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[[1689]] erfolgte unter Fürsterzbischof  [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] eine grundlegende Umgestaltung des Gartens in barockem Stil. Die Gartenanlage wurde von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt, der auch die [[Marmor]]<nowiki>balustrade</nowiki> mit ihren Vasen entwarf, und mit prachtvollen Marmorstatuen geschmückt. Beteiligte Künstler waren [[Johann Fröhlich]], [[Ottavio Mosto]], [[Bartholomäus von Opstal]], [[Andreas Götzinger|Andreas]] und [[Götzinger|Gregor Götzinger]] sowie [[Hanns Schwäbl]].
 
[[1689]] erfolgte unter Fürsterzbischof  [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] eine grundlegende Umgestaltung des Gartens in barockem Stil. Die Gartenanlage wurde von [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]] angelegt, der auch die [[Marmor]]<nowiki>balustrade</nowiki> mit ihren Vasen entwarf, und mit prachtvollen Marmorstatuen geschmückt. Beteiligte Künstler waren [[Johann Fröhlich]], [[Ottavio Mosto]], [[Bartholomäus von Opstal]], [[Andreas Götzinger|Andreas]] und [[Götzinger|Gregor Götzinger]] sowie [[Hanns Schwäbl]].
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[[1721]] bis [[1727]] beauftragte Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] den Baumeister [[Lukas von Hildebrandt]] zu einem neuerlichen Umbau von [[ Schloss Mirabell]] zu einer Anlage mit vier Gebäudetrakten rund um einen Innenhof. Durch diese Erweiterung musste der Garten zwangsläufig verkleinert und neu gestaltet werden.
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Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] beauftragte den Baumeister [[Lukas von Hildebrandt]] mit der Umgestaltung des Schlosses, der um [[1712]]/[[1713]] eine [[Sala terrena]] (heute nicht mehr existierend) als Abschluss der kleinen Gartenachse errichtete.
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Um [[1730]] wurde die Anlage vielleicht schon von [[Matthias Diesel]], sicher aber von [[Anton Danreiter]] verändert, die ihr damaliges Aussehen in mehreren kolorierten Kupferstichen darstellten.<ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Schlo%C3%9F_Mirabell_vom_S%C3%BCden_(Salzburg) austria-forum.org → Schloss Mirabell von Süden → Anton Danreiter → 1750] sowie [http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/H5.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Johann Schimoußek: Plan der Anlage von Schloss Mirabell. Aquarellierte Federzeichnung, 1775, signiert und datiert]</ref>  
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1713 bis 1717 war [[Matthias Diesel]] fürsterzbischöflicher Garteninspektor. Er veröffentlichte [[1717]] die ersten fünf Ansichten aus dem Inneren des Gartens. Welchen Anteil er an der Gestaltung des Gartens hatte, ist nicht bekannt.
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[[1721]] bis [[1727]] beauftragte Erzbischof Franz Anton Fürst Harrach den Baumeister Lukas von Hildebrandt mit einem neuerlichen Umbau von [[Schloss Mirabell]] zu einer Anlage mit vier Gebäudetrakten rund um einen Innenhof. Durch diese Erweiterung musste der Garten zwangsläufig verkleinert und neu gestaltet werden. Hildebrandt errichtete [[1725]] die beiden [[Orangerie Schloss Mirabell|Orangerien]] und den Orangeriegarten östlich des großen Parterre.
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Um [[1730]] wurde die Anlage von [[Anton Danreiter]] verändert und das damalige Aussehen in mehreren kolorierten Kupferstichen dargestellt.<ref>[http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Historische_Bilder/Schlo%C3%9F_Mirabell_vom_S%C3%BCden_(Salzburg) austria-forum.org → Schloss Mirabell von Süden → Anton Danreiter → 1750] sowie [http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/H5.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Johann Schimoußek: Plan der Anlage von Schloss Mirabell. Aquarellierte Federzeichnung, 1775, signiert und datiert]</ref>  
    
Als Belustigungsort zum allgemeinen Vergnügen des Publikums erstmals offen zugänglich gemacht wurde der Mirabellgarten, damals k.u.k. Hofgarten genannt, durch Affichieren einer Entschließung vom kaiserlich-königlich Kreisamt Salzburg vom [[6. Mai]] [[1817]]. Gleichzeitig erlassen wurde ein Hundeverbot. <ref>[https://books.google.at/books?id=9vdEAAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Kaiserlich-k%C3%B6niglich+%C3%B6sterreichisches+Amts-+und+Intelligenz-Blatt&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiw15S-wY3dAhWOCuwKHaYsBNQQ6AEIKDAA#v=onepage&q=Hofgarten&f=false kaiserlich-königlich österreichisches Amts- und Intelligenz-Blatt für das Jahr 1817, Seite 506-507]</ref>
 
