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'''Sebastian ''"Wastl"'' Fanderl''' (* [[24. Juni]] [[1915]] in [[Bergen]], [[Chiemgau]]; † [[25. April]] [[1991]]) war ein [[Bayern|bayrischer]] Volksmusikant und Volksliedsammler.

== Leben ==

Am [[24. Juni]] des Jahres [[1915]] wurde Wastl Fanderl als Sebastian Fanderl in Bergen im Chiemgau (Bayern) als Sohn des aus der Oberpfalz stammenden Baders Joseph Fanderl und dessen aus [[Frasdorf]] in [[Oberbayern]] stammenden Gattin, der Wirtstochter Anna geb. Voggenauer, als fünftes Kind und Nachzügler, geboren.

Bevor Wastl Fanderl seinen Militärdienst bei den Gebirgsjägern leistete, erlernte er den Beruf des Vaters, Friseur und Bader. Nach dem Präsenzdienst kam der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]], in dem Wastl Fanderl in Kriegsgefangenschaft geriet.

Am [[24. Februar]] des Jahres [[1945]] heiratete Wastl Fanderl in [[Sankt Anton bei Garmisch-Partenkirchen|St. Anton]] bei [[Garmisch-Partenkirchen]] die Hauswirtschaftslehrerin Elisabeth ''"Liesl"'' Mayer aus [[Leogang]] im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburger]] [[Pinzgau]], eine Tochter des Försters Thomas Mayer und dessen Gattin Anna.

Im Jahre [[1963]] übersiedelte Wastl Fanderl mit seiner inzwischen fünfköpfigen Familie (Wastl & Liesl und die drei Töchter Monika, Elisabeth und Regina) von Bergen, wo die Familie einen Schreibwarenladen betrieb, nach Frasdorf, die Heimat von Wastl Fanderls Mutter. Dort zog er in das alte Martl-Anwesen in der Ortschaft [[Stelzenberg]] ein, da er den Hof käuflich neu erworben hatte.

Am [[25. April]] des Jahres [[1991]] verstarb Wastl Fanderl und wurde auf dem Frasdorfer Friedhof beigesetzt.

== Volksmusik ==

Wastl Fanderls volksmusikalischer Werdegang begann im Jahre [[1927]]. Er begegnete in diesem Jahr zum ersten Mal dem bayrischen Volksmusikanten [[Paul Kiem]] (bekannt als ''"Kiem Pauli"''), der ihm auf der Zither vorspielte und den damals noch jungen Burschen zum Liedersammeln anregte. In späterer Folge spielte Wastl Fanderl in verschiedenen Ensembles, unter anderem war er Mitglied folgender Volksmusikgruppen:
* [[Die Vier vom Gamsstadl]]
* [[Wastl-Fanderl-Quartett]]
* [[Stelzenberger Hausmusik]]

Bereits im Jahre [[1931]] entstanden die ersten Aufnahmen für den [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]]. Mit der Zeit wurde Wastl Fanderl ein gefragter Referent bei Singstunden, Singwochen und Sängertreffen. Er produzierte über hundert Radio- und Fernsehsendungen. Seine Fernsehserie ''"Baierisches Bilder- und Notenbüchl"'' im Bayerischen Rundfunk gilt als klassische Dokumentation zur [[Bayrische Volksmusik|bayrischen Volksmusik]].

Durch den Zuzug von Wastl Fanderl im Jahre [[1963]] in den Chiemgau ist diese Region ein Mittelpunkt der Volkslied- und Volkstumspflege geworden, nachdem bereits mit [[Annette Thoma]] weitere namhafte Vertreter der bayrischen Volkskunst im Chiemgau eine Heimat gefunden hatten.

Wastl Fanderl veröffentlichte sehr viele Liederbücher und war von [[1973]] bis [[1981]] der erste Volksmusikpfleger des Bezirkes Oberbayern.

== Ehrungen und Auszeichnungen ==

* Bayrischer Verdienstorden
* Frasdorfer Bürgermedaille
* Oberbayrischer Kulturpreis ([[1980]])
* [[Tobi-Reiser-Preis]] ([[1992]])

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[[Kategorie:Brauchtum (Person)|Fanderl, Wastl]]
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[[Kategorie:Chiemgau|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Person|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Volkskultur|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Volkskultur (Person)|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)|Fanderl, Wastl]]
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[[Kategorie:Künstler|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Komponist|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Musik|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Musiker|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Volksmusik|Fanderl, Wastl]]
[[Kategorie:Volkslied|Fanderl, Wastl]]