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| | == Die Presse == | | == Die Presse == |
| − | Zum offiziellen Preberseeschießen ist, im Gegensatz zu den vereinsinternen Treffen, die zu besonderen Gelegenheiten wie Hochzeit oder runde Geburtstage für die Mitglieder veranstaltet werden, jeder Schütze willkommen. „Der Grundsatz der Schützengesellschaft ist, jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, das Preberseeschießen mitzuerleben, aber es trotzdem nicht für den Tourismus zu missbrauchen.“ 1934 im Rahmen des 100. Jubiläumsschießens wurde das Ereignis durch die Licht und Tonbild AG Selenophon in Wien für die Wochenschau zum ersten Mal gefilmt. Nach den wenigen fotografischen Ver-ewigungen, bot sich mit dem Filmmaterial erstmals die Chance, den Geschoßeinschlag im Wasser genauer zu erforschen. Auch in verschiedenen Quizshows verblüffte das Preberseeschießen so manchen Fernsehzuschauer und Kandidaten. | + | Zum offiziellen Preberseeschießen ist, im Gegensatz zu den vereinsinternen Treffen, die zu besonderen Gelegenheiten wie Hochzeit oder runde Geburtstage für die Mitglieder veranstaltet werden, jeder Schütze willkommen. „Der Grundsatz der Schützengesellschaft ist, jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, das Preberseeschießen mitzuerleben, aber es trotzdem nicht für den Tourismus zu missbrauchen.“ [[1934]] im Rahmen des 100. Jubiläumsschießens wurde das Ereignis durch die Licht und Tonbild AG Selenophon in Wien für die Wochenschau zum ersten Mal gefilmt. Nach den wenigen fotografischen Verewigungen, bot sich mit dem Filmmaterial erstmals die Chance, den Geschoßeinschlag im Wasser genauer zu erforschen. Auch in verschiedenen Quizshows verblüffte das Preberseeschießen so manchen Fernsehzuschauer und Kandidaten. |
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| | == Der Geller oder Querschläger == | | == Der Geller oder Querschläger == |
| − | Das Wasser des Prebersees reflektiert das Geschoss, das eine etwa 3 cm tiefe Mulde ins Wasser drückt und mit etwas Glück und Geschick prallt der „Geller“ oder „Querschläger“ an die am Seeufer aufgestellte Scheibe. Bereits 1903 wurde in einer Dissertationsarbeit von Karl Ramsauer über den Rikoschettschuss und über die vielen physikalischen Zusammenspiele geforscht und nachgedacht. Eine wichtige Rolle spielt vermutlich das hohe physikalische Gewicht des Moorsees. Früher wurde mit Feuerstutzen und Rundkugeln geschossen. Heute werden beim traditionellen Preberseeschießen KK-Standard- und Sportgewehre, jedoch ohne Lochschaft und Armstütze benutzt. Der Feuerstutzen darf aus Sicherheitsgründen nur mehr für das direkte Zielen auf die Standscheibe genutzt werden. Für das Schießen auf die Wasserscheibe werden heute KK-Bleigeschosse verwendet. | + | Das Wasser des Prebersees reflektiert das Geschoss, das eine etwa drei Zentimeter tiefe Mulde ins Wasser drückt und mit etwas Glück und Geschick prallt der „Geller“ oder „Querschläger“ an die am Seeufer aufgestellte Scheibe. Bereits [[1903]] wurde in einer Dissertationsarbeit von Karl Ramsauer über den Rikoschettschuss und über die vielen physikalischen Zusammenspiele geforscht und nachgedacht. Eine wichtige Rolle spielt vermutlich das hohe physikalische Gewicht des Moorsees. Früher wurde mit Feuerstutzen und Rundkugeln geschossen. Heute werden beim traditionellen Preberseeschießen KK-Standard- und Sportgewehre, jedoch ohne Lochschaft und Armstütze benutzt. Der Feuerstutzen darf aus Sicherheitsgründen nur mehr für das direkte Zielen auf die Standscheibe genutzt werden. Für das Schießen auf die Wasserscheibe werden heute KK-Bleigeschosse verwendet. |
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| | == Die Scheibe oder das erste dokumentierte Preberseeschießen == | | == Die Scheibe oder das erste dokumentierte Preberseeschießen == |