Als Belustigungsort zum allgemeinen Vergnügen des Publikums erstmals offen zugänglich gemacht wurde der Mirabellgarten, damals k.u.k. Hofgarten genannt, durch Affichieren einer Entschließung vom kaiserlich-königlich Kreisamt Salzburg vom [[6. Mai]] [[1817]]. Gleichzeitig erlassen wurde ein Hundeverbot. <ref>[https://books.google.at/books?id=9vdEAAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Kaiserlich-k%C3%B6niglich+%C3%B6sterreichisches+Amts-+und+Intelligenz-Blatt&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiw15S-wY3dAhWOCuwKHaYsBNQQ6AEIKDAA#v=onepage&q=Hofgarten&f=false kaiserlich-königlich österreichisches Amts- und Intelligenz-Blatt für das Jahr 1817, Seite 506-507]</ref>
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[[1866]] überließ Kaiser [[Franz Joseph I.]] den Mirabellgarten der Stadtgemeinde Salzburg.
 
[[1866]] überließ Kaiser [[Franz Joseph I.]] den Mirabellgarten der Stadtgemeinde Salzburg.
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[[1892]]/[[1893]] entstand durch den Neubau des [[Salzburger Landestheater|Stadttheaters]] die Öffnung zum Makartplatz. Der südlichste Teil des Gartens ging beim Bau des Stadttheaters verloren. Zuvor war der Mirabellgarten vom Hannibalplatz (heute Makartplatz) durch eine hohe Mauer mit zwei Portalen getrennt.
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[[1892]]/[[1893]] entstand durch den Neubau des [[Salzburger Landestheater|Stadttheaters]] die Öffnung zum Makartplatz. Der südliche Teil des Gartens wurde durch den Bau des Stadttheaters und des Hotels um etwa 30 Meter in der Länge verkürzt. Zuvor war der Mirabellgarten vom Hannibalplatz (heute Makartplatz) durch eine hohe Mauer mit zwei Portalen getrennt.
    
1893/[[1894]] wurde die große Marmortreppe vom Mirabellgarten zum [[Kurgarten]] errichtet und der vorhandene Springbrunnen saniert<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19230602&query=%22Pegasus%22+%22Mirabellgarten%22&ref=anno-search&seite=5 Salzburger Volksblatt, 2. Juni 1923, Seite 3]</ref>. Das große Brunnenbecken wurde in Beton ausgeführt und es entstand damals die 'Große Fontäne'. Um diese Zeit gab es nahe dem ''Bosquet'' einen Musen-Hügel mit einem [[Mozart-Denkmal|Denkmal]] für [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]].  
 
1893/[[1894]] wurde die große Marmortreppe vom Mirabellgarten zum [[Kurgarten]] errichtet und der vorhandene Springbrunnen saniert<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19230602&query=%22Pegasus%22+%22Mirabellgarten%22&ref=anno-search&seite=5 Salzburger Volksblatt, 2. Juni 1923, Seite 3]</ref>. Das große Brunnenbecken wurde in Beton ausgeführt und es entstand damals die 'Große Fontäne'. Um diese Zeit gab es nahe dem ''Bosquet'' einen Musen-Hügel mit einem [[Mozart-Denkmal|Denkmal]] für [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]].  
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Heute besteht das westliche Boskett aus einer dreireihigen "Allee" aus Winterlinden, die durch regelmäßigen Schnitt in geometrisch würfelige Form gebracht wurden sowie aus einem Laubengang mit einem Rundbogen-Spalier. Das mirabellplatzseitige östliche Boskett neben der kleinen Orangerie besteht heute nicht mehr.
 
Heute besteht das westliche Boskett aus einer dreireihigen "Allee" aus Winterlinden, die durch regelmäßigen Schnitt in geometrisch würfelige Form gebracht wurden sowie aus einem Laubengang mit einem Rundbogen-Spalier. Das mirabellplatzseitige östliche Boskett neben der kleinen Orangerie besteht heute nicht mehr.
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===Susannabrunnen===  
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=== Susannabrunnen ===  
 
Der [[Susannabrunnen]] wurde von [[Hans Waldburger]] um [[1610]] geschaffen und stand lange an einem heute nicht mehr bekannten Ort. Im späten 19. Jahrhundert übersiedelte der Brunnen in den Mirabellgarten.
 
Der [[Susannabrunnen]] wurde von [[Hans Waldburger]] um [[1610]] geschaffen und stand lange an einem heute nicht mehr bekannten Ort. Im späten 19. Jahrhundert übersiedelte der Brunnen in den Mirabellgarten.
  

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