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Die '''Gruber-Orgel''', seit [[1963]] nach [[Franz Xaver Gruber]] benannt, ist die Hauptorgel der [[Dekanatskirche zum hl. Antonius Einsiedler]], der Stadtpfarrkirche  in [[Hallein]]. Die Bezeichnung '''Stille-Nacht-Orgel'''<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Eine „Stille-Nacht-Orgel“ für Oberndorf''. In: ''[[Blätter der Stille Nacht Gesellschaft]]'', Folge 6, Jg. 1980, S. 4.</ref> trägt das [[1982]] errichtete Instrument der [[Stadtpfarrkirche St. Nikolaus Oberndorf|Stadtpfarrkirche Oberndorf]].<ref>Wikipedia, Stille-Nacht-Orgel: [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_Oberndorf_bei_Salzburg#Stille-Nacht-Orgel], aufgerufen am 11. November 2015.</ref>
 
Die '''Gruber-Orgel''', seit [[1963]] nach [[Franz Xaver Gruber]] benannt, ist die Hauptorgel der [[Dekanatskirche zum hl. Antonius Einsiedler]], der Stadtpfarrkirche  in [[Hallein]]. Die Bezeichnung '''Stille-Nacht-Orgel'''<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Eine „Stille-Nacht-Orgel“ für Oberndorf''. In: ''[[Blätter der Stille Nacht Gesellschaft]]'', Folge 6, Jg. 1980, S. 4.</ref> trägt das [[1982]] errichtete Instrument der [[Stadtpfarrkirche St. Nikolaus Oberndorf|Stadtpfarrkirche Oberndorf]].<ref>Wikipedia, Stille-Nacht-Orgel: [https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrkirche_Oberndorf_bei_Salzburg#Stille-Nacht-Orgel], aufgerufen am 11. November 2015.</ref>
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==Geschichte==
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== Gruber-Orgel 2018 ==
Das 1963 eingebaute und nach dem Komponisten des weltbekannten Weihnachtsliedes „[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]“, [[Franz Xaver Gruber]], benannte Instrument wurde in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s so desolat, dass nur eine neue Orgel im alten Gehäuse die Lösung aller Probleme bedeutete. Eine Sanierung würde nach Ansicht aller Experten unabsehbare weitere Kosten verursachen. "Orgel am End', Sanierung unmöglich" – das waren die Gründe für die Initiative „Neue Halleiner Stille Nacht-Orgel“, die von der [[Initiative Halleiner Stille Nacht-Orgel]] betrieben wurde.
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Das 1963 eingebaute und nach dem Komponisten des weltbekannten Weihnachtsliedes „[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]“, [[Franz Xaver Gruber]], benannte Instrument wurde in der zweiten Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s desolat, eine neue Orgel im alten Gehäuse schien als Lösung angebracht. Allein die Zerlegung, die Reinigung und der Ersatz kaputter Teile, so hatten Experten festgestellt, hätte bis zu 200.000 Euro gekostet. Nicht in dieser Summe berücksichtigt waren die Kosten für die Behandlung des Holzwurmbefalls. Außerdem sind die zum Zeitpunkt der Errichtung verwendeten elektromagnetischen und elektropneumatischen Steuerungen prinzipiell überholt.
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[[Datei:Erneuerung der Halleiner Stille Nacht-Orgel, August 2013.jpg|thumb|Erneuerung der Halleiner Stille Nacht-Orgel, August 2013]] Eine Sanierung hätte nach Ansicht von Experten weitere Kosten verursacht, aber die Grundprobleme nicht beseitigt. Daher wurde die Initiative „Neue Halleiner Stille Nacht-Orgel“ gegründet, die von der [[Initiative Halleiner Stille Nacht-Orgel]] betrieben wurde.
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Schon die Zerlegung, die Reinigung und der Ersatz kaputter Teile, so hatten Experten festgestellt, könnten bis zu 200.000 Euro kosten. Nicht in dieser Summe berücksichtigt wären die Kosten für die Behandlung des Holzwurmbefalls. Die zum Zeitpunkt der Errichtung verwendeten elektromagnetischen und elektropneumatischen Steuerungen waren ein nur kurzlebiges Experiment und sind heute prinzipiell überholt.
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Der ''Initiative Halleiner Stille Nacht-Orgel''  begann Benefizveranstaltungen zu organisieren, deren Reinerlöse dem Ankauf einer neuen Orgel dienten. [[Placido Domingo]] sang am [[24. Dezember]] [[1976]] in der Stadtpfarrkirche das  Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, damals war er im Kurhotel [[Vollererhof]] in [[Puch]] zu Gast. Domingo spendete 10.000 Euro und erteilte der Initiative das Recht, seinen Namen und sein Konterfei im Zusammenhang mit der Orgelinitiative  verwenden zu dürfen.
[[Datei:Erneuerung der Halleiner Stille Nacht-Orgel, August 2013.jpg|thumb|Erneuerung der Halleiner Stille Nacht-Orgel, August 2013]]
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Der ''Initiative Halleiner Stille Nacht-Orgel''  begann Benefizveranstaltungen zu organisieren, deren Reinerlöse zum Ankauf einer neuen Orgel dienten. [[Placido Domingo]] sang am [[24. Dezember]] [[1976]] in der Stadtpfarrkirche das  Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, damals war er im Kurhotel [[Vollererhof]] in [[Puch]] zu Gast. Domingo spendete 10.000 Euro und erteilte der Initiative das Recht, seinen Namen und sein Konterfei im Zusammenhang mit der Orgelinitiative  verwenden zu dürfen.
      
