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'''Josef Sigl IV.''' (* [[4. Jänner]] [[1834]] Obertrum, † [[24. Dezember]] [[1908]] Obertrum) war Besitzer der [[Trumer_Privatbrauerei|Josef Sigl Privatbrauerei]] in [[Obertrum]], Gutsbesitzer und Politiker.

Er war der Sohn des Bierbrauers [[Josef Sigl III.|Josef Coelestin Sigl]] ([[1803]]–[[1843]]), ab [[1879]] verehelicht mit der Brauerstochter Barbara Peter ([[1850]]–[[1916]]).

Nach der Normalschule in Salzburg besuchte Sigl einen landwirtschaftlichen Kurs an der bayerischen landwirtschaftlichen Zentralschule in Weihenstephan, wo er u. a. eine Ausbildung in Chemie, Bau- und Vermessungswesen, Forstbotanik und Tierzucht genoss. Während dieser Zeit unternahm er mehrere Reisen, auf denen er zahlreiche Brauereien besuchte.

[[1856]] kehrte Sigl nach [[Obertrum]] zurück, um die bis dahin verpachtete väterliche Brauerei zu übernehmen. Diese vergrößerte er; außerdem erwarb er eine Reihe von Liegenschaften im Raum Obertrum/Mattsee, so kaufte er etwa [[1858]] den Schloßberg mit der Burg [[Mattsee]].

Sigls besonderer Einsatz galt der Förderung der Salzburger Viehzucht. Er nahm an zahlreichen internationalen Veranstaltungen, z. B. [[1862]] an der Weltausstellung in London, teil; seine Pinzgauer Zuchtstiere wurden auf landwirtschaftlichen Ausstellungen u. a. in München und Hamburg ([[1863]]) mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. [[1873]] war er Mitglied der Salzburger Weltausstellungs-Landeskommission.

[[1867]] bis [[1877]] gehörte Sigl als Vertreter des Großgrundbesitzes dem Salzburger [[Landtag]] an, wo besonders die Regulierung der Mattig samt Trockenlegung der versumpften Grundstücke um den Obertrumer See zu seinen vordringlichsten Anliegen zählten.

Er führte [[1869]][[1870|/70]] Tiefenvermessungen der [[Trumer Seen]] durch und befasste sich auch mit der Regulierung der Mattig.

Er war ferner der Initiator eines eigenen Flachgauer Postwesens, zuerst auf seinem Gut Giglsedt und später in [[Mattsee]].

==Quellen==
* Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band XII, S. 253
* Ulrike G. Schmoelzer, Einfach Leben. Trumer Pils 2001 [http://www.trumer.at/?contentID=fb.]

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