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Der Beauftragte des Papstes Albert Beham exkommunizierte damals in eher grotesker Weise zahlreiche Kirchenführer und Fürsten in Deutschland, weil diese die Exkommunikation des römisch-deutschen Kaisers seiner Meinung nach nicht oder nicht ausreichend kundmachen wollten, erreichte damit aber nur Unverständnis und allgemeine Verunsicherung.
 
Der Beauftragte des Papstes Albert Beham exkommunizierte damals in eher grotesker Weise zahlreiche Kirchenführer und Fürsten in Deutschland, weil diese die Exkommunikation des römisch-deutschen Kaisers seiner Meinung nach nicht oder nicht ausreichend kundmachen wollten, erreichte damit aber nur Unverständnis und allgemeine Verunsicherung.
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Der sonst stets besonnene greise Eberhard verlor angesichts der Eskapaden des päpstlichen Agenten die Beherrschung, trat die Exkommunionsurkunde, die ihm während einer feierlichen Priesterweihe im Dom überbracht worden war, demonstrativ mit Füßen und ohrfeigte den Überbringer. Eberhard ließ zudem die Gebirgspässe für Alberts Beauftragte sperren, um eine Zustellung seiner Urkunden zu erschweren, worauf Papst Albert Kinder und alte Frauen als heimliche Briefträger beauftragen musste.
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Der sonst stets besonnene greise Eberhard verlor angesichts der Eskapaden des päpstlichen Agenten die Beherrschung, trat die Exkommunionsurkunde, die ihm während einer feierlichen Priesterweihe im Dom überbracht worden war, demonstrativ mit Füßen und ohrfeigte den Überbringer. Eberhard ließ zudem die [[Alpenübergänge|Gebirgspässe]] für Alberts Beauftragte sperren, um eine Zustellung seiner Urkunden zu erschweren, worauf Papst Albert Kinder und alte Frauen als heimliche Briefträger beauftragen musste.
    
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Leichnam dieses überaus großen Kirchenfürsten und Staatsmannes, der im Kirchenbann gestorben war und daher nicht beerdigt werden durfte, 40 Jahre unbestattet über dem Gewölbe der Kirche von [[Radstadt]] (der heutigen Altenmarkter Kirche) liegen musste. Wegen seines Bannes fand sich auch kein zeitgenössischer Chronist, der eine gesammelte und umfassende Würdigung niedergeschrieben hätte.
 
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Leichnam dieses überaus großen Kirchenfürsten und Staatsmannes, der im Kirchenbann gestorben war und daher nicht beerdigt werden durfte, 40 Jahre unbestattet über dem Gewölbe der Kirche von [[Radstadt]] (der heutigen Altenmarkter Kirche) liegen musste. Wegen seines Bannes fand sich auch kein zeitgenössischer Chronist, der eine gesammelte und umfassende Würdigung niedergeschrieben hätte.
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