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[[Bild: Moser Kaspar III. 1892.jpg|thumb|right|200px|]]
'''Caspar''' (III.) Carl '''Moser''' (* [[23. Oktober]] [[1850]] in Henndorf, † [[20. September]] [[1909]] in Henndorf) war ein [[Henndorf|Henndorfer]] Unternehmer (Brauherr und Gastwirt).
Er war der Sohn des Henndorfer Brauherrn und Gastwirts [[Caspar Ferdinand Moser]], dem er [[1875]] als Bräuwirt und Besitzer der Brauerei Henndorf sowie des dazugehörigen Gutsbetriebes folgte.
Als Bürgermeister stand er in den Jahren [[1882]] bis [[1888]] der Gemeinde Henndorf vor.
Auch als Bauherr hinterließ er Spuren: Durch den Salzburger Baumeister [[Valentin Ceconi]] ließ er [[1876]][[1877|/77]] ein Nebengebäude der Brauerei, das ehemals hochfürstliche Branntweinhaus, zu einer gründerzeitlichen Villa im Neorenaissancestil umgestalten (heute Moser-Villa, Hauptstraße Nr. 55). Der [[Caspar-Moser-Br%C3%A4u|Bräugasthof]] musste nach dem Brand von [[1893]] wieder aufgebaut werden. Die Sommervilla (heute Hauptstraße Nr. 60), eine spätgründerzeitliche Villa im Landhausstil, entstand nach der Jahrhundertwende.
Caspar Moser blieb unverheiratet, scharte aber gerne seine Neffen und Nichten, darunter [[Richard Mayr|Richard]] und [[Carl Mayr]], um sich.
Sein Gasthof war auch ein Zentrum der Sommerfrischler.
[[1899]] übergab Caspar Moser einen Teil seines Besitzes, darunter die Brauerei, seinem Neffen Karl Guido Kurer ([[1869]]-[[1906]]). Dieser ließ [[1905]][[1906|/06]] das neue Brauhaus errichten. Er starb bereits [[1906]], und der Besitz fiel an Caspar Moser zurück.
Nach Kaspars Tod [[1909]] erbten alle Neffen und Nichten, 24 Personen, den Besitz. Von diesen taten sich 14 zu einer Gesellschaft zusammen. Die Brauerei wurde freilich schon [[1915]] an das Unternehmen Salzburger Brauereien verkauft und von diesem [[1916]] stillgelegt – ein herber Schlag für Henndorfs Wirtschaftsleben. Den Bräugasthof erwarben [[1915]] Caspars Neffen [[Richard Mayr|Richard]] und [[Carl Mayr]], verkauften ihn jedoch [[1930]] wieder. [[1919]] erstanden die [[Gebr%C3%BCder_Woerle_GmbH|Gebrüder Woerle]] das neue Brauhaus für ihre Käseerzeugung. [[1926]] veräußerte die Erbengemeinschaft auch den Gutsbesitz, sodass innerhalb weniger Jahre der Mosersche Besitz in alle Winde zerstreut wurde.
Der Bräuwirt Caspar Moser jedoch wurde in Henndorf zur „Legende“, in deren Bild sich Kunst- und Prachtliebe, Großzügigkeit und Schalkhaftigkeit mischten. [[Carl Zuckmayer]] setzte ihm in seiner Erzählung „Der Seelenbräu“ in der Gestalt des „Leibesbräu“, des Köstendorfer Brauherrn Mathias Hochleitner, ein literarisches Denkmal.
Seine sterblichen Überreste ruhen in der [[Caspar Ferdinand Moser|Moserschen Grabstätte]] im Eingang der [[Pfarrkiche zum Hl. Vitus in Henndorf|Henndorfer Pfarrkirche]].
==Quellen==
* Walburg Schobersberger, Carl Mayr und sein Umkreis, in: Henndorf am Wallersee. Herausgegeben von Alfred Stefan Weiß, Karl Ehrenfellner und Sabine Falk. Eigenverlag der Gemeinde Henndorf am Wallersee 1992. S. 351 ff.
* Otto Kunz: Richard Mayr. Weihe, Herz und Humor im Baßschlüssel. Verlag Das Berglandbuch Graz—Leipzig—Berlin 1933. Zu Caspar Moser S. 43 ff.
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