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'''Leopoldskron-Moos''' ist ein Stadtteil von [[Salzburg]], der seinen heutigen Namen nach dem unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] erbauten [[Schloss Leopoldskron]] erhielt, da dieses Moor gemeinsam mit dem Schloss zum weitläufigen Grundbesitz der Dynastie der Grafen [[Firmian]] gehörte.  
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[[Bild:Salzburger_Stadtteile.jpg|humb|left|400px|Salzburger Stadtteile]]'''Leopoldskroner Moos''' ist ein Stadtteil von [[Salzburg]], der seinen heutigen Namen nach dem unter Fürsterzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian]] erbauten [[Riedenburger]] [[Schloss Leopoldskron]] erhielt, da dieses Moor gemeinsam mit dem Schloss zum weitläufigen Grundbesitz der Dynastie der Grafen [[Firmian]] gehörte.  
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Firmian hatte gemeinsam mit den Schlossgründen in der [[Riedenburg]] auch die großen Moorflächen des "Wildmooses" einschließlich des "Hammermooses" aufgekauft. Dieses Moor hieß früher ''Wildmoos'' oder ''Filzmoos'' (Viltzmoos) oder auch ''Untersberger Moos''. Die früher eigenständige Gemeinde Leopoldskron-Moos wurde [[1939]] in die Stadt [[Salzburg]] eingemeindet. Im Stadtteil Leopoldskron-Moos leben heute 2500 Bewohner.  
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Firmian hatte gemeinsam mit den Schlossgründen in der [[Riedenburg]] auch die großen Moorflächen des "Wildmooses" einschließlich des "Hammermooses" aufgekauft. Dieses Moor hieß früher ''Wildmoos'' oder ''Filzmoos'' (Viltzmoos) oder auch ''Untersberger Moos''. Die früher eigenständige Gemeinde Leopoldskron-Moos wurde [[1939]] in die Stadt [[Salzburg]] eingemeindet. Im Stadtteil Leopoldskroner Moos leben heute 2500 Bewohner.  
    
==Lage==
 
==Lage==
Der Stadtteil Leopoldskron-Moos ist heute im Wesentlichen ein vier Kilometer langer und beiderseits der Straße je 80 Meter breiter Baulandstreifen rechts und links der [[Moosstraße]], der aus einer spätbarocken Moorhufensiedlung hervorgegangen ist. Im Süden reicht dieser Baulandstreifen bis an die [[Tauernautobahn]] und damit an die heutige Stadtgrenze. Im Norden grenzt Leopoldskron-Moos an die Stadtteile [[Maxglan]] und [[Riedenburg]]. Der Stadtteil ist beiderseitig von den erhaltenen weiträumigen Mooswiesen des Leopoldskroner Moores umgeben, deren Moorcharakter aber durch Austrocknung immer mehr verschwindet.
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Der Stadtteil Leopoldskroner-Moos ist heute im Wesentlichen ein vier Kilometer langer und beiderseits der Straße je 80 Meter breiter Baulandstreifen rechts und links der [[Moosstraße]], der aus einer spätbarocken Moorhufensiedlung hervorgegangen ist. Im Süden reicht dieser Baulandstreifen bis an die [[Tauernautobahn]] und damit an die heutige Stadtgrenze. Im Norden grenzt Leopoldskroner-Moos an [[Riedenburg]]. Der Stadtteil ist beiderseitig von den erhaltenen weiträumigen Mooswiesen des Leopoldskroner Moores umgeben, deren Moorcharakter aber durch Austrocknung immer mehr verschwindet.
    
