| | == Radongas, Wärme, Hohe Luftfeuchtigkeit == | | == Radongas, Wärme, Hohe Luftfeuchtigkeit == |
| | Es sind drei Wirkfaktoren, denen sich Patienten im Heilstollen aussetzen. Aber woher stammen diese? | | Es sind drei Wirkfaktoren, denen sich Patienten im Heilstollen aussetzen. Aber woher stammen diese? |
| − | Was die Luftfeuchtigkeit betrifft, so hatte schon der Monmtanist, Geologe und Mineraloge sowie langjährige Betriebsleiter des Heilstollens, Ing. [[Karl Zschocke]], darauf hingewiesen, dass durch die von außen bis ins Innerste des Stollens hineinführenden Lüftungsrohre in Verbindung mit der normalen Stollenluft eine Zirkulation ermöglichen, die die Feuchtigkeit der Außenluft in den Stollen hineinbringt. Schwieriger ist eine Erklärung der Wärme und des Radongehalts. Vermutet wurde von Anfang an eine (kausale?) Ähnlichkeit mit dem [[Thermalwasser]] von Bad Gastein. Könnte es in der Gesteinsumgebung des Heilstollens so etwas wie eine riesige Thermalwasser-Kaverne geben? Tiefbohrungen vermochten jedoch nicht, eine diesbezügliche Vermutung zu bestätigen. Zur Diskussion gestellt wurde auch eine Wärmeanomalie aufgrund einer irgendwo in der Nähe liegenden kleinen Magmakammer eines Batholithen; oder auch "Reste" der geothermischen Wärme aus einer Zeit, da die Gesteins-Überlagerungsmasse noch um 1 000 Meter oder mehr höher war als heute (und Talausschürfungen noch nicht vorhanden waren). Eine Zeitlang galt als überlegenswert, ob nicht die im Stollen vorkommenden Uranmineralien (z. B. Uranophane) ursächlich an Wärme und Radioaktivität verantwortlich sein könnten. Von den im Stollen vorhandenen Gesteinen (z. B. Augengneis, Gesteine der sogenannten "Woiskenmulde") ist einzig der Granosyenit durch eine deutlich erhöhte Strahlung charakterisiert. Eine riesige Masse davon liegt als Gesteinsschicht oberhalb des Stollens und wird vermutlich von der Haupthitzekluft durchquert. Keine dieser Überlegungen ist wissenschaftlich unumstritten. Vielleicht sind im Stollen exakt jene Wirkungsmechanismen aktiv, die in Bad Gastein für die Entstehung des Thermalwassers verantwortlich sind - ohne dass eine unmittelbare, direkte Abhängigkeit besteht. | + | Was die Luftfeuchtigkeit betrifft, so hatte schon der Monmtanist, Geologe und Mineraloge sowie langjährige Betriebsleiter des Heilstollens, Ing. [[Karl Zschocke]], darauf hingewiesen, dass durch die von außen bis ins Innerste des Stollens hineinführenden Lüftungsrohre in Verbindung mit der normalen Stollenluft eine Zirkulation ermöglichen, die die Feuchtigkeit der Außenluft in den Stollen hineinbringt. Schwieriger ist eine Erklärung der Wärme und des Radongehalts. Vermutet wurde von Anfang an eine (kausale?) Ähnlichkeit mit dem [[Thermalwasser]] von Bad Gastein. Könnte es in der Gesteinsumgebung des Heilstollens so etwas wie eine riesige Thermalwasser-Kaverne geben? Tiefbohrungen vermochten jedoch nicht, eine diesbezügliche Vermutung zu bestätigen. Zur Diskussion gestellt wurde auch eine Wärmeanomalie aufgrund einer irgendwo in der Nähe liegenden kleinen Magmakammer eines Batholithen; oder auch "Reste" der geothermischen Wärme aus einer Zeit, da die Gesteins-Überlagerungsmasse noch um 1 000 Meter oder mehr höher war als heute (und Talausschürfungen noch nicht vorhanden waren). Eine Zeitlang galt als überlegenswert, ob nicht die im Stollen vorkommenden Uranmineralien (z. B. Uranophane) ursächlich an Wärme und Radioaktivität verantwortlich sein könnten. Von den im Stollen vorhandenen [[Gestein]]en (z. B. Augengneis, [[Gestein]]e der sogenannten "Woiskenmulde") ist einzig der Granosyenit durch eine deutlich erhöhte Strahlung charakterisiert. Eine riesige Masse davon liegt als Gesteinsschicht oberhalb des Stollens und wird vermutlich von der Haupthitzekluft durchquert. Keine dieser Überlegungen ist wissenschaftlich unumstritten. Vielleicht sind im Stollen exakt jene Wirkungsmechanismen aktiv, die in Bad Gastein für die Entstehung des Thermalwassers verantwortlich sind - ohne dass eine unmittelbare, direkte Abhängigkeit besteht. |