| Zeile 21: |
Zeile 21: |
| | Archäologische Grabungen, die seit 1980 auf dem Gebiet des heutigen [[Kirchliche Begriffe#K|Klosters]] durchgeführt werden, haben bereits drei Mosaike zu Tage gebracht. Damit konnte nachgewiesen werden, dass der heutige Innenhof der Erzabtei mit einer großen, schönen Villenanlage verbaut gewesen war<ref>Stefan Karwiese, Archäologe, Quelle {{Quelle SW-SN|27. Mai 2011}}</ref>. Das erste Kloster aber war ursprünglich im Raum des heutigen [[Kapitelplatz]]es beheimatet. Die ersten Äbte des Klosters waren gleichzeitig auch Bischöfe ([[Rupert von Worms|Rupert]], [[Vitalis]], [[Flobrigis]], [[Johannes I. von Salzburg|Johannes]], [[Virgil]], [[Adalram]], [[Liupram]], [[Adalwin]]) bzw. [[Erzbischöfe]] ([[Theotmar I.]], [[Pilgrim I.]], [[Odalbert]], [[Egilolf]], [[Herold]], [[Friedrich I.]], [[Hartwig]]). | | Archäologische Grabungen, die seit 1980 auf dem Gebiet des heutigen [[Kirchliche Begriffe#K|Klosters]] durchgeführt werden, haben bereits drei Mosaike zu Tage gebracht. Damit konnte nachgewiesen werden, dass der heutige Innenhof der Erzabtei mit einer großen, schönen Villenanlage verbaut gewesen war<ref>Stefan Karwiese, Archäologe, Quelle {{Quelle SW-SN|27. Mai 2011}}</ref>. Das erste Kloster aber war ursprünglich im Raum des heutigen [[Kapitelplatz]]es beheimatet. Die ersten Äbte des Klosters waren gleichzeitig auch Bischöfe ([[Rupert von Worms|Rupert]], [[Vitalis]], [[Flobrigis]], [[Johannes I. von Salzburg|Johannes]], [[Virgil]], [[Adalram]], [[Liupram]], [[Adalwin]]) bzw. [[Erzbischöfe]] ([[Theotmar I.]], [[Pilgrim I.]], [[Odalbert]], [[Egilolf]], [[Herold]], [[Friedrich I.]], [[Hartwig]]). |
| | | | |
| − | Die Hauptaufgabe des Klosters und des Abtbischofs war neben der Seelsorge die ([[Slawen]]-)Mission. Gegen Ende des [[9. Jahrhundert]]s setzte sich in dem Kloster die [[Benediktiner]]regel als Grundlage des Ordens durch. [[987]] wurden Kloster und [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] von einander getrennt und die bisherige Gütergemeinschaft aufgehoben. Das Kloster erhielt nun von Erzbischof [[Friedrich I.]] Grund am [[Mönchsberg]]felsen nächst den Salzburger [[Katakomben]] zugewiesen, wo zuvor schon ein alter Friedhof bestanden hatte, wo bald ein neues Klostergebäude und danach auch eine neue [[Stiftskirche St. Peter|Klosterkirche]] entstand. St. Peter blieb aber, trotz der Aufgabentrennung, bis ins [[12. Jahrhundert]] Residenz des Salzburger Erzbischofs. | + | Die Hauptaufgabe des Klosters und des Abtbischofs war neben der Seelsorge die ([[Slawen]]-)Mission. Gegen Ende des [[9. Jahrhundert]]s setzte sich in dem Kloster die [[Benediktiner]]regel als Grundlage des Ordens durch. [[987]] wurden Kloster und [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum]] von einander getrennt und die bisherige Gütergemeinschaft aufgehoben. Das Kloster erhielt nun von Erzbischof [[Friedrich I.]] Grund am [[Mönchsberg]]felsen nächst den Salzburger [[Katakomben]] zugewiesen, wo zuvor schon ein alter Friedhof bestanden hatte, wo bald ein neues Klostergebäude und danach auch eine neue [[Stiftskirche zum hl. Petrus|Klosterkirche]] entstand. St. Peter blieb aber, trotz der Aufgabentrennung, bis ins [[12. Jahrhundert]] Residenz des Salzburger Erzbischofs. |
| | | | |
