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==Leben==
 
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Helma Schimke blickt auf eine für Frauen der Zwischenkriegszeit eigenwillige Biografie zurück. Sie besucht die [[HTL]] in [[Salzburg]] und studiert nach dem Krieg in Wien Architektur an der Akademie der bildenden Künste unter anderem bei Prof. Clemens Holzmeister.
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Helma Schimke blickt auf eine für Frauen der Zwischenkriegszeit eigenwillige Biografie zurück. Sie besucht die [[Staatsgewerbeschule]] in [[Salzburg]] und studiert nach dem Krieg in Wien Architektur an der Akademie der bildenden Künste unter anderem bei Prof. Clemens Holzmeister.
    
Neben der ungewöhnlichen Berufswahl ist auch ihre große Leidenschaft, das Bergsteigen, gegen den Zeitgeist. Was sie auszeichnet, ist eine Kombination aus Willensstärke, Ausdauer und Durchsetzungskraft. Diese Eigenschaften benötigt sie aus mehrerlei Gründen. Als Frau in den [[1950er]] Jahren in einem Männer dominierten Berufsfeld wie Architektur zu arbeiten, ist eine Herausforderung. [[1954]] baut sie ihr erstes Einfamilienhaus in [[Obertrum]]. Dass die Auftraggeberin eine Frau war, ist sicher kein Zufall.
 
Neben der ungewöhnlichen Berufswahl ist auch ihre große Leidenschaft, das Bergsteigen, gegen den Zeitgeist. Was sie auszeichnet, ist eine Kombination aus Willensstärke, Ausdauer und Durchsetzungskraft. Diese Eigenschaften benötigt sie aus mehrerlei Gründen. Als Frau in den [[1950er]] Jahren in einem Männer dominierten Berufsfeld wie Architektur zu arbeiten, ist eine Herausforderung. [[1954]] baut sie ihr erstes Einfamilienhaus in [[Obertrum]]. Dass die Auftraggeberin eine Frau war, ist sicher kein Zufall.
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Neben ihrer beruflichen Karriere ist das Bergsteigen ihr Lebensmittelpunkt. Mit fünf brennt sie im [[Lungau]] durch und besteigt einen kleinen Berg. An ihrem zwanzigsten Geburtstag steht sie zum hundertsten Mal auf dem Gipfel des Salzburger [[Untersberg]]s. Sie betreibt den Bergsport nicht, um Gipfel "zu bezwingen" oder berühmt zu werden, sondern weil sie die Berge und das Bergsteigen liebt. Das Gehen in die Berge ermöglicht ihr, Ruhe zu finden, bei sich selbst zu sein und zu denken. Wenn sie Problem beladen zu einer Bergtour aufbricht, so kommt sie leichter und zuversichtlicher zurück.
 
Neben ihrer beruflichen Karriere ist das Bergsteigen ihr Lebensmittelpunkt. Mit fünf brennt sie im [[Lungau]] durch und besteigt einen kleinen Berg. An ihrem zwanzigsten Geburtstag steht sie zum hundertsten Mal auf dem Gipfel des Salzburger [[Untersberg]]s. Sie betreibt den Bergsport nicht, um Gipfel "zu bezwingen" oder berühmt zu werden, sondern weil sie die Berge und das Bergsteigen liebt. Das Gehen in die Berge ermöglicht ihr, Ruhe zu finden, bei sich selbst zu sein und zu denken. Wenn sie Problem beladen zu einer Bergtour aufbricht, so kommt sie leichter und zuversichtlicher zurück.
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In den 1950er Jahren beginnt sie gemeinsam mit Bergsteigerfreunden wie [[Marcus Schmuck]], Hermann Buhl oder dem Wiener Rudolf Bardodej mit schweren Klettertouren, zuerst in den heimischen [[Kalkalpen]], etwa in der Leuchsturm-Südwand im Wilden Kaiser. Als erste Frau begeht sie die Maukspitze-Westwand oder die Fleischbank-Südostverschneidung. Die Ausrüstung ist mit den heutigen sicherheitstechnischen Standards nicht vergleichbar. Es gibt keinen Sitzgurt, keine reißfesten Seile und keine Bohrhaken. Geklettert wird ohne Helm und mit großen Hakenabständen, gesichert wird mit dem Seil über die Schulter. Der sechste Schwierigkeitsgrad ist zu diesem Zeitpunkt das obere Limit des Kletterns.
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In den 1950er Jahren beginnt sie gemeinsam mit Bergsteigerfreunden wie [[Marcus Schmuck]], Hermann Buhl oder dem Wiener Rudolf Bardodej mit schweren Klettertouren, zuerst in den heimischen [[Nördliche Kalkalpen|Kalkalpen]], etwa in der Leuchsturm-Südwand im Wilden Kaiser. Als erste Frau begeht sie die Maukspitze-Westwand oder die Fleischbank-Südostverschneidung. Die Ausrüstung ist mit den heutigen sicherheitstechnischen Standards nicht vergleichbar. Es gibt keinen Sitzgurt, keine reißfesten Seile und keine Bohrhaken. Geklettert wird ohne Helm und mit großen Hakenabständen, gesichert wird mit dem Seil über die Schulter. Der sechste Schwierigkeitsgrad ist zu diesem Zeitpunkt das obere Limit des Kletterns.
    
Schon bald zieht es sie in die Westalpen, sie fährt mit dem Motorroller nach Frankreich und in die Schweiz. Sie begeht den Peuterey-Grad am Mont Blanc oder die Via Ratti in der Westwand der Aguille Noire. Die Frage danach, ob sie für diese Touren auch ausreichend trainiert habe, beantwortet Helma Schimke mit einem freundlichen Lächeln. Für Training findet sie in diesen Jahren kaum Zeit. Sie ist verheiratet, berufstätig und Mutter von drei Kindern. Wann immer es ihr knappes Zeitbudget zulässt, verbringt sie die Zeit in den Bergen, meist mit ihrem Ehemann Konrad Schimke.
 
Schon bald zieht es sie in die Westalpen, sie fährt mit dem Motorroller nach Frankreich und in die Schweiz. Sie begeht den Peuterey-Grad am Mont Blanc oder die Via Ratti in der Westwand der Aguille Noire. Die Frage danach, ob sie für diese Touren auch ausreichend trainiert habe, beantwortet Helma Schimke mit einem freundlichen Lächeln. Für Training findet sie in diesen Jahren kaum Zeit. Sie ist verheiratet, berufstätig und Mutter von drei Kindern. Wann immer es ihr knappes Zeitbudget zulässt, verbringt sie die Zeit in den Bergen, meist mit ihrem Ehemann Konrad Schimke.

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