| − | Heute wird auf 6 Wasserscheiben und 6 Standscheiben stehend frei gezielt. Die Schussdistanz von ungefähr 120 m hat sich zu früher nicht verändert; die Zielscheiben und deren Anzahl im Laufe der Zeit schon. Die erste bekannte Scheibe hatte einen Durchmesser von 80 cm, der in vier Kreisen mit je 9 cm, 18 cm, 27 cm und 36 cm Durchmesser eingeteilt ist. Aus Holz geschnitzte Lorbeeren umrahmen die Scheibe auf die der Preber und das Preberseeschießen dargestellt waren. Das Bild der ersten bekannten Preberseescheibe ist fast ein Protokoll des Ereignisses. Sie gibt Auskunft über die teilnehmenden Schützen, die namentlich in den seitlichen Lorbeeren aufgezählt werden. Ebenso wird die Jury, der Schützenschreiber und der Zieler, festgehalten. Die Inschrift dieser Scheibe aus 1834 lautet:“ Zum Andenken an das merkwürdige Wasser Scheiben Schüssen welches Herr Franz Anton Winkler, bürgerl. Handelsmann in Tamsweg, den 4. November 1834 wegen der seltenen schönen Jahreszeit gegeben hat in Prebersee“. Aber nicht nur die gute Stimmung und die Jahreszeit sind in der Scheibe verewigt. Anhand der Kugellöcher lässt sich konstruieren wie viele Schüsse an jenem Preberseeschießen gefeuert wurden (der damalige Zieler nummerierte 68 Schüsse), wie viele getroffen haben (42 Einschläge) und die sich daraus ergebenden 26 Fehlschüsse. Heute haben die Holzzielscheiben einen Durchmesser von 22,5 cm und sind von einem 90 cm x 100 cm großen Rahmen umgeben. Das Zentrum der Scheibe befindet sich 90 cm über dem Wasserspiegel. Mit einem Tiefschuss aus 150 cm versuchen bis zu 150 Schützen, die aus aller Welt anreisen, ihr Glück. | + | Heute wird auf sechs Wasserscheiben und sechs Standscheiben stehend frei gezielt. Die Schussdistanz von ungefähr 120 m hat sich zu früher nicht verändert; die Zielscheiben und deren Anzahl im Laufe der Zeit schon. Die erste bekannte Scheibe hatte einen Durchmesser von 80 cm, der in vier Kreisen mit je 9 cm, 18 cm, 27 cm und 36 cm Durchmesser eingeteilt ist. Aus Holz geschnitzte Lorbeeren umrahmen die Scheibe auf die der Preber und das Preberseeschießen dargestellt waren. Das Bild der ersten bekannten Preberseescheibe ist fast ein Protokoll des Ereignisses. Sie gibt Auskunft über die teilnehmenden Schützen, die namentlich in den seitlichen Lorbeeren aufgezählt werden. Ebenso wird die Jury, der Schützenschreiber und der Zieler, festgehalten. Die Inschrift dieser Scheibe aus [[1834]] lautet:“ Zum Andenken an das merkwürdige Wasser Scheiben Schüssen welches Herr Franz Anton Winkler, bürgerl. Handelsmann in Tamsweg, den [[4. November]] [[1834]] wegen der seltenen schönen Jahreszeit gegeben hat in Prebersee“. Aber nicht nur die gute Stimmung und die Jahreszeit sind in der Scheibe verewigt. Anhand der Kugellöcher lässt sich konstruieren wie viele Schüsse an jenem Preberseeschießen gefeuert wurden (der damalige Zieler nummerierte 68 Schüsse), wie viele getroffen haben (42 Einschläge) und die sich daraus ergebenden 26 Fehlschüsse. Heute haben die Holzzielscheiben einen Durchmesser von 22,5 cm und sind von einem 90 cm x 100 cm großen Rahmen umgeben. Das Zentrum der Scheibe befindet sich 90 cm über dem Wasserspiegel. Mit einem Tiefschuss aus 150 cm versuchen bis zu 150 Schützen, die aus aller Welt anreisen, ihr Glück. |
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| | == Treffer == | | == Treffer == |
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| | == Weblink == | | == Weblink == |
| | [http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1177/Prebersee-Wasserscheiben-schiessen Lungau.Travel: Das Preberseeschießen] | | [http://www.lungau.travel/index.cfm/DICEID/12/LGID/1/PGID/1177/Prebersee-Wasserscheiben-schiessen Lungau.Travel: Das Preberseeschießen] |
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