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[[File:Alter Markt 5, Salzburg.jpg|thumb|Alter Markt 5, Salzburg]]Das Haus '''Alter Markt 5''' am [[Alter Markt|Alten Markt]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
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[[File:Alter Markt 5, Salzburg.jpg|thumb|Alter Markt 5, Salzburg]]
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[[Datei:Alter Markt 5 historische Ansicht.jpg|thumb|Historische Ansicht des Hauses]]
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Das Haus '''Alter Markt 5 - Brodgasse 6''' am [[Alter Markt|Alten Markt]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
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== Einleitung ==
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Das "Heffter-Zulehnerhaus" repräsentiert den Typus des Salzburger Bürger- sowie Kaufmannshauses. Ursprünglich befanden sich im Erdgeschoss die "Ladengewölbe".
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Nach der Haustradition dienten die beiden langen Gänge im Keller dem Transport der Waren vom Alten Markt über eine Bodenluke direkt in den Keller.
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Die repräsentativen, flachgedeckten Wohnräume befanden sich auf der Seite zum Alten Markt. Hingegen die gewerblich genutzten Räume lagen auf der Seite zur Brodgasse.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die Liste der bekannten Besitzer beginnt mit Georg Copeindl, [[1552]], als ''Silberkammerer'' bezeichnet. Die nächste Nennung ist Hanns Strobl, Handelsmann, und sein Haus wird als ''Edelbehausung gegen den [[Florianibrunnen|Florianbrunnen]] über'' genannt. [[1644]] wird Paul Ha(ä)merl Besitzer, [[1683]] der Eisengeschmeidhändler Jakob [[Heffter]] und Hausfrau Anna Stockhamerin. Es folgt ein weiterer Heffter, Johann Niklas, [[1773]] Johann Sigbert Valentin Heffter, [[1783]] dessen Witwe, dann  [[Ignaz von Heffter]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] († [[1818]]), der im Haus die [[Heffter'sche Eisenhandlung]] führte. Im folgte 1818 als Besitzer sein Sohn [[Anton von Heffter]], der erste Bürgermeister der Stadt Salzburg nach der endgültigen Vereinigung des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]] mit [[Habsburgermonarchie|Österreich]].  
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Eine erste urkundliche Erwähnung des Gebäudes findet sich im Jahr [[1421]] als ''Swergebls Haus gegenüber den Brottishen''. Virgil Schweiger kaufte es dann [[1512]], eine ''Puchbergerin'' war  [[1526]] Besitzerin. [[1552]] wurde es von Paul Altmann, einem Kaufmann, erworben und gleichzeitig wird Georg Copeindl, als ''Silberkammerer'' bezeichnet, Besitzer. Die nächste Nennung ist [[1593]] Hanns Strobl, Handelsmann, und sein Haus wird als ''Edelbehausung gegen den [[Florianibrunnen|Florianbrunnen]] über'' genannt.
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Die nächsten Besitzer waren Anton Gruber ([[1600]]), Simon Sigmund ([[1608]]), [[1644]] wird Paul Ha(ä)merl Besitzer, [[1647]] wurde Balthasar Marschaller Besitzer und daher wurde das Haus ''Marschallerhaus'' genannt.
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[[1683]] der Eisengeschmeidhändler Jakob [[Heffter]] und Hausfrau Anna Stockhamerin. Der ''Leibbarbier'' Jeremias Bortenschläger kaufte es  [[1692]] und vererbte es an seine Söhne ([[1747]]). Schon früher hatte der Wundarzt Augustin Paulus den ersten Stock, den vierten Stock der Kaufmann Rockinger, gekauft.
