   
    
== Geografie ==
 
== Geografie ==
Im Süden des [[Kapuzinerberg]]es und im Südosten der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] gelegen beträgt die höchste Erhebung des Bürglsteins 451 [[m ü. A.]] im [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]]. Er ist nur 27 Meter hoch. Umstritten ist, ob der Bürglstein  ein eigener Stadtberg ist.  
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Im Süden des [[Kapuzinerberg]]es und im Südosten der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] im [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] gelegen beträgt die höchste Erhebung des Bürglsteins 451 [[m ü. A.]]. Er ist nur 27 Meter hoch. Umstritten ist, ob der Bürglstein  ein eigener Stadtberg ist.  
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Bis nach [[1860] lag der Bürglstein unmittelbar am Ufer der [[Salzach]] bzw. des Gersbaches, er ist auf mehreren alten Darstellungen der Stadt Salzburg gut zu sehen. Durch die [[Salzachregulierung]], die Anlage des [[Volksgarten]] und der [[Bürglsteinstraße]] nach [[Parsch]] und [[Aigen]] ist er heute von Nonntal und der Josefiau aus weniger gut zu erkennen.
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Bis nach [[1860]] lag der Bürglstein unmittelbar an den Ufern der [[Salzach]] und des [[Gersbach]]es. Er ist auf mehreren alten Darstellungen der Stadt Salzburg gut zu sehen. Durch die [[Salzachregulierung]], die Anlage des [[Volksgarten]] und der [[Bürglsteinstraße]] nach [[Parsch]] und [[Aigen]] ist er heute von [[Nonntal]] und der [[Josefiau]] aus weniger gut zu erkennen.
    
== Geologie ==
 
== Geologie ==
Das geologische Aufbau des Bürglsteins gleicht dem Kapuzinerberg, er besteht aus triadischen Dachsteinkalken. sein Alter beträgt etwa über 200 Millionen Jahre. Er zählt er geologisch zum nördlichen Rand der [[Salzburger Kalkvoralpen]] und zur [[Osterhorngruppe]].  
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Das geologische Aufbau des Bürglsteins gleicht dem [[Kapuzinerberg]], er besteht aus triadischen [[Dachsteinkalk]]en. Sein Alter beträgt etwa über 200 Millionen Jahre. Er zählt er geologisch zum nördlichen Rand der [[Salzburger Kalkvoralpen]] und zur [[Osterhorngruppe]].  
    
== Name ==
 
== Name ==
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Im [[12. Jahrhundert]] ist ein Besitz in ''Pyrgla'' im ältesten [[Urbar]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] verzeichnet.
 