Am [[1. Dezember]] [[2010]] gab [[Angelika Kirchschlager]], von [[Markus Stepanek]] am Klavier begleitet, einen Benefiz-Liederabend zugunsten der {{PAGENAME}}. Insgesamt wurde an diesem Abend ein Erlös von 16.000 Euro für den  Orgelneubau von 555 Konzertbesuchern gespendet. Die beiden Künstler bekamen als Gage für diesen  Abend ein ''Bschoadpackerl'', gefüllt mit allerlei Halleiner Köstlichkeiten.
 
Am [[1. Dezember]] [[2010]] gab [[Angelika Kirchschlager]], von [[Markus Stepanek]] am Klavier begleitet, einen Benefiz-Liederabend zugunsten der {{PAGENAME}}. Insgesamt wurde an diesem Abend ein Erlös von 16.000 Euro für den  Orgelneubau von 555 Konzertbesuchern gespendet. Die beiden Künstler bekamen als Gage für diesen  Abend ein ''Bschoadpackerl'', gefüllt mit allerlei Halleiner Köstlichkeiten.
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=== 2018: Neue Gruber-Orgel: 2&nbsp;000 Pfeifen, 30 Register - und W-Lan  ===
   
Hinter dem denkmalgeschützten Orgelempore stecken rund 700.000 Euro an Investitionen und mehr als zehn Jahre Vorbereitungszeit für ein modernes Orgelinstrument der Extraklasse. "''Das hier ist keine Standardorgel''", sagt Philipp Pelster, Mitglied der Diözesanen Orgelkommission der [[Erzdiözese]]. "''Es ist sozusagen ein Grundinstrument aus den [[1860er]]n mit modernen Erweiterungen, ideal für romantische Musik aus Grubers Zeit, aber natürlich kann auch alles andere darauf gespielt werden.''"   
 
Hinter dem denkmalgeschützten Orgelempore stecken rund 700.000 Euro an Investitionen und mehr als zehn Jahre Vorbereitungszeit für ein modernes Orgelinstrument der Extraklasse. "''Das hier ist keine Standardorgel''", sagt Philipp Pelster, Mitglied der Diözesanen Orgelkommission der [[Erzdiözese]]. "''Es ist sozusagen ein Grundinstrument aus den [[1860er]]n mit modernen Erweiterungen, ideal für romantische Musik aus Grubers Zeit, aber natürlich kann auch alles andere darauf gespielt werden.''"   
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Bei der Messe am Sonntag, den [[25. November]] [[2018]] wurde die Orgel eingeweiht und dann genutzt: Im Rahmen des Festivals "Gruber & Mohr" wurrden bis Weihnachten sechs Messen von Stille-Nacht-Komponist Franz Xaver Gruber und sieben Orgelkonzerte aufgeführt.<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-gruber-orgel-2000-pfeifen-30-register-und-w-lan-61233370 www.sn.at], abgefragt am 21. November 2018</ref>
 