| | Das (mittlerweile) [[Kirchliche Begriffe#St|Stift]] besaß zahlreiche Güter in der Umgebung von Salzburg. So gehörten beispielsweise Gutshöfe in [[Anif]] und [[Niederalm]] zum Stift. In der [[Halleiner Altstadt]], am [[Unterer Markt|Unteren Markt]], hatte es einen Amtssitz (u.a.m.). [[1141]] bestätigte Erzbischof [[Konrad I.]] dem Stift einen Grundbesitz in [[Arnsdorf]] in der Wachau, von wo das Stift dann seinen Wein bezog. Weiters hatte das Stift Besitzungen bei [[Dornbach]] im Wienerwald bei [[Wien]]. | | Das (mittlerweile) [[Kirchliche Begriffe#St|Stift]] besaß zahlreiche Güter in der Umgebung von Salzburg. So gehörten beispielsweise Gutshöfe in [[Anif]] und [[Niederalm]] zum Stift. In der [[Halleiner Altstadt]], am [[Unterer Markt|Unteren Markt]], hatte es einen Amtssitz (u.a.m.). [[1141]] bestätigte Erzbischof [[Konrad I.]] dem Stift einen Grundbesitz in [[Arnsdorf]] in der Wachau, von wo das Stift dann seinen Wein bezog. Weiters hatte das Stift Besitzungen bei [[Dornbach]] im Wienerwald bei [[Wien]]. |
| Zeile 70: |
Zeile 70: |
| | Die Kunst- und Wunderkammer sowie der Lange Gang können über das Museum DomQuartier besichtigt werden. | | Die Kunst- und Wunderkammer sowie der Lange Gang können über das Museum DomQuartier besichtigt werden. |
| | | | |
| − | === Stiftskirche St. Peter === | + | === Stiftskirche zum hl. Petrus === |
| − | * ''Hauptartikel: [[Stiftskirche St. Peter]]'' | + | * ''Hauptartikel: [[Stiftskirche zum hl. Petrus]]'' |
| | | | |
| | Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] errichtet, als [[Rupert von Worms|Rupert]] (Hruodpert) die dortige wohl seit der Spätantike weiterlebende romanische Klostergemeinschaft erneuerte. Die heutige Kirche geht im Kern auf einen Bau zurück, der von [[1125]] bis [[1143]] erbaut wurde. Der mächtige Kirchturm, der um 1400 [[Romanik|romanisierend]] erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]]. | | Die erste Klosterkirche von St. Peter wurde um [[696]] errichtet, als [[Rupert von Worms|Rupert]] (Hruodpert) die dortige wohl seit der Spätantike weiterlebende romanische Klostergemeinschaft erneuerte. Die heutige Kirche geht im Kern auf einen Bau zurück, der von [[1125]] bis [[1143]] erbaut wurde. Der mächtige Kirchturm, der um 1400 [[Romanik|romanisierend]] erhöht wurde, stammt im Kern aus dem [[9. Jahrhundert]]. |
| Zeile 96: |
Zeile 96: |
| | Der große Innenhof von St. Peter hat vier Seiten, ist jedoch unregelmäßig. In seiner Mitte liegt der [[Petrusbrunnen (St. Peter)|Petrusbrunnen]], sowie nordöstlich davon der [[Ziehbrunnen St. Peter]]. Der St. Peterer Innenhof wurde [[1688]] von Abt [[Edmund Sinnhuber]] in die heutige Form gebracht. Durch gleichförmige Fensterrahmungen – es sind [[Salzburger Kastenfenster]]), die um [[1760]] geschaffen wurden – hat der Hof eine monumentale Wirkung. | | Der große Innenhof von St. Peter hat vier Seiten, ist jedoch unregelmäßig. In seiner Mitte liegt der [[Petrusbrunnen (St. Peter)|Petrusbrunnen]], sowie nordöstlich davon der [[Ziehbrunnen St. Peter]]. Der St. Peterer Innenhof wurde [[1688]] von Abt [[Edmund Sinnhuber]] in die heutige Form gebracht. Durch gleichförmige Fensterrahmungen – es sind [[Salzburger Kastenfenster]]), die um [[1760]] geschaffen wurden – hat der Hof eine monumentale Wirkung. |
| | | | |
| − | Vom St. Peter Innenhof hat man Zugang zur [[Stiftskirche St. Peter]], den [[Friedhof von St. Peter]] und zum [[Stiftskeller St. Peter]]. In diesem Innenhof findet jedes Jahr der traditionelle [[Metzgersprung]] statt. | + | Vom St. Peter Innenhof hat man Zugang zur [[Stiftskirche zum hl. Petrus]], den [[Friedhof von St. Peter]] und zum [[Stiftskeller St. Peter]]. In diesem Innenhof findet jedes Jahr der traditionelle [[Metzgersprung]] statt. |
| | | | |
| | ==== Kleiner Innenhof ==== | | ==== Kleiner Innenhof ==== |