== Das Moor und seine Geschichte ==
 
== Das Moor und seine Geschichte ==
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Nachdem sich im [[19. Jahrhundert]] immer mehr Bauern entlang der Moosstraße im Leopoldskroner Moor angesiedelt hatten und schließlich 700 Personen hier sesshaft wurden, wollten auch die Mösler zumindest ihre eigene bescheidene Kapelle besitzen. Da kamen zwei Gönner den Leopoldskronern zu Hilfe und finanzierten wesentlich den heutigen stattlichen Kirchenbau: Maria Robinig von Rottenfeld und die bekannte Mäzenin Kaiserwitwe [[Karoline Auguste]]. Eine Bäuerin stiftete gegenüber dem [[Marienbad]] den Bauplatz, sodass [[1853]] mit dem Kirchenbau begonnen werden konnte. [[Otto Laschensky]] und Jacob Götz fertigten im historisierenden neoromanischen Stil die Baupläne der Kirche. [[1858]] wurde dann die Leopoldskroner Kirche "Maria Hilf" feierlich eingeweiht. Erwähnenswert ist das neuere, von Margarete Winkler gestaltete "Wasenkreuz", das an die Arbeit im Moor erinnert.  
 
Nachdem sich im [[19. Jahrhundert]] immer mehr Bauern entlang der Moosstraße im Leopoldskroner Moor angesiedelt hatten und schließlich 700 Personen hier sesshaft wurden, wollten auch die Mösler zumindest ihre eigene bescheidene Kapelle besitzen. Da kamen zwei Gönner den Leopoldskronern zu Hilfe und finanzierten wesentlich den heutigen stattlichen Kirchenbau: Maria Robinig von Rottenfeld und die bekannte Mäzenin Kaiserwitwe [[Karoline Auguste]]. Eine Bäuerin stiftete gegenüber dem [[Marienbad]] den Bauplatz, sodass [[1853]] mit dem Kirchenbau begonnen werden konnte. [[Otto Laschensky]] und Jacob Götz fertigten im historisierenden neoromanischen Stil die Baupläne der Kirche. [[1858]] wurde dann die Leopoldskroner Kirche "Maria Hilf" feierlich eingeweiht. Erwähnenswert ist das neuere, von Margarete Winkler gestaltete "Wasenkreuz", das an die Arbeit im Moor erinnert.  
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Im gleichen Jahr wurde auch der ''Friedhof von Leopoldskron-Moos'' feierlich eingeweiht.
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Im gleichen Jahr wurde auch der ''Friedhof von Leopoldskroner-Moos'' feierlich eingeweiht.
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== Der Siedlungsraum Leopoldskron-Moos und seine Teile ==
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== Der Siedlungsraum Leopoldskroner-Moos und seine Teile ==
 
Durch das Moos führt heute die schnurgerade, 5,35 Kilometer lange Moosstraße, die vom [[Rainberg]]fuss geradlinig bis zum Eingang des [[Schloss Glanegg|Schlossareals Glanegg]] reicht. Diese Straße wurde als zeitweise befahrbarer Knüppelweg möglicherweise schon unter Firmian angelegt, wurde aber jedenfalls um [[1770]] nach Errichtung des [[Sigmundstor]]es erstmals ausgebaut und möglicherweise deutlich verlängert. Erst [[1805]]–[[1807]] wurde sie zu einer gut befahrbaren Straße (in Form einer zuerst mit Italienpappeln bestandenen Allee) ausgebaut. Mit der Aufschließung mittels Straße begann die verstärkte Besiedelung des Landschaftsraumes in Form einer spätbarocken Moorhufensiedlung.  
 
Durch das Moos führt heute die schnurgerade, 5,35 Kilometer lange Moosstraße, die vom [[Rainberg]]fuss geradlinig bis zum Eingang des [[Schloss Glanegg|Schlossareals Glanegg]] reicht. Diese Straße wurde als zeitweise befahrbarer Knüppelweg möglicherweise schon unter Firmian angelegt, wurde aber jedenfalls um [[1770]] nach Errichtung des [[Sigmundstor]]es erstmals ausgebaut und möglicherweise deutlich verlängert. Erst [[1805]]–[[1807]] wurde sie zu einer gut befahrbaren Straße (in Form einer zuerst mit Italienpappeln bestandenen Allee) ausgebaut. Mit der Aufschließung mittels Straße begann die verstärkte Besiedelung des Landschaftsraumes in Form einer spätbarocken Moorhufensiedlung.  
  
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