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In dieser Funktion oblag ihm im Jahre seines Amtsantrittes die Begrüßung des im März 1772 neu gewählten Fürsterzbischofs [[Hieronymus Graf Colloredo]], der am [[29. April]] des selben Jahres, von [[Schloss Freisaal|Freysaal]] kommend, seinen öffentlichen Einzug in Salzburg hielt. Bürgermeister von Weiser erwartete den neuen Landesherrn mitsamt dem [[Salzburger Magistrat|Magistrat]] am [[Kajetanertor]] und überreichte diesem nach alter Sitte die Torschlüssel der Stadt.
 
In dieser Funktion oblag ihm im Jahre seines Amtsantrittes die Begrüßung des im März 1772 neu gewählten Fürsterzbischofs [[Hieronymus Graf Colloredo]], der am [[29. April]] des selben Jahres, von [[Schloss Freisaal|Freysaal]] kommend, seinen öffentlichen Einzug in Salzburg hielt. Bürgermeister von Weiser erwartete den neuen Landesherrn mitsamt dem [[Salzburger Magistrat|Magistrat]] am [[Kajetanertor]] und überreichte diesem nach alter Sitte die Torschlüssel der Stadt.
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Während der darauf folgenden Jahre geriet von Weiser mit dem Fürsterzbischof auf Grund der angespannten finanziellen Lage der Stadt einerseits und der dieser vom Landesherrn auferlegten Kosten für von ihm angeordnete Baumaßnahmen in Streit. [[1774]] verweigerte Weiser dem Fürsterzbischof die Bezahlung von 1.400 [[Gulden]] für das Torsteherhäusl vor dem [[Sigmundstor|Neutor]]. Nachdem die Stadt in den zurückliegenden Jahren 54.000 Gulden für die Erhaltung des [[Bürgerspital St. Blasius|Bürgerspitals St. Blasius‎‎]] und ähnlich hohe Summen für das "[[Bruderhaus]]" und das "[[Städtisches Leihhaus| Leihhaus]]" aufgebracht hatte, wurde der Bürgermeister zum Sparen angehalten. Als sich Weiser auch noch weigerte, die Kosten des Umbaus des alten Ballhauses (an der Stelle des heutigen [[Salzburger Landestheater|Landestheaters]]) und des [[Salzburger Rathaus|Rathaussaales]] sowie einiger angrenzender Räume für die Abhaltung von Bällen aus dem Stadt-Aerarium zu begleichen, sah er sich schließlich von Colloredo vor die Wahl gestellt, sich seinem Willen zu fügen oder seine Stelle niederzulegen.
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Während der darauf folgenden Jahre geriet von Weiser mit dem Fürsterzbischof auf Grund der angespannten finanziellen Lage der Stadt einerseits und der dieser vom Landesherrn auferlegten Kosten für von ihm angeordnete Baumaßnahmen in Streit. [[1774]] verweigerte Weiser dem Fürsterzbischof die Bezahlung von 1.400 [[Gulden]] für das Torsteherhäusl vor dem [[Sigmundstor|Neutor]]. Nachdem die Stadt in den zurückliegenden Jahren 54.000 Gulden für die Erhaltung des [[Bürgerspital St. Blasius|Bürgerspitals St. Blasius‎‎]] und ähnlich hohe Summen für das [[Bruderhaus St. Sebastian]] und das "[[Städtisches Leihhaus| Leihhaus]]" aufgebracht hatte, wurde der Bürgermeister zum Sparen angehalten. Als sich Weiser auch noch weigerte, die Kosten des Umbaus des alten Ballhauses (an der Stelle des heutigen [[Salzburger Landestheater|Landestheaters]]) und des [[Salzburger Rathaus|Rathaussaales]] sowie einiger angrenzender Räume für die Abhaltung von Bällen aus dem Stadt-Aerarium zu begleichen, sah er sich schließlich von Colloredo vor die Wahl gestellt, sich seinem Willen zu fügen oder seine Stelle niederzulegen.
    
Weiser entschied sich für letzteres und ersuchte am [[29. Juni]] [[1775]], nach knapp drei Jahren Amtszeit, das [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] um Entlassung aus dem Amt des Bürgermeisters. Weisers Argwohn gegen den Umbau des Ballhauses zum Theater bestätigte sich im Nachhinein, als der Umbau wegen ungünstiger Planung und Ausführung nicht den allgemeinen Erwartungen entsprach.
 
Weiser entschied sich für letzteres und ersuchte am [[29. Juni]] [[1775]], nach knapp drei Jahren Amtszeit, das [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] um Entlassung aus dem Amt des Bürgermeisters. Weisers Argwohn gegen den Umbau des Ballhauses zum Theater bestätigte sich im Nachhinein, als der Umbau wegen ungünstiger Planung und Ausführung nicht den allgemeinen Erwartungen entsprach.

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