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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Er begann als Chorherr und Propst im Kloster Eberndorf im Jauntal, wurde am [[19. Oktober]] [[1490]] [[Dompropst]] und [[1495]] zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er [[Säkularisation|säkularisierte]] das [[Domkapitel]], widmete sich der wirtschaftlichen Sanierung des [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]]. Unter seiner Regentschaft gedieh der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silbererzbergbau]] in [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Rauris]], und [[Salzbergbau|Salz]] warf großen Gewinn ab. | + | Er begann als Chorherr und Propst im Kloster Eberndorf im Jauntal, wurde am [[19. Oktober]] [[1490]] [[Dompropst]] und [[1495]] zum Fürsterzbischof von Salzburg gewählt. Er [[Säkularisation|säkularisierte]] das [[Domkapitel]], widmete sich der wirtschaftlichen Sanierung des wirtschaftlich zerrütteten [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistums]]. Unter seiner Regentschaft gedieh durch eine sorgfältige Verwaltung in der Folge der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silbererzbergbau]] in [[Gasteinertal|Gastein]] und [[Rauris]], und [[Salzbergbau|Salz]] warfen großen Gewinn ab. Der allgemein zunehmende Wohlstand der Bevölkerung und die insgesamt friedliche Zeit führten zu einer Blüte von Kultur und Kunst. |
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| − | Er betrieb Nepotismus, vertrieb [[1498]] die letzten in Salzburg ansässigen [[Judentum|Juden]] und ließ die die [[Salzburger Synagoge|Salzburger]] und [[Hallein]]er Synagoge zerstören. [[1511]] brach er den Widerstand der Salzburger [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]], verlor aber an Einfluss in den [[Habsburger|habsburgischen]] Ländern. Leonhard von Keutschach ließ die [[Festung Hohensalzburg]] ausbauen (Bau der Ringmauer, der [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] und der [[Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Festungszisterne]]) sowie eine Drehorgel ([[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]]) erbauen und erneuerte die alte Römerstraße über den [[Radstädter Tauern]]. | + | Insgesamt blieb Leonhard von Keutschach nicht nur innenpolitisch und als integerer und glaubwürdiger Kirchenmann, sondern auch außenpolitisch recht erfolgreich. Er konnte Kriegshandlungen und die Teilnahme am ''Landshuter Erbfolgekrieg'' durch Zahlung von 15.000 [[Gulden]] vom Salzburger Gebiet abwenden. Diese Zahlung, die er an [[Maximilian I.]] leistete, sicherte ihm dessen Wohlwollen für den Kauf des [[Mondseeland]]es am [[25. Mai]] [[1506]] um 12.000 Gulden, das so für knapp 60 Jahre Salzburg gehörte. In seinen letzten Jahren hielt sich Keutschach vor allem auf der Festung Hohensalzburg auf. Die von ihm in Auftrag gegebenen Architektur der Prunksäle der Festung sind Meisterwerke spätgotischer Kunst. Keutschach hat Salzburg mit viel Geschick zu einem der reichsten Fürstentümer des römisch-deutschen Reiches gemacht. |
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| − | Beim [[Gastmahl auf der Festung Hohensalzburg]] am [[23. Jänner]] [[1511]] ließ Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach den Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Hans Matsperger]] und seine Ratsherren festnehmen. Leonhards biedere Art stieß bei den Salzburger Bürgern, die durch den [[Venedigerwaren|Venedighandel]] und Priviligierung durch Friedrich III. sehr selbstbewusst geworden waren, bisweilen auf Kritik. So nannten sie ihn nmanchmal auch "Leonhard den Windischen" wegen seiner Kärntner Abstammung oder "Liendl Wirth" oder "Liendl Pierschenk" wegen der Ausschank von Wein in der [[Dompropstei]] und [[Bier]] in den [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauhäusern]] am [[Kajetanerplatz]] und in [[Kaltenhausen]]. | + | Der Erzbischof war aber auch nicht frei von Nepotismus. Er vertrieb [[1498]] die letzten in Salzburg ansässigen [[Judentum|Juden]] und ließ die die [[Salzburger Synagoge|Salzburger]] und [[Hallein]]er Synagoge zerstören. [[1511]] brach er den Widerstand der Salzburger [[Bürger der Stadt Salzburg|Bürger]], verlor aber an Einfluss in den [[Habsburger|habsburgischen]] Ländern. Leonhard von Keutschach ließ die [[Festung Hohensalzburg]] ausbauen (Bau der Ringmauer, der [[Georgskirche (Festung Hohensalzburg)|Georgskirche]] und der [[Zisterne (Festung Hohensalzburg)|Festungszisterne]]) sowie eine Orgel ([[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stier]]) erbauen und erneuerte die alte Römerstraße über den [[Radstädter Tauern]]. |
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| | + | Beim [[Gastmahl auf der Festung Hohensalzburg]] am [[23. Jänner]] [[1511]] ließ Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach den Salzburger [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Hans Matsperger]] und seine Ratsherren festnehmen. Leonhards biedere Art stieß bei Salzburger Bürgern, die durch den [[Venedigerwaren|Venedighandel]] und Priviligierung durch Friedrich III. sehr selbstbewusst geworden waren, bisweilen auf Kritik. So nannten sie ihn manchmal auch "Leonhard den Windischen" wegen seiner Kärntner Abstammung oder "Liendl Wirth" oder "Liendl Pierschenk" wegen der Ausschank von Wein in der [[Dompropstei]] und [[Bier]] in den [[Hofbräu Kaltenhausen|Hofbrauhäusern]] am [[Kajetanerplatz]] und in [[Kaltenhausen]]. |
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| − | Außenpolitisch war Keutschach recht erfolgreich. Er konnte Kriegshandlungen und die Teilnahme am ''Landshuter Erbfolgekrieg'' durch Zahlung von 15.000 [[Gulden]] vom Salzburger Gebiet abwenden. Diese Zahlung, die er an [[Maximilian I.]] leistete, sicherte ihm dessen Wohlwollen für den Kauf des [[Mondseeland]]es am [[25. Mai]] [[1506]] um 12.000 Gulden, das so für knapp 60 Jahre Salzburg gehörte.
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| | ==Nachruhm== | | ==Nachruhm== |
| − | Leonhard von Keutschach blieb als Fürsterzbischof besonders durch die Restaurierung und Neubauten von Burgen und Schlössern präsent. | + | Leonhard von Keutschach blieb als Fürsterzbischof, der lebenslang nach der Regel der Augustiner Chorherren lebte, besonders durch die Erweiterung und den Neubau Burgen und Schlössern gegenwärtig. |
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| | * heutiges Kärnten: [[Gmünd]], [[Friesach]], [[Althofen]], Tanzenberg, Taggenbrunn, Stein, [[St. Andrä im Lavanttal]] | | * heutiges Kärnten: [[Gmünd]], [[Friesach]], [[Althofen]], Tanzenberg, Taggenbrunn, Stein, [[St. Andrä im Lavanttal]] |
| | * heutige Steiermark: [[Deutschlandsberg]], Leibnitz | | * heutige Steiermark: [[Deutschlandsberg]], Leibnitz |