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Es folgt ein weiterer Heffter, Johann Niklas, [[1773]] Johann Sigbert Valentin Heffter, [[1783]] dessen Witwe, dann  [[Ignaz von Heffter]], [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] († [[1818]]), der im Haus die [[Heffter'sche Eisenhandlung]] führte. Im folgte 1818 als Besitzer sein Sohn [[Anton von Heffter]], der erste Bürgermeister der Stadt Salzburg nach der endgültigen Vereinigung des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]] mit [[Habsburgermonarchie|Österreich]].
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Die Witwe von Anton von Heffter vermachte das Haus  [[Carl von Frey]], einen Salzburger Kaufmann und Kunstfreund, der [[1858]] als Besitzer aufscheint.
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[[1858]] scheint [[Carl von Frey]], ein Salzburger Kaufmann und Kunstfreund, als Besitzer auf. Ein gewisser Reitmayr war [[1881]] Besitzer.  
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Dieser Frey wurde dann verwandtschaftlich mit der Familie Zulehner verbunden, die [[1871]] in den Besitz des Hauses kam. Josef Zulehner der Jüngere war der längst dienende Geschäftsführer des [[Salzburger Stadtverein]]s: 64 Jahre lang bis 1954. Die Fahne des Vereins hatte er bereits als Achtjähriger bei der Feier "65jähriges Regierungsjubiläum Seiner Majestät Kaiser [[Franz Joseph I.]]" geschwungen. Er wünschte sich zu seinem 18. Geburtstag, dem [[1. Mai]] [[1888]], von seinem Vater, gemeinsam auf den [[Untersberg]] zu steigen. Dabei bei stürzte Josef Zulehner der Ältere in den Tod.<ref>Quelle Prof. DDr. Josef Wallnig</ref>
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Dann fehlen im Moment noch Angaben über Besitzer. Es findet sich jedoch im Jahr [[1930]] ein Werbeeinschaltung im [[Salzburger Volksblatt]] der ''Gebrüder Heffter''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300417&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=4  ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. April 1930, Seite 4</ref> Doch laut Aussage von Univ.-Prof. DDr. h. c. [[Josef Wallnig]], dem heutigen Besitzer des Hauses (mit Ausnahme des Erdgeschoßes und des ersten Stockes), gehörte zu jener Zeit das Haus der Familie Zulehner. In einer Werbung derselben Ausgabe des Salzburger Volksblattes wirbt die Columbia-Grammophon-Vertretung "Swatschek &amp; Zulehner" mit der Adresse Alter Markt 5.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300417&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. April 1930, Seite 7</ref>
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Die Familie Zulehner hielt den Besitz und seit 1988 teilen sich der Schotterbaron Josef Eder und ein Nachfahre der Zulehner, Prof. DDr. [[Josef Wallnig]] den Besitz.
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Im Jahr [[1930]] gab es eine Werbeeinschaltung im [[Salzburger Volksblatt]] der ''Gebrüder Heffter''.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300417&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=4  ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. April 1930, Seite 4</ref> Doch laut Aussage von Univ.-Prof. DDr. h. c. [[Josef Wallnig]], dem heutigen Besitzer des Hauses (mit Ausnahme des Erdgeschoßes und des ersten Stockes), gehörte zu jener Zeit das Haus der Familie Zulehner. In einer Werbung derselben Ausgabe des Salzburger Volksblattes wirbt die Columbia-Grammophon-Vertretung "Swatschek &amp; Zulehner" mit der Adresse Alter Markt 5.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300417&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=7 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. April 1930, Seite 7</ref>
    