Bei der Messe am Sonntag, den [[25. November]] [[2018]] wurde die Orgel eingeweiht und dann genutzt: Im Rahmen des Festivals "Gruber & Mohr" wurrden bis Weihnachten sechs Messen von Stille-Nacht-Komponist Franz Xaver Gruber und sieben Orgelkonzerte aufgeführt.<ref>Quelle [https://www.sn.at/salzburg/chronik/neue-gruber-orgel-2000-pfeifen-30-register-und-w-lan-61233370 www.sn.at], abgefragt am 21. November 2018</ref>
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== Gruber-Orgel 1963 ==
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==== Disposition der Dreher & Rheinisch-Orgel von 1963 ====
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|colspan=2| '''I. Manual''' C–g<sup>3</sup>, 56 Töne
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| Bordun || 16'
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| Prinzipal || 8'
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| Gemshorn || 8'
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| Weit Gedackt || 8'
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| Prästant || 4'
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| Terz || 1<sup>3</sup>/<sub>5</sub>'
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| Krummhorn || 8'
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| Prinzipalbass || 16'
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| Zartbass || 16' (Windabschwächung des Subbass‘)
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| Oktavbas || 8'
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| Gedacktbass || 8'
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| Choralbass || 4'
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| Posaune || 16'
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* Elektropneumatische Traktur, Manuale Schleifladen, Pedal Kegelladen, Brüstungspositiv nicht klingend, Spieltisch fahrbar, Temulant für II. Manual.
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* Koppeln (II/I, I/P, II/P), Crescendo-Walze, Freie Kombination, Tutti, Handreg. ab, Crescendo ab, Zungen ab, Automatisches Piano-Pedal an.
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== Beschreibung der Orgel bis zur seiner Neuerrichtung 2018 ==
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== Egedacher-Orgel 1704 ==
 
   
Die Orgel geht auf das Instrument zurück, das [[1704]] angeschafft wurde und das vermutlich vom Salzburger [[Orgelbauer#Hoforgelmacher|Hoforgelmacher]] [[Christoph Egedacher]] stammte. Das Gehäuse, welches in etwas veränderter Form erhalten geblieben ist, lieferte der Halleiner Tischler Jacob Daigl um 80 [[Gulden]], [[1707]] wurde es vergoldet.<ref>''[[Österreichische Kunsttopographie]] 20'': [[Die Denkmale des politischen Bezirkes Hallein]] (ÖKT 20), hg. vom Kunsthistorischen Institute des Bundesdenkmalamtes, Wien, Augsburg, Köln, 1927, S. 88.</ref> Sie hatte 13 Register auf zwei Manualen und Pedal, anstelle des Tondos mit dem Ölbild der hl. Cäcilia war das Zifferblatt einer Uhr Bestandteil des Orgelprospektes. Das Zifferblatt mit römischen Ziffern ist auf einer 1927 veröffentlichen Abbildung noch zu sehen.<ref>''Österreichische Kunsttopographi] 20'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Hallein (ÖKT 20), hg. vom Kunsthistorischen Institute des Bundesdenkmalamtes, Wien, Augsburg, Köln, 1927, Abb. 83, S. 97.</ref>
 
Die Orgel geht auf das Instrument zurück, das [[1704]] angeschafft wurde und das vermutlich vom Salzburger [[Orgelbauer#Hoforgelmacher|Hoforgelmacher]] [[Christoph Egedacher]] stammte. Das Gehäuse, welches in etwas veränderter Form erhalten geblieben ist, lieferte der Halleiner Tischler Jacob Daigl um 80 [[Gulden]], [[1707]] wurde es vergoldet.<ref>''[[Österreichische Kunsttopographie]] 20'': [[Die Denkmale des politischen Bezirkes Hallein]] (ÖKT 20), hg. vom Kunsthistorischen Institute des Bundesdenkmalamtes, Wien, Augsburg, Köln, 1927, S. 88.</ref> Sie hatte 13 Register auf zwei Manualen und Pedal, anstelle des Tondos mit dem Ölbild der hl. Cäcilia war das Zifferblatt einer Uhr Bestandteil des Orgelprospektes. Das Zifferblatt mit römischen Ziffern ist auf einer 1927 veröffentlichen Abbildung noch zu sehen.<ref>''Österreichische Kunsttopographi] 20'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Hallein (ÖKT 20), hg. vom Kunsthistorischen Institute des Bundesdenkmalamtes, Wien, Augsburg, Köln, 1927, Abb. 83, S. 97.</ref>
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[[1837]] erweiterte [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Carl Mauracher]] die Orgel auf 19 Register, wobei er allein für das Hauptwerk zehn Stimmen vorgesehen hatte. Für das Positiv reichte allerdings das Geld nicht mehr aus und er erneuerte nur die ''„wurmstichige Flöte“''.<ref>Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 340.</ref> Doch die Unzufriedenheit mit der Orgel wuchs und die Halleiner Kirchenverwaltung formulierte Kritik. So hätte die Orgel zu viele scharfe Stimmen, die ''zusammen einen grellen Ton'' bewirkten. Es besteht kein Zweifel, ''dass die Mitglieder der Kirchenverwaltung hier die Meinung ihres Organisten [[Franz Xaver Gruber]] artikulierten. Gruber war seit 1833 ''Regens chori'' und Organist an der Stadtpfarrkirche Hallein und verfolgte. „''seit längerer Zeit schon die Gebrechen der Orgel bemerkend''“, einen Umbau nach seinen Intentionen. Da Carl Mauracher 1844 gestorben war, hatte er sich an dessen  Söhne [[Ludwig Mauracher|Ludwig ]] und [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Nepomuk Carl]] gewandt, danach noch an deren Konkurrenten Matthäus Mauracher. Dieser sandte daraufhin an den einen Sohn Grubers, [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Franz Xaver jun.]], einen Kostenvoranschlag.<ref>Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 341f.</ref>
 
