Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
erg
Zeile 4: Zeile 4:  
Am [[24. Oktober]] [[1315]] wurde einstimmig der damalige Dompropst Friedrich von Leibnitz zum Erzbischof gewählt. Er stammt aus der alten Salzburger Ministerialfamilie mit dem Stammsitz Burg Leibnitz, Südsteiermark, und hatte schon während der Sedisvakanz und der Abwesenheit des Vorgängers seinem Land wertvolle Dienste erwiesen. Der neugewählte Erzbischof reiste unverzüglich nach Avignon, Südfrankreich, um dort die Bischofsweihe und das Pallium vom Papst zu empfangen.
 
Am [[24. Oktober]] [[1315]] wurde einstimmig der damalige Dompropst Friedrich von Leibnitz zum Erzbischof gewählt. Er stammt aus der alten Salzburger Ministerialfamilie mit dem Stammsitz Burg Leibnitz, Südsteiermark, und hatte schon während der Sedisvakanz und der Abwesenheit des Vorgängers seinem Land wertvolle Dienste erwiesen. Der neugewählte Erzbischof reiste unverzüglich nach Avignon, Südfrankreich, um dort die Bischofsweihe und das Pallium vom Papst zu empfangen.
   −
Dort wartete Friedrich über ein Jahr. Papst Clemens V. war gestorben, und erst [[1316]] erfolgte die Neuwahl von Johannes XXII. Erst am [[25. November]] wurde Friedrich zum Bischof geweiht und konsekriert. Die lange Wartezeit in Avignon war mit hohen Kosten und Zahlungsverpflichtungen verbunden, die samt den Schulden des Vorgängers erst allmählich beglichen werden konnten. Zudem erwies sich die lange Abwesenheit des Erzbischofs von Salzburg als gefährlich. Nur mit Mühe konnte in dieser Zeit ein Krieg gegen [[Bayern]] verhindert werden. Friedrich erneuerte aber nach seiner Heimkehr aus Avignon sofort das Bündnis mit Österreich gegen Ober- und Niederbayern. So war eine Auseinandersetzung zwischen Österreich samt seinem Verbündeten Salzburg gegen Niederbayern unausweichlich. Ein Sieg Salzburgs und Österreichs schien gewiss. Es siegten aber sehr unerwartet die Bayern.   
+
Dort wartete Friedrich über ein Jahr. Papst Clemens V. war gestorben, und erst [[1316]] erfolgte die Neuwahl von Johannes XXII. Erst am [[25. November]] wurde Friedrich zum Bischof geweiht und konsekriert. Die lange Wartezeit in Avignon war mit hohen Kosten und Zahlungsverpflichtungen verbunden, die samt den Schulden des Vorgängers erst allmählich beglichen werden konnten. Zudem erwies sich die lange Abwesenheit des Erzbischofs von Salzburg als gefährlich. Nur mit Mühe konnte in dieser Zeit ein Krieg gegen [[Bayern]] verhindert werden. Friedrich erneuerte aber nach seiner Heimkehr aus Avignon sofort das Bündnis mit Österreich gegen Ober- und Niederbayern. So war eine Auseinandersetzung zwischen Österreich samt seinem Verbündeten Salzburg gegen Niederbayern unausweichlich. Ein Sieg Salzburgs und Österreichs schien gewiss. Es kam zur [[Schlacht bei Mühldorf (1322)]]. Es siegten aber sehr unerwartet die Bayern.   
 +
 
 +
Aufgrund der nun nicht mehr beherrschbaren Geldnot ersuchte Erbischof Friedrich den Papst um Zustimmung zu einer Subsidiarsteuer (Einkommenssteuer) in der Salzburger Kirchenprovinz, die am [[5. Februar]] [[1327]] beurkundet ist, wenngleich sie schon drei Jahr zuvor geltend gemacht wurde. Die Einhebung dieser Schatzssteuer gilt als Geburtsstunde des selbständigen Landes Salzburg. Auf Drängen des Adels, der bei der Schlacht von Mühldorf schwere Verluste erlitten hatte, erließ Friedrich III. am [[29. September]] [[1328]] ein erstes umfassendes Gesetz für "seine Herrschaft", quasi eine erste Salzburger Landesordnung.
    
Mit dem Ablassbrief vom [[15. Mai]] [[1330]], der noch erhalten ist, gewährt er den Mariazeller  [[Wallfahrt|Wallfahrern]]"''einen Nachlass von 40 Tagen der ihnen auferlegten Buße''“.
 
Mit dem Ablassbrief vom [[15. Mai]] [[1330]], der noch erhalten ist, gewährt er den Mariazeller  [[Wallfahrt|Wallfahrern]]"''einen Nachlass von 40 Tagen der ihnen auferlegten Buße''“.
Zeile 20: Zeile 22:     
* [[Heinz Dopsch]], Hans Spatzenegger (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land. [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2
 
* [[Heinz Dopsch]], Hans Spatzenegger (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land. [[Verlag Anton Pustet]], Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2
 +
{{Quelle Salzburg Geschichte}}
    
{{Zeitfolge
 
{{Zeitfolge

Navigationsmenü