[[Max Swatschek]] führte im Haus Nr. 5 ein ''Konzertbüro'', unter anderem vermittelte er Karten für einen Auftritt der [[Don-Kosaken-Konzert im Salzburger Festspielhaus]],<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19290112&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 12. Jänner 1929, Seite 2</ref> sowie eine Kunsthandlung.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19270822&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 22. August 1927, Seite 5</ref>
 
[[Max Swatschek]] führte im Haus Nr. 5 ein ''Konzertbüro'', unter anderem vermittelte er Karten für einen Auftritt der [[Don-Kosaken-Konzert im Salzburger Festspielhaus]],<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vfr&datum=19290112&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Volksfreund]], Ausgabe vom 12. Jänner 1929, Seite 2</ref> sowie eine Kunsthandlung.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19270822&query=%22Alter+Markt+5%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 22. August 1927, Seite 5</ref>
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Von [[1937]] bis [[1975]] war das nördliche Geschäftslokal an Firma [[Fritz Hofer]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421112&query=%22Firma%22+%22Fritz%22+%22hofer%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Inserat, Salzburger Volksblatt, 12. November 1942]</ref> (Kaufmann aus Trofaich, Steiermark) vermietet, der dort frisch gerösteten Kaffee, Süßwaren und Spirituosen verkaufte. Fritz Hofer verpachtete seine Firma samt Geschäftslokal von [[1975]] bis [[2009]] an Firma Reber. Seit 2009 ist Firma Reber nun selbst Mieter.
 
Von [[1937]] bis [[1975]] war das nördliche Geschäftslokal an Firma [[Fritz Hofer]] <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19421112&query=%22Firma%22+%22Fritz%22+%22hofer%22&ref=anno-search&seite=6 anno.onb.ac.at/Inserat, Salzburger Volksblatt, 12. November 1942]</ref> (Kaufmann aus Trofaich, Steiermark) vermietet, der dort frisch gerösteten Kaffee, Süßwaren und Spirituosen verkaufte. Fritz Hofer verpachtete seine Firma samt Geschäftslokal von [[1975]] bis [[2009]] an Firma Reber. Seit 2009 ist Firma Reber nun selbst Mieter.
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== Sonstiges ==
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== Beschreibung verschiedener Details==
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Der durchgehende Flur weist ein Kreuzgratgewölbe auf und ist mit Traunsteiner Sandsteinplatten ausgelegt.
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Im unteren Zwischenstock befinden sich hinter einer Säule aus [[Konglomerat]] zwei Engel und dazwischen ein Marienbild mit Taube. Diese Taube hält einen Ehering im Schnabel, möglicherweise ein Hochzeitsgeschenk.
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Im dritten Stock gibt es einen qualitätsvollen, zylindrischen Kachelofen aus weißen Kacheln mit neugotischem Maßwerkdekor mit klassizistischem Messinggestell auf kreisrunder [[Adneter Marmor]]<u></u>platte.
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In einer der Wohnungen befindet sich ein "Schnapskastl" des Universalkünstlers [[Kay Krasnitzky]].
 
In einer der Wohnungen befindet sich ein "Schnapskastl" des Universalkünstlers [[Kay Krasnitzky]].
    
== Bilderlink ==
 
== Bilderlink ==
 
* Bilder aus dem Hausinneren siehe [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p66402105/hbc8457a9#hbc8457a9 peterkrackowizer.zenfolio.com]
 
* Bilder aus dem Hausinneren siehe [https://peterkrackowizer.zenfolio.com/p66402105/hbc8457a9#hbc8457a9 peterkrackowizer.zenfolio.com]
== Quelle ==
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== Quellen ==
 
* Führung von Prof. DDr. Wallnig anlässlich des [[WikiAlpenforum Salzburger Orgellandschaft|WikiAlpenforums Salzburger Orgellandschaft]] durch das Haus  
 
* Führung von Prof. DDr. Wallnig anlässlich des [[WikiAlpenforum Salzburger Orgellandschaft|WikiAlpenforums Salzburger Orgellandschaft]] durch das Haus  
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* Protokoll aus dem Jahr 1989 über die Unterschutzstellung des Hauses, mit der Geschichte des Hauses, zur Verfügung gestellt von Prof. DDr. Wallnig (via E-Mail an [[Benutzer:Peter Krackowizer]]
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* [[Bastei]]: ''Ein Beispiel altstadtgerechter Baugesinnung: Zur Umgestaltung des Hauses Alter Markt 5 / Brodgasse 6'', Seite 5
    
== Fußnoten ==
 
== Fußnoten ==

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