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'''Nikolaus Harnoncourt''' (* [[6. Dezember]] [[1929]] in Berlin) ist ein weltbekannter Dirigent mit starkem Salzburgbezug.

==Harnoncourt und Salzburg==
Nikolaus Harnoncourt kam [[1973]] an die [[Mozarteum|Hochschule Mozarteum]] und unterrichtete dort bis zu seiner Pensionierung [[1993]] Aufführungspraxis und historische Instrumentenkunde im Seminar "Theorie und Praxis der Alten Musik" - Harnoncourt hatte allerdings großen Wert darauf gelegt, dass die "Alte Musik" Werke bis [[1900]] einschließt.

Für sein richtungsweisendes, streitbares Eintreten dafür, Musik vom [[17. Jahrhundert|17.]] bis zum frühen [[19. Jahrhundert]] als "Klangrede" zu gestalten, wurde ihm am [[26. Jänner]] [[2008]] die erstmalige vergebene Ehrendoktorwürde der Universität Mozarteum verliehen.

Zwei Jahre zuvor hatte Harnoncourt im Mozartjahr [[2006]] das Festkonzert zu [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozarts]] 250. Geburtstag geleitet und dabei die Festrede gehalten. Während des Mozartjahrs war er als "Artist in residence" in Salzburg tätig, 2008 als Leitfigur in das [[Bachfest Salzburg|83. Bachfest]], das in der [[Stadt Salzburg]] stattfand, eingebunden.

Am [[7. Dezember]] [[2003]] eröffnete Harnoncourt mit den Wiener Philharmonikern die [[Salzburgarena]] beim [[Messezentrum]].

Harnoncourts Beziehung zu Salzburg war nicht immer ungetrübt gewesen. Zuerst blieb er unter [[Herbert von Karajan]] von den [[Osterfestspiele|Oster-]] und [[Salzburger Festspiele|Sommerfestspielen]] ausgesperrt, dann polterte er [[1995]] in Richtung [[Intendanten der Salzburger Festspiele|Intendanz]] von [[Gerard Mortier]]: "Die beiden [[Festspielhäuser]] sind im Grunde Missgeburten, sowohl akustisch als auch ideologisch," und verabschiedete sich von den Salzburger Festspielen. Erst [[2002]], als [[Peter Ruzicka]] das Ruder der Festspiele übernommen hatte, kehrte er mit ''Don Giovanni'' zurück und dirigierte bis zum Mozartjahr 2006 zahlreiche weitere herausragende Opernproduktionen dieser Ära.

Nur der [[Mozartwoche]] an ''seinem'' Mozarteum war er über die Jahre stets treu geblieben.

==Vorgestellt==
"Von klein auf nahm ich immer die Gegenposition ein. Ich bin keiner, der zustimmt. Das kann ich erst dann, wenn ich auch die Gegenposition bedacht habe." Nikolaus Harnoncourts Weg zum Erfolg besteht überhaupt nur daraus, aus der Gegenposition. Der Dirigent erwachte als selbstständiger Musiker aus dem Bedenken dieser anderen Sichtweise. Wie kann man Musik noch anders spielen als ewig nach der selben Leier, die Mitte der fünfziger Jahre üblich war?

Der junge Cellist, der sich als Mitglied der Wiener Symphoniker mit dem Repertoire und der Routine vertraut gemacht hatte, ließ mit dem Handeln nicht lange auf sich warten. Statt zum Cello griff er zur Gambe und machte sich auf zur gar nicht immer sanften Revolution unser aller Musikverständisses: [[1953]] gründete er den ''Concentus musicus'', Wiens seither führendes "Ensemble für Alte Musik".

Aus Liebe zur Musik verneinte Harnoncourt stets das Gegebene, um das Wahrhafte zu finden. Kritiker stempelten ihn schnell zum "Originalklang-Papst", aber nur, weil sie überhörten, dass dieser Besessene im "Originalen" einzig nur nach jener Musik-Sprache suchte, in der sich die Komponisten - aller Zeiten, nunmehr bis Bartók - am besten ausdrücken konnten.

Seine Erfolge auf diesem Weg sind Legion. Er revolutionierte das Verständnis für Monteverdi, Bach und Mozart genauso, wie er es für Beethoven, Schumann, Bruckner und sogar Johann Strauß schärfte und neu ausleuchtete. Ob man es nun Harnoncourts tiefer Einsicht in den Ausdruckswillen der Musik oder der guten Aufnahmetechnik zuschreibt: Die unzähligen Aufnahmen, die Harnoncourts Weg begleiten, wirken nie wie "von früher", sondern so gegenwärtig wie sein Musizieren hier und heute. Der Drang nach einer "Klangrede" lebt weiter im Stil eines Simon Rattle, Daniel Harding und vieler anderer; dieser Stil wäre ohne Harnoncourts Vorarbeiten undenkbar. Und auch im Neujahrkonzert in Wien ist das zu hören.

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==Quellen==
*Salzburger Nachrichten

==Weblinks==
{{Homepage|http://www.harnoncourt.info}}

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