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Der Artikel '''{{PAGENAME}}''' befasst sich mit historischen Informationen, die mit der letzten Hinrichtung im [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] am [[22. November]] [[1949]] enden.

==Geschichte==
====Folter====
[[1801]] wurde die ''peinliche Frage'', die Folter, ein letztes Mal gestellt. Die ''peinliche Frage'' war die Anwendung von brachialer Gewalt am Körper des Verdächtigten, damit dieser zu einem Geständnis oder Preisgabe von Informationen gezwungen wurde.

Ihr folgte meist die ''Strafe an Leib und Leben'', an ''Hals und Hand'' und ''Haut und Haar''. Es war dies die Todesstrafe, je nach Hinrichtungstechnik einfach oder auch ''qualifiziert''. ''Qualifiziert'' bedeutete eine zusätzliche Verschärfung der Maßnahmen am Körper während und auch noch nach der Exekution. Neben dem Tod gab es aber auch Leibesstrafen, die den Delinquenten zwar am Leben ließen, aber ihn verstümmelten oder mit erheblichen Schmerzen durchs Leben gehen ließen.

Selbst leichtere Strafen, ''zu Haut und Haar'', gingen nie ohne körperlichen Beeinträchtigungen über die Gerichtsbühne: am Pranger stehen, das Kahlscheren oder Spitzgertenstreiche.

====Hinrichtungen====
Am [[12. September]] [[1817]] erfolgte die letzte belegbare Hinrichtung mit dem '''Schwert''', jene mit dem Strang fand am 22. November 1949 letztmalig in Salzburg statt: der 28jährige Ukrainer Josef Sopko wurde wegen Mordes an einer Frau durch den Strang hingerichtet. Die letzte öffentliche '''Brandmarkung''' am Pranger geht auf das Jahr [[1800]] zurück. Doch noch [[1816]] kam es zur zur Schaustellung eines Delinquenten auf einer ''Schandbühne'', wo er 20 Rutenstreiche erhielt und auf ewig des Landes verwiesen wurde.

Information über die letzte missglückte Hinrichtung fand sich im [[Exekutionsbuch des Salzburger Freimanns Joseph Wohlmuth|Exekutionsbuch]] des Salzburger Scharfrichters [[Franz Joseph Wohlmuth]]. So sollen bei Hinrichtungen 1807 und 1808 bei Mehrfachexekutionen vorgekommen sein, dass einer der Delinquenten vom Galgen gestürzt war. Wohlmuth berichtet auch von einer misslungenen Hinrichtung mit dem Schwert am [[7. Juni]] [[1766]], bei er dreimal das Schwert führen muss, bevor die Exekution ausgeführt war. Wohlmuth waltete [[1817]] im hohen Alter von 79 Jahre ein letztes Mal seines Amtes.

==Quellen==
* ''Salzburg Archiv Band 23'' aus der Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereines Freunde der Salzburger Geschichte]] 1997, Beitrag ''... der zweyte Streich ist schnell auf den ersten glikhlich und geschikht erfolget... Ein Kunstfehler des Scharfrichters anno 1766'' von Peter Putzer
* ''Salzburg Archiv Band 22'' aus der Schriftenreihe des [[Verein Freunde der Salzburger Geschichte|Vereines Freunde der Salzburger Geschichte]] 1996, Beitrag ''... dieser über alle Beschreibung boshafte Inquisit - Zum Ende des peinlichen Strafrechts in Salzburg'' von Peter Putzer
* Salzburgwiki

[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Justiz]]
[[Kategorie:Recht]]

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