[[1837]] erweiterte [[Karl Mauracher (Orgelbauer)|Carl Mauracher]] die Orgel auf 19 Register, wobei er allein für das Hauptwerk zehn Stimmen vorgesehen hatte. Für das Positiv reichte allerdings das Geld nicht mehr aus und er erneuerte nur die ''„wurmstichige Flöte“''.<ref>Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 340.</ref> Doch die Unzufriedenheit mit der Orgel wuchs und die Halleiner Kirchenverwaltung formulierte Kritik. So hätte die Orgel zu viele scharfe Stimmen, die ''zusammen einen grellen Ton'' bewirkten. Es besteht kein Zweifel, ''dass die Mitglieder der Kirchenverwaltung hier die Meinung ihres Organisten [[Franz Xaver Gruber]] artikulierten. Gruber war seit 1833 ''Regens chori'' und Organist an der Stadtpfarrkirche Hallein und verfolgte. „''seit längerer Zeit schon die Gebrechen der Orgel bemerkend''“, einen Umbau nach seinen Intentionen. Da Carl Mauracher 1844 gestorben war, hatte er sich an dessen  Söhne [[Ludwig Mauracher|Ludwig ]] und [[Johann Nepomuk Carl Mauracher|Johann Nepomuk Carl]] gewandt, danach noch an deren Konkurrenten Matthäus Mauracher. Dieser sandte daraufhin an den einen Sohn Grubers, [[Franz Xaver Gruber (Autor)|Franz Xaver jun.]], einen Kostenvoranschlag.<ref>Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 341f.</ref>
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== Mauracher-Orgel 1864 ==
 
Am [[13. April]] [[1861]] schrieb Franz Xaver Gruber sen. an Matthäus Mauracher einen langen Brief, in dem er zum Kostenvoranschlag Maurachers Stellung bezieht, seine klanglichen Vorstellungen einfordert und in Maurachers Dispositionsvorschlag eingreift.<ref>Salzburg, Privatbesitz, in: Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 342.</ref>
 
Am [[13. April]] [[1861]] schrieb Franz Xaver Gruber sen. an Matthäus Mauracher einen langen Brief, in dem er zum Kostenvoranschlag Maurachers Stellung bezieht, seine klanglichen Vorstellungen einfordert und in Maurachers Dispositionsvorschlag eingreift.<ref>Salzburg, Privatbesitz, in: Walterskirchen: „''… weil der Organist doch immer am besten versteh, was sein Bedarf ist''”, Salzburg 1992, S. 342.</ref>
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1962/63 wurde die Matthäus-Mauracher-Orgel aus dem Jahre 1864 durch die Firma Dreher & Rheinisch so umfassend verändert, dass sie einem Neubau glich.
 
1962/63 wurde die Matthäus-Mauracher-Orgel aus dem Jahre 1864 durch die Firma Dreher & Rheinisch so umfassend verändert, dass sie einem Neubau glich.
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==== Disposition der Dreher & Rheinisch-Orgel von 1963 ====
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{| border="0" cellspacing="0" cellpadding="10" style="border-collapse:collapse;"
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|colspan=2| '''I. Manual''' C–g<sup>3</sup>, 56 Töne
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| Bordun || 16'
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| Prinzipal || 8'
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|colspan=2| '''II. Manual''' C–g<sup>3</sup>, 56 Töne
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| Weit Gedackt || 8'
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| Prinzipalbass || 16'
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| Zartbass || 16' (Windabschwächung des Subbass‘)
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* Elektropneumatische Traktur, Manuale Schleifladen, Pedal Kegelladen, Brüstungspositiv nicht klingend, Spieltisch fahrbar, Temulant für II. Manual.
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* Koppeln (II/I, I/P, II/P), Crescendo-Walze, Freie Kombination, Tutti, Handreg. ab, Crescendo ab, Zungen ab, Automatisches Piano-Pedal an.
      
==Literatur==
 
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