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Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.
 
Dauer und Zeitpunkt der Ausübung ihres Nebenerwerbs, der Sauschneiderei, richtet sich nach dem Lebensablauf auf dem heimatlichen Hof und der Witterung. Erntezeit machte die Sauschneider daheim unabkömmlich und Kälte war nicht gut für die Wundheilung bei den Tieren. Heute wie damals beeinflusst das Pendeln zwischen Arbeitsstätte und Zuhause das Familienleben massiv. Sorgen um den auswärtsarbeitenden Mann, die alleinige Verantwortung um das Wohlergehen von Hof und Kindern verlangte auch den Frauen der Sauschneider einiges ab.
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== Österreichischer Viehschneiderverein ==
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== Österreichischer Viehschneiderverein ==
 
== Österreichischer Viehschneiderverein ==
 
Am 15. Jänner 1922 wurde in St. Michael im Lungau der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im Lungauer Landschaftsmuseum werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.
 
Am 15. Jänner 1922 wurde in St. Michael im Lungau der „Österreichische Viehschneiderverein“ gegründet. Mit diesem Verein wollten sich die Viehschneider gegen Existenzbedrohende Schwierigkeiten schützen, vor allem Pfuscher machten den ausgebildeten Sauschneidern das Leben schwer. Strikte Bestimmungen für die Ausbildung und Ausübung sowie die Durchsetzung und Vertretung der Interessen der österreichischen Viehschneider waren die Ziele. Als großen Erfolg konnte der Verein die Errungenschaft der gesetzlichen Erlaubnis, als Viehschneider auch lokale Betäubung einsetzen zu dürfen, verbuchen. Nach 60-jährigem Bestehen waren die Bedürfnisse nach einem Viehschneiderverein vorerst gestillt und der Verein löste sich auf. Im Lungauer Landschaftsmuseum werden die Schriftstücke  und Gegenstände aufbewahrt.

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