Im [[12. Jahrhundert]] ist ein Besitz in ''Pyrgla'' im ältesten [[Urbar]] von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Stift St. Peter]] verzeichnet.
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Zuerst im 14. Jahrhundert im Besitz der Herren von Keutzl, wohnten hier im 16. Jahrhundert die Herrn von Pirglstein. Später waren Berg und umgebende Güter im Eigentum der Familie Rehling. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss von Erzbischof Johann Ernst Graf Thun erworben, der es 1695 den Ursulinen-Nonnen übergab, die aber drei Jahre später in die Gstättengasse übersiedelten.
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Zuerst im [[14. Jahrhundert]] im Besitz der Herren von [[Keutzl]], wohnten hier im [[16. Jahrhundert]] die Herrn von Pirglstein. Später waren Berg und umgebende Güter im Eigentum der Familie [[Rehlingen]]. Im [[17. Jahrhundert]] wurde das [[Schloss Bürgelstein|Schloss]] von [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf Thun]] erworben, der es [[1695]] den [[Ursulinen]]-Nonnen übergab, die aber drei Jahre später in die [[Gstättengasse]] übersiedelten.  
1791 kaufte der Kunstgärtner Sebastian Rosenegger das Anwesen, der den Bürglstein zu einem beliebten und kunstvoll gestalteten Ausflugsziel der Salzburger umgestaltete und es an seinen Sohn, den "Hobbyarchäologen" Josef Rosenegger weitergab. Der Bürglsteinfelsen selbst wurde damals in seinen Umrissen aufwändig umgestaltet, er war vom Land, vor allem aber über einem sehr beliebten Landeplatz mit dem Boot von der Salzach aus zugänglich.  
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Schon 1792 entdeckte Rosenegger bei Grabungsarbeiten für den neuen Park das römische Gräberfeld. Erste Funde kamen 1821 nach Wien. weiteren geborgene Fundstücke wurden (durch viele Fälschungen erweitert) 1827 und 1837 an den König von Bayern verkauft. Die damalige "Sensation" verewigte [[Johann Michael Sattler]] 1825 in seinem berühmten [[Sattler-Panorama]]. Ganz klein und unscheinbar stehen die Archäologen an der Ausgrabungsstätte vor dem Schloss Arenberg und bewundern ihre Fundstücke. Im [[Panorama Museum]] am [[Residenzplatz]] ist diese gemalte Anekdote zu sehen.<ref>[http://www.bergfex.at/sommer/salzburg/touren/wanderung/59060,buerglstein/ (Autor:Christian Heugl)]</ref> Josef Rosenegger starb 1846. Roseneggers Nachfolger Baldi vermachte weitere Funde dem städtischen Museum (heute SalzburgMuseum). 1861 kaufte das Schloss und Bürglstein Sophie Fürstin von Arenberg, Schloss und Bürglstein gingen 1931 in das Eigentum von Stadt Salzburg, Land Salzburg und Salzburger Sparkasse über. [[1985]] kaute die [[Salzburger Sparkasse]] den gesamten Bürglstein und stellte ihn der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] weiter zur Verfügung.
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[[1791]] kaufte der Kunstgärtner [[Sebastian Rosenegger]] das Anwesen, der den Bürglstein zu einem beliebten und kunstvoll gestalteten Ausflugsziel der Salzburger umgestaltete und es an seinen Sohn, den "Hobbyarchäologen" [[Josef Rosenegger]] weitergab. Der Bürglsteinfelsen selbst wurde damals in seinen Umrissen aufwändig umgestaltet, er war vom Land, vor allem aber über einem sehr beliebten Landeplatz mit dem Boot von der Salzach aus zugänglich.
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Schon [[1792]] entdeckte Rosenegger bei Grabungsarbeiten für den neuen Park das [[Römer|römische]] Gräberfeld. Erste Funde kamen [[1821]] nach [[Wien]].  
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Weitere geborgene Fundstücke wurden (durch viele Fälschungen erweitert) 1827 und 1837 an den König [[Ludwig I. von Bayern]] verkauft. Die damalige "Sensation" verewigte [[Johann Michael Sattler]] [[1825]] in seinem berühmten [[Sattler-Panorama]]. Ganz klein und unscheinbar stehen die Archäologen an der Ausgrabungsstätte vor dem [[Schloss Arenberg]] und bewundern ihre Fundstücke. Im [[Panorama Museum]] am [[Residenzplatz]] ist diese gemalte Anekdote zu sehen.<ref>[http://www.bergfex.at/sommer/salzburg/touren/wanderung/59060,buerglstein/ (Autor:Christian Heugl)]</ref> Josef Rosenegger starb 1846.  
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Roseneggers Nachfolger Baldi vermachte weitere Funde dem städtischen Museum (heute [[Salzburg Museum]]). [[1861]] kaufte das Schloss und Bürglstein [[Sophie von Arenberg|Sophie Fürstin von Arenberg]], Schloss und Bürglstein gingen [[1931]] in das Eigentum von Stadt Salzburg, [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] und Salzburger Sparkasse über. [[1985]] kaute die [[Salzburger Sparkasse]] den gesamten Bürglstein und stellte ihn der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] weiter zur Verfügung.
    
== Gedenkstein ==
 
== Gedenkstein ==

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